Geschichtsschreibung aus einem muffig riechenden Englisch-Lehrbuch von vor 90 Jahren

Kommentar.

In einem für den Schulunterricht bestimmten Buch für Gesellschaftslehre an Gesamtschulen, dem IGL 3, lernte ich als Schüler einer sogenannten Agenda 21 Schule, die im Dienste der Vereinten Nationen steht, etwas darüber wer das Deutsche Reich gründete, dass wir im Kaiserreich ein Volk von Untertanen waren und zum kindlichen Vertrauen des Bürgers zur Obrigkeit es Karikaturen gab, wie eine aus dem Simplicissimus. Es ging im Unterricht bei der Gesellschaft des Kaiserreiches um „Kaiser und Untertanen“, sowie auch dem Antisemitismus in der Weimarer Republik, ohne aber irgendwo auch nur etwas von Eugen Richter seines Kampfes im Kaiserreich gegen Antisemitismus gelehrt bekommen zu haben. Es ging im Unterricht um „Gegen die Obrigkeit“,“Arbeitskämpfe und der Politisierung“, „Zuckerbrot und Peitsche“, und dem „Rüstungswettlauf in Europa“, der durch die Karikatur mit Europäischer Friedenspalme aufgezeigt wurde, welche als Kanone auf Totenschädeln steht und Säbeln Blätter und Bomben Kokusnüsse darstellten.

Es ging im Unterricht zur Jahrtausendwende auch um die Kleindeutsche und Großdeutsche Lösung, während wir nun mit der Europäischen Union fast in einem eigenen Bundesstaat leben, der nicht nur die Souveränität einzelner Staaten auflöst, sondern der auch u.a. ein europäisches Volk vereinen will, das es so wegen den verschiedenen Nationen die Europa ausmachen einfach nicht geben kann. Es ging im Unterricht um die „Weimarer Republik als Versuch einer gescheiterten Demokratie“, der „Novemberrevolution von 1918“, die „Gründung der Weimarer Republik“, sowie u.a. „Niederschlagung der sozialistischen Revolution“. Schlußendlich ging es um den Aufbau der Demokratie ansich, sowie dem Angriff auf dieser, als auch dem gleichgeschalteten Leben unter dem Hakenkreuz. Und wegen Krisen und Katastrophen, sowie dem ewigen Frieden um eine Neue Weltordnung. Somit einer guten Regierung, der Utopie oder dem Traum von einer besseren Welt..

Worum es aber nicht im Geschichts-, Englisch- und Gesellschaftslehreunterricht ging, war das was eine reine Demokratie von einer verfassungsrechtlichen Republik unterscheidet. Auch nicht darum, dass vor der Tyrannei in Europa viele Deutsche wie u.a. andere europäische Völker nach Amerika sich aufmachten, um kein Leben in der Knechtschaft zu leben, sondern einfach frei sein zu können. Amerika ist historisch betrachtet, das Land, dass in der gesamten Menschheitsgeschichte am meisten Freiheit erlangt und Tyrannei bekämpft hat. Aber auch wenn Deutsch fast zur Weltsprache geworden wäre, und auch wenn es die Unabhängigkeitserklärung vom 4 Juli 1776 in deutscher Übersetzung seit ein paar Tagen danach gibt, habe ich in der Schule leider nichts über Amerika gelernt, bis es zu den Anschlägen vom 11. September 2001 kam und der Krieg gegen den Terror begann. Es wurden wegen den Angriffskriegen in Amerika Gesetze erlassen, wie u.a. der Patriot Act, der klar aufzeigt, dass der eigentliche „Feind“ der US-Regierung das eigene wirklich patriotische Volk sei, das an den Werten und der Geschichte des Landes als freie Nation festhält. Schon George Washington warnte das amerikanische Volk davor, dass eine Regierung wie Feuer sei, an dem man sich wärmen oder verbrennen kann. Es wird jedenfalls wahrscheinlich keine Geschichte zu den Siedlern im deutschen Schulunterricht vermittelt worden sein, weil zumindenst auf Agenda 21 Schulen die UN Menschenrechtserklärung der amerikanischen Verfassung überlegen sei (welche von den Ureinwohners beeinflußt wurde) und ohne die Lehren der Freiheit verinnerlicht zu haben, junge Menschen als Krisenlösung auf eine Weltregierung genormt werden. Keineswegs ist der Nationalstaat das Problem wegen Kriegen mit Nachbarn, sondern die Unkenntnis über nicht funktionierende Menschenhirne.

In dem deutschen Grund-Schwabe Englisch-Lehrbuch aus dem Jahre 1926 (Ausgabe B, in gekürzter Ausgabe als Einheitsband für Englisch als zweite Fremdsprache mit dem für sämtliche Schulen die Grundlagen für den ersten freien Lektüreunterricht zu legen gedacht war), ist der Lesestoff anfänglich ähnlich aufgebaut, wie man zur Jahrtausendwende selber als Schüler diesen in den ersten Unterrichtsstunden der fünften Klasse wahrgenommen hat. Gemeint sind Übungen über „In the Classroom“ (That is the book, the pen, the penholder, What is that, That is the desk. Show me the door! There is the door. Show me the wall! There is the wall, the picture Here is the window, the curtain, etc). Oder „My Body“ (This is my head. This is my hair. This is my forehead. This is my nose. These are my ears. Those are my eyes. That is my mouth., etc). Sowie auch „What the Clock says“ , „My Family“ und „Our Flat“. Des weiteren wird „English Money“ und „British Weights“ erklärt. Mister Bean ist trotz allem britischen Humor keine wirkliche „Geschichte“, um die Welt zu verstehen.

Mit dem im Hinterkopf zur 90 Jahre alten deutschen Englisch-Lehrbuch, welches den Zeitgeist einfach nur widerspiegelt. Zu den Angel-Sachsen heißt es:

„Nach dem Rückgang der Römer waren die Briten in einer sehr erbärmlichen Verfassung. Sie waren so lange unter römischer Herrschaft, dass sie den Kriegsähnlichen Geist ihrer Vorväter verloren gehabt haben, sowie nicht mehr fähig waren sich selbst schützend gegen die Attacken alter Feinde  zu wehren. Die Pikten und Schotten überdeckten ohne Gnade demgemäß das Land plündert und mordent. So ziemlich zu dieser Zeit zeigten sich an den Stränden Britanniens die Kriegsschiffe von der Küste Deutschlands und Dänemarks. Bemannt waren sie mit Piraten, die nie so froh waren, es sei denn sie segelten zu einem entfernten Land auf der Suche nach Beute. Diese Piraten waren meistens ausgestattet mit blauen Augen und langen blonden Haaren und waren sehr groß. Ihre Waffen waren Äxte, Schwerter, Sperre und Streitkolben; und in der Schlacht waren sie fürchterliche Gegner. Sie hatten verschiedene Namen, solche wie Angeln, Sachsen, und Jüten; jedoch waren sie einander alle nahezu sehr ähnlich, und sprachen die selbe Sprache – eine Sprache welche, tatsächlich, die selbe wie die unsere war.“

Das soeben zitierte stammte aus einem Ausschnitt von Wilmot-Buxton, Easy Story from English-History. Darauf folgten noch Überschriften zu interessanten historischen Texten wie „William the Conqueror“, „The Mysterious Englishmen“, „Elizabeth and Mary Stuart“, „The Spanish Armada“, „The Pilgrim Fathers“, sowie als auch „The Civil War“. Unter der letzteren Überschrift heißt es zum Bürgerkrieg:

„Charles I. (1625 – 1649) war der zweite Sohn von James I. (1603 – 1625) und Großsohn von Mary Stuart. Verheiratet war er mit Henrietta von Frankreich, einer römisch-katholischen Prinzessin, und viele seiner unklugen Taten besaßen ihren Rat. Das Parlament beschuldigte ihn ohne dessen Meinung Geld aufgebracht zu haben, was den Gesetzen des Landes gemäß widersprüchlich war. Insgesamt zwangen sie ihm die berühmte Petition of Rights zu unterzeichnen, durch die er sich selbst daran gebunden hat, gerecht zu regieren (1628). Aber wie der alte König John (Magna Charta 1215), glaubte Charles ihren Versprechen nicht; und legte fest ohne Hilfe des House of Commons zu regieren. Für elf Jahre regierte Charles ohne ein Parlament. 1640 zwang ein Geldmangel Charles jedoch dazu ein Parlament einzuberufen, das er aller- dings absetzte. Der Streit in seinem Parlament wurde so bitter, dass das Resultat ein Bürgerkrieg war.“

Nach den nächsten Überschriften geht es auch u.a. um „The South African War“ und „The British Empire“, wobei es zu letzteren u.a. heißt:

„Es wird gesagt, dass „die Sonne niemals im britischen Imperium untergeht“. Bevor die Sonne in den britischen Inseln untergeht, erhellt sie die britischen Gebiete in Nord Amerika. Bevor sie im Herrschaftsgebiet von Kanada untergeht, verbreitet sich ihr Licht über Neuseeland und Australien. Dann erreicht sie Indien; das südliche Afrika; und als letztes geht die Morgensonne wieder über den britischen Inseln auf. Das zeigt, dass die Teile des britischen Imperiums verstreut sind. Es ist somit auch wahr, dass die Ausdehnung größer ist als jeder einzelne Staat in der Welt. Britische Gebiete nehmen über ein viertel der Landmasse des Globus ein.“

Nach dem Gedicht „Rule, Britannia“ folgt auch endlich die amerikanische Geschichtsschreibung mit den Überschriften „War of American Independence“ und „The Boston Massacre“, worauf u.a. „The Civil War in America“, sowie „The French and the English“, als auch „American Anecdotes“ folgen. Unter der Überschrift „The Charist Movement“ beginnt auf Seite 118 auch die Geschichtserzählung „England in the Victorian Era“ und weitere wie über „The Rebellion of 1848“, was mir aus dem allgemeinen Geschichtsunterricht noch bekannt ist. Warum also fragt man sich als freiheitsliebender Bürger einer verfassungsrechtlichen Republik, haben sich die englischen Schulbücher so sehr geändert und geben ohne eine kritische Auseinandersetzung so gut wie keine Geschichte her? Man will Geschichte verstehen, aber geht nicht auf die Wurzeln zurück, die Ideen, Beweggründe und historischen Fakten. Immerhin bin ich damit nicht alleine, weil sich ja auch der Lehrerverband darüber beklagt, dass in Deutschland viele Schüler nicht zwischen Demokratie und Diktatur zu unterscheiden gelernt haben. Eine groteske Fehlenwicklung wegen der viele Vorfahren sich im Grabe umdrehen. Hier geht es mir aber dem 4 Juli von vor 240 Jahre wegen um dem „War of American Independence“ und „The Boston Massacre“ mit der Perspektive von vor 90 Jahren.

Zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg heißt es u.a.:

„Die langen Kriege gegen Frankreich von denen wir schon gelesen haben, hatten Kosten eines große Gelddeales und die englische Nation wurde eine sehr schwere Schuld aufgebürdet. Die englische Regierung war daher der Meinung, dass die Kolonien, welche vom Krieg viele Gewinne abzweigten, dabei dazu beizutragen hätten, um ihre Schulden zu bezahlen. Die Kolonisten in Amerika, erklärten wie auch immer, dass als sie Abgeordnete im englischen Parlament hatten, es ein Akt der Tyrannei sein würde ihnen Steuern aufzuerlegen. König George III. beharrte gegen den Rat seiner Minister, darauf, dass eine Pflicht platziert werden sollte auf manche Nahrungsartikeln die nach Amerika verschifft wurden, vor allem Steuern auf Tee. Als die Erste Schiffsladung mit Tee im Hafen von Bosten einlief, ging eine bestimmte Anzahl der Statdmenschen als Indianer verkleidet an Board des Schiffes und schmießen alle Kisten mit Tee ins Meer. Das war das Signal für den Anfang des Unabhängigkeitkrieges 1775; er dauerte achte Jahre an. Erst drehte sich das Kriegsschicksal gegen die Kolonisten und sie erlitten viele Niederlagen. Das erweckte jedoch bloß den Geist des Widerstandes in der kolonialen Armee und George Washington, ihrem mutigen Anführer. Ein Konzil wurde einberufen, gebildet aus Abgeordneten der elf Kolonien; Er erklärte nun die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Das war am 4. Juli 1776. Im folgenden Jahr kesselten die Kolonisten General Burgoyne in Saratoga erfolgreich ein und zwangen ihn nach einer kurzen Belagerung mit seiner ganzen Armee zu kapitulieren. Das war der Wendepunkt des Krieges. Ermutigt von diesem Erfolg machten die Amerikaner von alles möglichen Gebrauch. Ein Botschafter wurde nach Europa gesendet und war darin erfolgreich eine Allianz mit Frankreich und Spanien zu formieren. Auch Holland trat dieser Allianz bald schon bei und England war nun von allen Seiten von Feinden eingekreist.“

In dem Buch steht zwar einiges drin, doch manches ist in dieser mir vorliegenden gekürzten Ausgabe nicht enthalten, weshalb für ein Verständnis der Geschichte es nötig ist, auf Paul Revere einzugehen. Ich nutze Wikipedia, weil ich bislang in Buchhandelfachgeschäften kein Buch zur amerikanischen Geschichte fand und dies mit amerikanischer Literatur noch nachholen werde. Zu Paul Revere heißt es:

„Mit seiner berühmtesten Druckvorlage, einer Darstellung des „Boston Massacre“ von 1770, reihte er sich in die Spitze der antibritischen Propagandisten ein. Er war Mitglied der Söhne der Freiheit und nahm an der Boston Tea Party (1773) teil. Bei Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges wurde Revere Nachrichten- kurier für die Bostoner Patrioten. Zusammen mit zwei anderen Reitern (William Dawes und Samuel Prescott) unternahm er am 18. April 1775 den berühmten Mitternachtsritt von Boston nach Lexington und Concord, um die Einwohner vor den herannahenden britischen Truppen zu warnen. Diese Episode wurde später von Henry Wadsworth Longfellow in dem berühmten Gedicht Paul Revere’s Ride verewigt.“

Um mit dem durch die Nacht reitenden und vor den britischen Truppen – die u.a. die Schusswaffen der Amerikaner konfiszieren wollten – warnenden Paul Revere im Hinterkopf genau verstehen zu können, durch wem es in diesem Krieg warum und wie zum ersten Schuss und Anfang der Gewalt kam, gibt der nächste Abschnitt Klarheit. Im Grund-Schwaben Englisch-Lehrbuch aus dem Jahre 1926 heißt es:

„Es war der 3. März 1770. Die Sonnenuntergangsmusik des britischen Regiments wurde wie gewöhnlich in der Stadt gehört. Und nun wurden alle Wachen entsendet. Eine von ihnen marschierte vor dem Zollhaus auf und ab, betrat einen kurzen Pfad durch dem Schnee, und sehnte sich nach der Zeit wenn sie zum warmen Kamin im Wachraum weggeschickt wird. Im Verlauf dieses Abends kam es zu zwei oder drei kränkenden Aufregungen, welche anzudeuten schienen, dass Ärger in der Luft liegt. Kleine Gruppen junger Männer standen an der Straßenkreuzung oder gingen einen engen Gehweg entlang. Soldatentruppen die von ihrer Pflicht abgelöst wurden, kamen an ihnen vorbei, schulter an schulter mit dem regulären Schritt den sie bei dem Drill gelernt haben. Wann auch immer diese Begegnungen stattfanden, sie schien für die jungen Männer eine Gelegenheit dafür zu sein, um die Soldaten mit so viel Unhöflichkeit wie nur möglich zu behandeln. „Haut ab, ihr englischen Soldaten!“ sagte jemand. „Drängt sie vom Gehweg!“ schrie ein weiterer. “Ein Rotrock hat in den Straßen Bostens keinerlei Recht!“

„Oh, ihr rebellischen Lausbuben!“ erwiderten deutlich schreiend wahrscheinlich die Soldaten zu den jungen Männern. „Des einen oder anderen Tages werden wir Euch den Weg durch den Straßen Bostens mit der Spitze unseres Bayonets zeigen!“. Einmal oder Zweimal brachen solche Wortwechsel einen Streit vom Zaun; welcher ohne viel Aufsehen zu erregen vonstatten ging. Gegen acht Uhr ertönte wegen eines unbekannten Grundes eine laute Alarmglocke. Glaubend es würde ein Feueralarm sein, rannten wegen dem Geräusch viele Menschen fluchtartig aus ihren Häusern. Aber waren da keine Flammen zu sehen, auch war irgendwo riechbarer Rauch in der klaren und frostigen Luft; sodass die meisten Stadtmenschen wieder zu ihren Kaminen zurückgingen und über die Katastrophen der Zeit redend sich mit ihren Frauen und Kindern zusammensetzten.

Andere die Jünger und weniger Vorsichtig waren blieben auf den Straßen. Spät am Abend, gingen einige junge Männer nicht weit von neun Uhr entfernt, an Reihenhäusern vorbei. Sie gingen schreitend runter zum Zollhaus und an diesem auf und ab. In nicht weiter Entfernung von ihnen waren die Barracken und das Wachhaus, wo [britische] Kampfgefährten sich womöglich Geschichten über Schlachten und Blutver- gießen erzählten. Dem Zollhaus unten entgegen, wie ich schon sagte, ging eine Gruppe von wilden jungen Männern her. Als sie sich einer Wache näherten, hielt sie sich an ihrem Posten auf und nahm die Muskete von den Schultern, bereit das Bayonet an ihren Brüsten zu präsentieren. „Wer geht da her?“ schrie diese unwirsch, unabweisbare Töne als Aufforderung eines Soldaten.

Die jungen Männer waren Bostens Jungen, die sich danach fühlten das Recht zu haben auf ihren eigenen Straßen entlang zu gehen ohne sich einem britischen Rotrock erklären zu müssen, auch wenn dieser dachte sie in König Georges‘ Namen dazu aufzufordern. Sie machten der Wache gegenüber rüde Antworten. Es gab da ein Wortwechsel oder sogar einen Streit. Andere Soldaten hörten die Geräusche und rannten von den Barracken ihren Kampfgefährten zu assistieren, hastig herbei. Im selben Moment stürmten viele der Bewohner in die King Straße durch verschiedene Straßen und versammelten sich in einer Masse um das Zollhaus.

Sie schmießen Schneebälle und Eisstücke auf die Soldaten. Als der Tumult lauter wurde, erreichte er schließlich die Ohren von Captain Preston, den britischen Offizier an jenem Tage. Unverzüglich befahl er acht Soldaten der Hauptwache ihre Musketen mitzunehmen und ihm zu folgen. Sie marschierten über die Straße, machten sich in der Massen mit roher Gewalt den Weg frei, sie picksten die Menschen der Stadt mit ihren Bayoneten. Ein Gentleman griff nach dem Arm von Captain Preston. „Um Himmels willen, Sir!,“ rief er ihm zu, „bedenken sie was sie da tun, ansonsten wird es noch Blutvergießen geben.“

„Gehen Sie zur Seite!“ erwiderte Captain Preston hochmütig. „Mischen Sie sich nicht ein, sir. Lassen sie mich die Angelegenheit regeln.“ Am Wachposten der Wachen angekommen, stellte Captain Preston seine Männer in einem Halbkreis auf, mit ihren Gesichtern zu der Masse gerichtet und ihren Hintern zum Zollhaus zeigend. Als die Menschen den Offizier sahen und ihre bedrohliche Haltung beibehielten, mit denen sie die Soldaten konfrontierten, wurde ihre Wut nahezu unkontrollierbar. „Feuert schon, ihr englischen Soldaten!“ brüllten manche. „Ihr wagt es euch ja nicht zu schießen ihr erbärmlichen englischen Rotröcke!“ schreiten andere. „Stürzt euch auf sie!“ brüllten viele Stimmen. „Drückt die Gauner zu ihren Barracken! Nieder mit ihnen! Nieder mit ihnen! Lasst sie feuern, wenn sie es sich wagen!“.„Wagt euch nur zu Feuern, ihr Schurken!“ brüllten die Menschen mit heisernen Stimmen. Sie schienen bereit zu sein den auf sie gerichteten Bayonets entgegenzustürmen.

Captain Preston schwing sein Schwert und gab ein Kommando von sich, welches wegen dem hörbaren Aufruhr von hunderten Kehlen merklich nicht gehört werden konnte. Aber seine Soldaten meinten, dass er den fatalen Befehel „Feuer!“ gegeben habe. Der Blitz ihrer Musketen erleuchtete die Straßen. Eine Rauchwolke vernebelte die Sicht. Elf der Söhne von Neu England lagen gestreckt auf der Straße. Blut lief in den Schnee; und der purpure Fleck inmitten der King Straße, schmolz am nächsten Tag mit der Sonne weg. Es wurde von den Menschen niemals vergessen und vergeben.“ (Aus Hawthorne, Grandfather’s Chair, Diesterweg)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s