‘KRIEG ist ein schmutziges Geschäft’

Mein kommentierender Vorwort als Übersetzer von dem Taktrat War Is A Racket!

Nach über 80 Jahren liegt von diesem Antikriegsklassiker nun eine deutsche Übersetzung vor zu der ich die Genehmigung des Verlages Feral House erhalten habe. Es ist nur eine limitierte Sichtweise eines ehemaligen einflußreichen US-Soldaten, der viel von der Forschung des britischen Prof. Antony C. Sutton in den 1970er und 1980er Jahre dazu gelernt hätte haben können. Aber dennoch zeigt es auf, was Krieg eigentlich für normale Soldaten und ihren Familien bedeutet, den puren Horror. Wie es auch aufzeigt wer daran profitiert und wer wie was zu zahlen hat? Laut dem sich im Ruhestand befindenden Major General Butler wurde er im Jahr 1933 von einem Anleihenverkäufer als Reprensativen der Wall St. Group gefragt, ob er eine 500.000 große Streitkraft der Army anführen würde, um in den USA Präsident Roosevelt zu stürzen. Butler benannte es als einen faschistischen Putsch. Beschrieben wird das in “Introduction: How a military Hero blew the whistle on coporate Malfeasance” von Adam Parfrey. Und kann als Teil der Geschichtsschreibung auf Wikipedia unter Business Plot nachgelesen werden. Darauf folgt in der mir vorliegenden amerikanischen Buchausgabe des Verlages Feral House das in Public Domain befindliche Taktrat ‚War Is A Racket‘ von Smedley Darlington Butler, das er im Jahre 1935 als Buch veröffentlichte. Daraufhin folgt ebenfalls von ihm “Common Sense Neutrality” und “An Amendment for Peace”. Sowie eine grauenhafte Bildgalerie zum Ersten Weltkrieg: “The Horror of it: Camera Records of War’s gruesome glories”.

Sehen Sie hier von Truthstream Media ein amerikanischen Beitrag zu Butler:

Im Hinblick auf Butler und Sutton, ist für mich als Bürger der westfälischen Stadt Hagen  – in der ich lebe, weil meine Vorfahren zum Ende des Zweiten Weltkrieges von Ostpreußen und Schlesien als Kriegsflüchtlinge kamen und sich hier kennenlernten – es wichtig noch darauf hinzuweisen, dass die Accumulatoren Fabrik den Seekrieg überhaupt ermöglicht hat, indem sie die Batterien nicht nur für die deutschen Streitkräfte lieferte. Die AFA, gegründet im Jahre 1888 und geführt von Adolf Müller, war eine große industrielle Firma die sich erst in Österreich befand und mit der Zeit zum führenden Lieferant von Batterien für Deutschland und Österreich wurde.  Zwei Jahre später wurde die AFA zusammen mit Siemens AG und AEG Teil des Aktienbesitzes bei der Deutschen Bank. Und ein Jahr vor der Gründung der AFA, gründete Adolf Müller im Hagener Ortsteil Wehringhausen als Vorläufer der von Quandt in Hagen geführten AFA und nach Kriegsende als VARTA AG, die Accumulatoren-Fabrik Tudorschen Systems Büsche & Müller oHG. Als mir wichtiges Beispiel erwähne ich diese historischen Tatsachen, weil es eben auf der Webseite vom Historischen Centrum Hagen u.a. folgendes heißt: „Seit 1904 bis in die Gegenwart produziert und liefert der im Hagener Stadtteil Wehringhausen gelegene Fabrikbetrieb spezielle Batterieanlagen für U-Boote. Ohne diese Batterieanlagen war und ist der Einsatz derartiger Kriegsschiffe nicht möglich.“ Ebenso heißt es in der Westfalenpost in dem Artikel Mit Hagener Batterien in die U-Boot-Schlacht von Monika  Willer veröffentlicht am 18.02.2014: „Noch im Sommer 1913 hatte die AFA einen Freundschaftsvertrag mit der britischen Konkurrenz geschlossen, wonach sich beide Firmen den Weltmarkt untereinander aufteilten. „Die AFA stand vor dem Ersten Weltkrieg durch die neuartige Elektrotechnik für die Utopie einer besseren Welt“, so Blank.“ Es heißt noch abschließend auf Wikipedia zur Varta AG in der Nachkriegszeit: „Das Geschäft mit U-Boot-Batterien ist von den Umsätzen sehr gewinnbringend und wird – als einer der wenigen ursprünglichen Fertigungsbereiche – von Hawker im Stammwerk Hagen fortgeführt.“ Dem sei noch hinzugefügt dass Günther Quandt als AFA-Inhaber vor den weiteren zwölf dunklen Jahren des zweiten dreißig-jährigen Krieges (1914-1945) über den Fonds Nationale Treuhand, der von Hjalmar Schacht und Rudolf Heß verwaltet über die Delbrück Schickler Bank lief, 25.000 Reichsmark an Hitlers Wahlkrampf spendete, wie es auch andere großzügige US-Industrielle getan haben.

Sehen Sie hier von Recentr bzw. Alexander Benesch eingedeutscht Antony Sutton:

So fand Prof. Antony C. Sutton noch folgende Wahlspender von Februar bis März 1933. Amerikanische Industrielle und Bankiers: Edsel B. Ford, C. E. Mitchell, Walter Teagle und Paul Warburg mit der zugehörigen Firma IG Farben USA, von denen 400.000 Reichsmark über den Fonds Nationale Treuhand die Nazis erreichten. Namens- bzw. Nennenswert sind auch Gerald Swobe, Owen D. Young, C.H. Minor und E. Arthur Baldwin mit der dazugehörigen Firma International General Electrics (25% AEG), worüber an Hitler 60.000 RM gespendet wurden. Über den Fonds Nationale Treuhand spendeten noch Emil Kirdorf 600.000 RM, Reichsverband der Automobilindustrie 100.000 RM, u.a. OSRAM GmbH 40.000 RM, Telefunken 35.000 RM, Karl Herrmann 300.000 RM, A. Steinke (Direktor der BYUAG) 200.000 RM, Karl Lange (Maschinenindustrie) 50.000 RM und F. Springorum (Hoesch AG) 36.000 RM. Ohne von Sutton über den Fonds Nationale Treuhand angeben liefen im März 1933 von DEMAG 50.000 RM und erneut von Edsel B. Ford mit der dazugehörigen amerikanischen Firma Ford Motor Co. und als deutsche Quelle genannten Carl Bosch (IG Farben & Ford Motor AG) unbekannt hohe Gelder an Hitler, wie es auch ebenso unbekannt ist, in welcher Höhe im Jahr 1923 dem für seinen antisemitismus bekannten Henry Ford mit der dazugehörigen FORD MOTOR COMPANY an Hitler floßen. Was aber noch von Prof. Antony Sutton herausgefunden wurde sind folgende Übermittlungen von Spenden an Hitler. 1931 spendete der amerikanische Bankier E. R. Harriman mit der dazugehörigen UNION BANKING CORP., mit Fritz Thyssen als deutscher Quelle angegeben 250.000 RM an Adolf Hitler mit dem dafür genutzten Geldkanal der Bank voor en Scheepvaart N.V., einer Tochterfirma der August-Thyssen-Bank.  Und über Heinrich Himmler SS bzw. den Keppler-Kreis als Übermittlungskanal der Gelder sind für die Jahre von 1932-1944 noch u.a. die amerikanischen Firmen Standart Oil, New Jersey und ITT mit ungenannten Geldbeträgen als Spender angegeben. Nun aber zu Major General Smedley Butler!

Zwar behalte ich die Übersetzung von dem Wort Racket als schmutziges Geschäft oder Gaunerei bei, aber trifft „unlauteres Geschäft“ mehr den Nagel auf den Kopf. Immanuel Kant verlaubarte zwar, dass Krieg darin schlimm ist, dass er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt. Aber wie Sie das hier nun lesen können, gibt es auch eine kleine Gruppe von Menschen, für die Kriegszeiten einfach gesagt profitabler sind als Friedenszeiten. Ich betone hier daher, dass der Erste Weltkrieg der Krieg war, um alle Kriege zu beenden. Aber wurden selbst noch nach dem Zweiten Weltkrieg diverse Kriege auf dem Globus geführt. u.a. von Amerika, wie auch Russland ausgehend, letztere durch westliche Technologietransfers es konnten.

KAPITEL1 – KRIEG IST EIN SCHMUTZIGES GESCHÄFT von Smedley Butler

KRIEG ist ein schmutziges Geschäft. Das war es immerschon.

Es ist möglicherweise das älteste, bei weitem das profitabelste, gewiss das bösartigste. Es ist das einzige, welches international ausgerichtet ist. Es ist das einzige bei dem die Profite in US-Dollar und die Verluste in Menschenleben berechnet werden. Ein schmutziges Geschäft, ist, glaube ich am besten als etwas beschrieben was es für die Mehrheit der Menschen nicht zu sein scheint. Nur eine kleine „innere“ Gruppe weiß worum es dabei sich handelt. Auf den Kosten sehr Vieler wird es durchgeführt für den Nutzen sehr Weniger. Aus dem Krieg machen ein paar Leute riesige Vermögen.

Im Ersten Weltkrieg fuhr nur eine Handvoll die Profite des Konflikts ein. Mindestens 21.000 neue Millionäre und Milliardäre wurden in den Vereinigten Staaten während dieses Weltkrieges gemacht. Diese Wenigen gestanden ihre riesigen „Blut Gewinne“ in der Einkommensteuererklärung ein. Wie viele andere Kriegsprofiteure diese aber fälschten, das weiß niemand.

Wie viele dieser Kriegsmillionäre schulterten jedoch ein Gewehr? Wie viele von ihnen gruben einen Graben? Wie viele von ihnen wussten, was es bedeutet in einem von Ratten verseuchten Schützengraben oder Bunker zu hungern? Wie viele von ihnen verbrachten schlaflos beängstigende Nächte, gingen vor Granaten und Granatsplitter, sowie Maschinengewehrkugeln in Deckung? Wie viele von ihnen parierten ein Bajonett gegenüber dem Feind? Wie viele von ihnen wurden verwundet oder in der Schlacht getötet?

Durch Krieg erwerben Nationen zusätzliches Gebiet, sofern sie siegreich sind. Sie nehmen es sich einfach. Dieses neu erworbene Territorium wird unverzüglich durch die Wenigen ausgenutzt – die selben Wenigen, die aus dem Blut des Krieges ihre US-Dollar gewrungen haben. Die breite Öffentlichkeit bekommt dabei die Rechnung auf ihren Schultern auferlegt.

Und was ist dies für eine Rechnung?

Diese Rechnung stellt eine schreckliche Berechnung dar. Neu platzierte Grabsteine. Verstümmelte Körper. Zerschlagene Psychen. Gebrochene Herzen und Zu Hausen. Wirtschaftliche Instabilität. Depression und all das damit verbundene Elend. Rückgratbrechende Besteuerung für Generation und Generation. Für sehr viele Jahre hegte ich als Soldat den Verdacht, dass Krieg ein schmutziges Geschäft sein könnte; doch erst als ich ins Zivilleben zurücktrat, realisierte ich das vollkommene Ausmaß. Da ich jetzt sehe, wie die internationalen Kriegswolken aufkommen, wie sie es heute tun, muss ich dem trotzend begegnen und darüber sprechen.

Wieder entscheiden sie sich für Seiten. Frankreich und Russland trafen sich und vereinbarten Seite an Seite zu stehen. Italien und Österreich beeilten sich eine ähnliche Vereinbarung zu treffen. Polen und Deutschland machten sich schöne Augen, vergaßen für einen Moment ihren Streit über den polnischen Korridor. Die Ermordung von König Alexander von Jugoslawien komplizierte die Angelegenheit. Jugoslawien und Ungarn waren lange erbitterte Feinde, gingen sich fast an die Gurgel. Italien war bereit einzuspringen. Jedoch wartete Frankreich noch ab. Wie auch die Tschechoslowakei. Alle von ihnen sind weiter auf der Suche nach Krieg. Nicht diejenigen Menschen, die kämpfen, bezahlen und sterben, sondern nur diejenigen, die Kriege schürren und sicher von Zu Hause aus profitieren.

Es gibt 40 Millionen Menschen, die in der heutigen Welt unter Waffen stehen, und unsere Staatsmänner und Diplomaten haben die Frechheit zu behaupten, dass der Krieg nicht vorbereitet werden würde. Höllenglocken! Werden diese 40 Millionen Menschen ausgebildet um Tänzer zu werden?

Nicht in Italien, um sicher zu sein. Ministerpräsident Mussolini weiß wofür sie trainiert werden. Er ist zumindest Manns genug das so auszusprechen. Nur am anderen Tag, sagte Il Duce, der Führer, in „International Conciliation“, einer Publikation des Carnegie Endowment for International Peace:

„Und der Faschismus vorallem, desto mehr er die Zukunft und die Entwicklung der Menschheit ganz abgesehen von politischen Überlegungen des Augenblicks bedenkt und beobachtet, glaubt er weder an der Möglichkeit noch die Nützlichkeit des ewigen Friedens. … Krieg allein bringt alle menschliche Energie bis zur höchsten Spannung und drückt den Stempel des Adels den Menschen auf, die den Mut haben ihn zu treffen.“

Zweifelsohne meint Mussolini genau das was er sagt. Seine gut ausgebildete Armee, seine großen Flotte von Flugzeugen, und sogar seine Marine sind bereit für den Krieg. Sein jüngster Stand auf Seite der Ungarn in dessen Streit mit Jugoslawien zeigte das. Und die eilige Mobilisierung seiner Truppen an der österreichischen Grenze nach Ermordung von Dollfuß zeigte das ebenso. Es gibt auch andere deren Säbelrasseln in Europa früher oder später Krieg ankündigt. Herr Hitler ist mit seiner Wiederbewaffnung Deutschlands und seiner ständigen Forderungen nach mehr und mehr Waffen, eine gleiche, wenn nicht sogar größere Bedrohung für den Frieden. Frankreich erhöhte erst vor kurzem die Laufzeit des Militärdienstes für die Jugend von einem Jahr auf 18 Monate.

Ja, darüber hinaus kampieren Nationen in ihren Waffen. Die verrückten Hunde Europas sind los. Im Orient wird sich geschickter dahin bewegt. Als im Jahr 1904 zurückblickend Russland und Japan gegeneinander kämpften, schmissen wir unsere alten Freunde, die Russen, raus, und stärkten Japan den Rücken. Dann finanzierten unsere sehr großzügigen internationalen Bankiers Japan. Jetzt geht der Trend dazu über uns gegen die Japaner zu vergiften. Was bedeutet die „offenen Tür“ Politik mit China für uns? Unser Handel mit China ist etwa 90 Millionen Dollar pro Jahr. Oder den Philippinen? Wir gaben auf den Philippinen in 35 Jahre etwa 600 Millionen US$ aus, und wir (unsere Bankiers als auch Industrielle und Spekulanten) verfügen über private Investitionen dort von weniger als 200 Millionen US$.

Um dann diesen China-Handel von etwa 90 Millionen US$ zu schützen, oder, um diese private Investitionen von weniger als 200 Millionen US$ auf den Philippinen zu schützen, würden wir alle aufgebracht werden, um Japan zu hassen und in den Krieg zu ziehen – einen Krieg, der uns wohlmöglich zig Milliarden US$ und Hunderttausende amerikanischer Leben kostet, sowie Hunderttausende Krüppel und psychisch belastete Männer, hinterlässt.

Natürlich gäbe es für diesen Verlust ein Ausgleichsgewinn – Vermögen würden gemacht werden. Millionen und Milliarden von US$ würden aufgestapelt werden. Durch Wenige. Munitionshersteller. Banker. Schiffsbauer. Fabrikanten. Fleischwarenhersteller. Spekulanten. Sie würden gut ausgehen. Ja, sie sind immer bereit für einen neuen Krieg. Warum auch nicht? Es zahlen sich doch hohe Dividenden aus.

Aber was nützt es den Männern, die getötet werden? Was nützt es ihren Müttern und Schwestern, ihren Frauen und ihren Liebsten? Was nützt es ihren Kindern? Was nützt es ihnen, außer den Wenigen für die der Krieg riesige Vermögen bedeutet? Ja, und was nützt es der Nation?

Nehmen Sie unser eigenes Fallbeispiel. Bis 1898 haben wir kein bisschen Gebiet außerhalb des Festlandes von Nordamerika besessen. Zu dieser Zeit waren unsere Staatsschulden ein wenig mehr als 1 Milliarde US$. Dann wurden wir international gesinnt. Wir haben die Ratschläge des Vaters unseres Landes vergessen oder beiseite geschoben. Wir haben George Washingtons‘ Warnung über verwickelnde Bündnisse vergessen. Wir zogen in den Krieg. Wir erwarben außerhalb Gebiet. Am Ende des Zeitraumes des Ersten Weltkrieges, als direkte Folge unserer Frickelei in internationale Angelegenheiten, sprangen unsere Staatsschulden auf über 25 Milliarden US$ an. Unsere Gesamthandelsbilanz während der 25 Jahren waren etwa 24 Milliarden US$. Folglich hingen wir, auf einer reinen Grundlage der Buchhaltung, Jahr für Jahr ein wenig hinterher, und der Außenhandel wäre ohne den Kriegen wahrscheinlich unser.

Es wäre für den durchschnittlichen Amerikaner der die Rechnungen bezahlt, viel billiger (nicht zu sagen sicherer) gewesen, sich aus ausländische Verstrickungen herauszuhalten. Für nur sehr Wenige brachte dieses schmutzige Geschäft, wie Schwarzhandel und andere Gaunereien des Untergrunds, ihnen phantastische Vermögen ein. Die Kosten dieser Abläufe werden jedoch immer auf die Menschen übertragen, die daran nicht profitieren.

KAPITEL 2 – WER MACHT DIE PROFITE? von Smedley Butler

Der Erste Weltkrieg bzw. vielmehr unsere kurze Beteiligungen daran kostete den Vereinigten Staaten etwa 52 Milliarden US$. Das bedeutet 400 US$ für jeden Amerikaner: Mann, Frau und Kind. Und wir haben die Schulden noch nicht bezahlt. Wir zahlen sie, unsere Kinder werden sie zahlen, und die Kinder unserer Kinder werden vermutlich die Kriegskosten noch weiter zahlen. Die normalen Vermögen eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten sind sechs, acht, zehn, manchmal auch zwölf Prozent. Aber Kriegsprofite – ah! das ist eine andere Sache – zwanzig, sechzig, hundert, dreihundert, und sogar achtzehnhundert Prozent – der Himmel setzt die Grenze. All das was der Handelsverkehr tragen wird. Uncle Sam hat das Geld. Lasst es uns holen. Natürlich wird es nicht so undurchdacht formuliert in Kriegszeiten. Es wird in Reden gekleidet über Patriotismus, Vaterlandsliebe, und „wir müssen uns alle ins Zeug legen“, aber die Profite springen und springen und schnellen in die Höhe – und werden sicher eingesackt.

Nehmen Sie nur ein paar Beispiele: Nehmen Sie unsere Freunde, die du Ponts, die Pulver-Leute – nicht einer von ihnen hat kürzlich vor einem Senatsausschuss ausgesagt, dass ihr Pulver den Krieg gewonnen habe? Oder irgendwas? Wie ging es ihnen während dem Krieg? Sie waren ein patriotischer Betrieb. Nun, der Durchschnittsverdienst der du Ponts für den Zeitraum von 1910 bis 1914 war 6 Millionen US$ pro Jahr. Es war nicht viel, aber den du Ponts gelang es damit zurechtzukommen. Lassen Sie uns jetzt ihr durchschnittliches jährliches Vermögen während der Kriegsjahre von 1914 bis 1918 ansehen. 58 Millionen US$ pro Jahr finden wir da! Fast zehnmal soviel als aus normalen Zeiten, und das Vermögen aus normalen Zeiten war gut. Ein Anstieg der Einnahmen von mehr als 950 Prozent.

Nehmen Sie nun eines unserer kleinen Stahlunternehmen, welches um Kriegsmaterial herzustellen, so patriotisch beiseite stand in der Herstellung von Schienen und Trägern, sowie Brücken. Nun, ihre Einnahmen von 1910 bis 914 waren jährlich 6 Millionen US$. Dann kam der Krieg. Und, so wie loyale Bürger wandte Bethlehem Steel sich umgehend der Munitionsherstellung zu. Sprangen ihre Einnahmen in die Höhe – oder ließen sie Uncle Sam ein Schnäppchen machen? Nun, ihre durchschnittlichen Einnahmen von 1914 bis 1918 waren 49 Millionen US$ im Jahr! Oder lassen Sie uns United States Steel nehmen. Die normalen Einnahmen während der fünf Jahre vor dem Krieg waren im Jahr 105 Millionen US$. Gar nicht so schlecht. Dann kam der Krieg und die Einnahmen stiegen an. Das durchschnittliche Jahresvermögen für den Zeitraum von 1914 bis 1918 waren 240 Millionen US$. Ebenfalls gar nicht so schlecht. Da haben Sie einige Stahl- / Pulver-Vermögen.

Schauen wir uns etwas anderes an. Ein wenig Kupfer, vielleicht. Dem geht es immer gut in Kriegszeiten. Anaconda, zum Beispiel. 10 Millionen US$ durchschnittliche jährliche Einnahmen in den Vorkriegsjahren von 1910 bis 1914 waren es. Pro Jahr sprangen diese Einnahmen während der Kriegsjahre von 1914 bis 1918 auf 34 Millionen US$. Oder Utah Copper. Durchschnittlich 5 Millionen US$ pro Jahr im Zeitraum von 1910 bis 1914. Die durchschnittlichen jährlichen Einnahmen sprangen auf $ 21 Millionen US$ in der Kriegszeit. Lassen Sie uns diese fünf mit drei kleineren Unternehmen gruppieren. Der Gesamtjahresdurchschnitt der Einnahmen der Vorkriegszeit von 1910 bis 1914 waren 137.480.000 US$. Dann kam der Krieg. Das durchschnittliche jährliche Vermögen dieser Gruppe stieg sprunghaft auf 408.300.000 US$ an. Ein kleiner Anstieg der Einnahmen von rund 200 Prozent. Zahlte sich der Krieg aus? Und ob, es zahlte sich für sie aus. Aber sie sind nicht die einzigen. Es gibt noch andere. Lassen Sie uns Leder nehmen.

Für den Zeitraum innerhalb von drei Jahren vor dem Krieg beliefen sich die gesamten Einnahmen der Central Leather Company auf 3.500.000 US$. Das waren pro Jahr rund $ 1.167.000 US$. Nun, im Jahre 1916 erzielte Central Leather ein Vermögen von 15 Millionen US$, ein kleines Plus von 1.100 Prozent. Das ist alles. Die General Chemical Company erreichte für die drei Jahre vor dem Krieg pro Jahr durchschnittliche Einnahmen von etwas mehr als 800 Tausend US$. Dann kam der Krieg und die Gewinne sprangen auf 12 Millionen US$. Ein Anstieg auf 1.400 Prozent. Bei International Nickel Company – und Sie können keinen Krieg ohne Nickel haben – zeigte sich in deren Vermögen von bloßen durchschnittlichen 4 Millionen US$ pro Jahr, eine Zunahme auf lährlichen 73 Millionen US$. Nicht schlecht was? Ein Anstieg von mehr als 1.700 Prozent. Das American Sugar Refining Unternehmen machte durchschnittlich 2 Millionen US$ pro Jahr in den drei Jahren vor dem Krieg. Im Jahr 1916 wurde ein Vermögen von 6 Millionen US$ verzeichnet.

Hören Sie was das Senate Document No. 259 zu sagen hat. Der 65te Kongress berichtet über Unternehmensgewinne und Staatseinnahmen. Unter Berücksichtigung der Gewinne während des Krieges von 122 Fleischwarenhersteller, 153 Baumwollhersteller, 299 Konfektionären, 49 Stahlwerke und 340 Kohleproduzenten. Vermögen unter 25 Prozent waren außergewöhnlich. Zum Beispiel machten während des Krieges die Kohleunternehmen zwischen 100 Prozent und 7856 Prozent auf ihr Stammkapital. The Chicago Packer verdoppelte und verdreifachte seine Einnahmen.

Und vergessen wir nicht die Banker, die diesen großen Krieg finanzierten. Wenn irgendwer die Creme der Vermögen hatte, waren es die Banker. Als Partnerschaften anstatt eingegliederter Unternehmen brauchen sie sich nicht bei den Aktionären zu melden. Und ihre Vermögen waren so geheim wie sie immens waren. Wie die Bankiers ihre Millionen und Milliarden machten, weiß ich nicht, weil diese kleinen Geheimnisse nie öffentlich werden – auch nicht vor einem Senatsuntersuchungsgremium.

Aber hier ist, wie einige der anderen patriotischen Unternehmer und Spekulanten sich ihren Weg in die Kriegsprofite gemeißelt haben. Nehmen Sie die Schuhe-Leute. Sie mögen den Krieg. Es bringt Geschäfte mit abnormalen Einnahmen. Sie machten riesige Vermögen aus Verkäufen ins Ausland mit unseren Verbündeten. Vielleicht wie die Munitionshersteller und Waffenfabrikanten, welche ebenfalls an den Feind verkauft haben. Ein Dollar ist ein Dollar, ob er aus Deutschland oder aus Frankreich kommt. Denn ihnen ging es durch Uncle Sam gut. Zum Beispiel verkauften sie Uncle Sam 35 Millionen Paar von genagelten Dienstschuhen. Es gab 4 Millionen Soldaten. Acht Paar und mehr für einen Soldaten. Mein Regiment hatte während des Krieges nur ein Paar Schuhe pro Soldat. Einige dieser Schuhe existieren wahrscheinlich immer noch. Es waren gute Schuhe. Als der Krieg dann aber vorbei war, hatte Uncle Sam 25 Millionen Paar übrig. Gekauft – und bezahlt. Gewinne verzeichnet und eingesteckt. Es blieb noch viel Leder übrig. So verkauften die Leder-Leute Uncle Sam Hunderttausende von McClellan Satteln für die Kavallerie. Aber gab es keine amerikanische Kavallerie in Übersee! Jemand musste dieses Leder, wie auch immer, loswerden. Jemand musste daraus ein Vermögen machen – undso hatten wir eine Menge von McClellan Satteln. Und wir haben die vermutlich noch.

Ebenso hatte jemand eine Menge Moskitonetze. Sie verkauften Uncle Sam 20 Millionen Moskitonetze für den Einsatz der Soldaten im Ausland. Ich nehme an die Jungs sollten schätzen es über sich legen zu müssen, als sie in den schlammigen Gräben zu schlafen versuchten – mit einer Hand auf dem Rücken sich wegen juckender Läuse kratzten und mit der andere nach huschenden Ratten schlugen. Na ja, nicht eines dieser Moskitonetze ist überhaupt nach Frankreich gekommen! Jedenfalls wollten diese fürsorglichen Hersteller, sichergehen, dass kein Soldat ohne sein Moskitonetz sein würde, also wurden 40 Millionen zusätzliche Yards von Moskitonetzen an Uncle Sam verkauft. Es waren ziemlich gute Profite durch Moskitonetze in diesen Kriegstagen, auch wenn es keine Mücken in Frankreich gab. Ich nehme an, wenn der Krieg nur ein wenig länger angedauert hätte, würden die Moskitonetze-Hersteller noch Uncle Sam ein paar Ladungen von Mücken verkauft haben, um sie nach Frankreich einzuschleusen, sodass mehr Moskitonetze bestellt worden wären.

Flugzeug- und Triebwerkshersteller fühlten auch sie einfach, dass sie ihre Vermögen aus diesem Krieg holen sollten? Warum nicht? Alle anderen bekamen ja auch ihres. Also 1 Milliarde US$ – zählen Sie wenn Sie lange genug leben – wurden von Uncle Sam dafür ausgegeben, Flugzeuge und Flugzeugmotoren herzustellen, die nie den Boden verlassen haben! Nicht eines der Flugzeuge oder einer der Motoren mit einem Bestellwert von Milliarden von US$, gelang jemals in eine Schlacht in Frankreich. Genau dasselbe, die Hersteller machten ihren kleinen Profit von 30, 100 oder vielleicht 300 Prozent. Unterhemden für Soldaten kosten 14 Cents in der Herstellung und Uncle Sam zahlte ihnen 30 bis 40 Cents für jedes einzelne – ein nettes kleines Vermögen für die Unterhemdenhersteller. Und der Strümpfehersteller, sowie der Uniformenhersteller, als auch der Mützenhersteller und Stahlhelmhersteller – alle bekamen ihres. Warum, als der Krieg vorbei war, einige der 4 Millionen Sätze der Ausrüstung – Rucksäcke und all jenen Dingen mit denen man sie füllt – Lagerhallen überfüllen? Jetzt werden sie verschrottet, weil die Regulierung den Inhalt verändert hat. Aber die Hersteller kassierten ihre Kriegsprofite – und sie werden es beim nächsten Mal alle immer wieder tun.

Es gab viele brillante Ideen, um während dem Krieg Einnahmen zu generieren. Ein sehr gewandter Patriot verkaufte Uncle Sam zwölf dutzend 48-inch Schraubenschlüssel. Oh, sie waren sehr gute Schraubenschlüssel. Das einzige Problem war, dass nur eine Mutter jemals hergestellt wurde, die für diese Schraubenschlüssel groß genug war. Nun, nachdem Uncle Sam sie gekauft hatte und der Hersteller die Einnahmen einsteckte, wurden im Bemühen eine Verwendung für sie zu finden, die Schlüssel auf Güterwaggons geladen und durch die ganzen Vereinigten Staaten herumgeschoben. Als der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, war es in der Tat ein trauriger Schlag für den Schraubenschlüsselhersteller. Er war gerade dabei einige Nüsse zu knacken, indem er die Schraubenschlüssel anpasste. Dann plante er diese zu verkaufen, auch an Uncle Sam.

Noch jemand anderes hatte die glänzende Idee, dass Colonels weder Autos fahren noch reiten sollten. Man hat wohl auf einem Bild Andy Jackson reitend auf einer Kutsche gesehen. Nun, rund 6 Tausend Kutschen wurden Uncle Sam für die Nutzung der Colonels verkauft! Jedoch wurde nicht eine von ihnen verwendet. Aber der Kutschenhersteller bekam sein Kriegsvermögen ab. Die Schiffsbauer fühlten, dass sie auch für einen Teil davon mit ins Geschäft einsteigen sollten. Sie bauten viele Schiffe, die viel Vermögen einbrachten. Im Wert von mehr als 3 Milliarden US$. Einige der Schiffe waren in Ordnung. Aber im Wert von 635 Millionen US$ von ihnen waren aus Holz und wollten nicht schwimmen! Die Nähte öffneten sich – und sie sanken. Wir zahlten für sie dennoch. Und jemand steckte für sich die Gewinne ein.

Es wurde von Statistikern und Wirtschaftswissenschaftlern, sowie Forschern geschätzt, dass der Krieg Uncle Sam 52 Milliarden US$ koste. Aufgewendet wurden von dieser Summe 39 Milliarden US$ in der eigentlichen Kriegszeit. Diese Ausgaben ergaben 16 Milliarden US$ Vermögen. Das ist wie es die 21.000 Milliardäre und Millionäre auf diesem Wege bekamen. Diese 16 Milliarden US$ Vermögen sind nicht zu verachten. Es ist ein durchaus hübsches Sümmchen. Und sie gelang zu sehr Wenigen.

Die Senate-(Nye)-committee-Untersuchung der Rüstungsindustrie und ihrer Kriegsvermögen, hat trotz seiner sensationellen Enthüllungen, kaum an der Oberfläche gekratzt. Trotzdem hat es eine gewisse Wirkung gehabt. Das Außenministerium studierte „für einige Zeit“ die Methoden, um sich aus einem Krieg fernzuhalten. Das Kriegsministerium entschied plötzlich, dass es einen wunderbaren Plan hat. Die Verwaltung benennt einen Ausschuss – mit den Kriegs- und Marineabteilungen unter dem Vorsitz von einem Wall Street Spekulanten geeignet vertreten wird –, um Profite in Kriegszeiten zu begrenzen. Inwieweit wird nicht vorgeschlagen. Hmmm. Möglicherweise würden die Profite der 300 und 600 und 1.600 Prozent von denen, die im Weltkrieg das Blut in Gold verwandelten bis zu einer gewissen kleineren Zahl begrenzt werden. Offenbar benennt aber der Plan keine Begrenzung der Verluste – das heißt, die Verluste derer, die im Krieg kämpfen. Soweit ich dazu in der Lage bin das festzustellen, gibt es nichts in dem Plan, um damit einen Soldaten darin zu begrenzen eines seiner Augen oder einen seiner Arme zu verlieren oder ihn bei seinen Verwundungen darin zu begrenzen nur eine, zwei oder drei zu erleiden. Oder den Verlust von Menschenleben zu begrenzen.

Es gibt offenbar nichts in diesem Plan, das sagt, dass nicht mehr als 12 Prozent eines Regimentes in der Schlacht verwundet werden sollte, oder dass nicht mehr als 7 Prozent eines Regimentes getötet werden sollte. Selbstverständlich kann der Ausschuss nicht mit solchen Kleinigkeiten belästigt werden.

KAPITEL 3 – WER BEZAHLT DIE RECHNUNGEN? von Smedley Butler

WER stellt die Gewinne zur Verfügung, diese netten kleinen Profite von 20, 100, 300, 1.500 und 1.800 Prozent? Wir alle zahlen sie über der Besteuerung. Wir zahlten den Bankern ihre Gewinne, als wir bei ihnen für 100 US$ Liberty Bonds kauften. Und verkauften sie wieder an die Banker zurück für zwischen 84 US$ oder 86 US$. Diese Banker sammelten zzgl. 100 US$. Es war eine simple Manipulation. Die Banker kontrollieren die Märkte bzw. Handelszentren. Es war für sie leicht den Preis dieser Anleihen zu senken. Dann simulierten dieselben Banker einen Boom und die Staatsanleihen gingen für einen Nennwert und darüber hinaus weg. Dann fuhren die Banker ihre Gewinne ein. Allerdings bezahlt der Soldat den größten Teil dieser Rechnung.

Wenn Sie dies nicht glauben, dann besuchen Sie amerikanische Friedhöfe auf den Schlachtfeldern im Ausland. Oder besuchen Sie eines der Krankenhäuser für Veteranen in den Vereinigten Staaten. Inmitten als ich das hier schreibe, besuchte ich auf einer Reise durch das Land achtzehn staatliche Krankenhäuser für Veteranen. In diesen sind insgesamt etwa 50.000 zerstörte Männer – Männer, die die beste Auswahl der Nation vor achtzehn Jahren mal waren. Der sehr fähige Chefarzt in dem staatlichen Krankenhaus in Milwaukee, wo 3.800 der lebenden Toten sind, sagte mir, dass die Sterblichkeit unter den Veteranen dreimal größer ist, als bei denen, die zu Hause blieben.

Jungs mit einer normalen Standpunkt wurden aus den Feldern und Büros, sowie Fabriken als auch Klassenzimmer genommen und in die Reihen aufgestellt. Dort wurden sie umgeformt; sie wurden überarbeitet; sie wurden dazu gebrachten eine „Kehrtwende um 180° zu machen“; Um Mord als das Gebot der Stunde zu betrachten. Sie wurden Schulter an Schulter gestellt und durch der Massenpsychologie wurden sie vollkommen verändert. Wir nutzten sie für ein paar Jahre und bildeten sie überhaupt gar nicht darin aus ans töten oder getötet werden zu denken. Dann entließen wir sie plötzlich und sagten ihnen daraus eine erneute „Kehrtwende“ zu machen! Dieses Mal hatten sie ihre eigene „Neuanpassung“ zu bewerkstelligen, ohne Massenpsychologie, Hilfe und Beratung der Offiziere und ohne staatlicher Propaganda. Wir brauchten sie nicht mehr. Also zerstreuten wir sie etwa ohne „Drei-Minuten-Reden“ oder „Freiheitsanleihe-Paraden“. Viel zu viele dieser feinen Jungs sind schließlich Mental zerstört, weil sie alleine keine abschließende „Kehrtwende“ schafften.

Im staatlichen Krankenhaus in Marion, Indiana, sind 1.800 dieser Jungs eingesperrt! Fünfhundert von ihnen in einer Baracke mit Stahlstäben und Stacheldrähten rund herum um die Gebäude und auf den Veranden. Sie wurden bereits psychisch zerstört. Diese Jungs sehen nicht einmal wie Menschen aus. Oh, die Blicke in ihren Gesichtern! Körperlich sind sie in guter Form; geistig sind sie fort. Es gibt Tausende und Abertausende von diesen Fällen und mit der Zeit kommen immer mehr dazu. Das plötzliche sie von ihrer Aufregung für die enorme Begeisterung des Krieges abzutrennen, konnten diese jungen Jungs nicht verkraften. Das ist ein Teil der Rechnung. So viel zu den Toten – sie haben ihren Teil der Kriegsprofite bezahlt. So viel zu den psychisch und körperlich verletzten – sie zahlen jetzt ihren Anteil der Kriegsprofite. Aber die anderen bezahlten auch. Sie bezahlen mit Liebeskummer, wenn sie sich vom Kamin und ihren Familien rissen, um die Uniform von Uncle Sam anzuziehen aus der ein Profit geschlagen wurde.

Sie zahlten einen anderen Teil in den Trainingslagern wo sie reglementiert und gedrillt wurden, während andere ihre Arbeitsplätze und ihren Platz im Leben ihrer Gemeinden einnahmen. Sie bezahlten dafür in den Schützengräben, wo sie schossen oder erschossen wurden; wo sie jeweils Tagelang hungrig waren; wo sie im Schlamm und bei Kälte und Regen schliefen – mit dem stöhnen und den schreien der Sterbenden als ein grauenvolles Wiegenlied. Aber nicht vergessen – Der Soldat bezahlt ebenfalls einen Teil der Rechnung aus Dollars und Cents.

Bis zu und einschließlich während des Spanisch-Amerikanischen Krieges hatten wir ein Preis-System. Soldaten und Matrosen kämpften für Geld. Während des Bürgerkrieges wurde ihnen in vielen Fällen Boni gezahlt, bevor sie in den Dienst eintraten. Die Regierung oder Staaten, zahlten ihnen für eine Einberufung so viel wie 1.200 $US. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg vergaben sie Preisgeld. Wenn wir alle Schiffe kapperten, bekamen die Soldaten alle ihren Anteil – zumindest gingen sie davon aus. Dann wurde festgestellt, dass wir die Kriegskosten senken können, indem das ganze Preisgeld genommen und behalten wurde, jedoch wurde trotzdem der Soldat Wehrdienstpflichtig. Dann konnten Soldaten nicht für ihre Arbeit verhandeln. Alle anderen konnten verhandeln, aber der Soldat konnte es nicht mehr.

Napoleon sagte einmal: „Alle Menschen sind von Auszeichnungen entzückt… Sie hungern geradezu danach.“ Also, durch die Entwicklung des Napoleonischen Systems – das Medaillen Geschäft – erfuhr die Regierung, dass sie Soldaten für weniger Geld bekommen konnte, weil die Jungs es mögen ausgezeichnet zu werden. Bis zum Bürgerkrieg gab es keine Medaillen. Dann wurde die Congressional Medal of Honor ausgegeben. Es erleichterte die Einberufung. Nach dem Bürgerkrieg wurden keine neuen Medaillen bis zum Spanisch-Amerikanischen Krieg ausgegeben.

Im Ersten Weltkrieg nutzten wir Propaganda, damit wir die Jungs die Wehrpflicht akzeptieren lassen konnten. Sie wurde betrieben, damit sie sich schämen, wenn sie nicht in die Armee eintreten. So bösartig war diese Kriegspropaganda, dass man auch Gott mit da rein brachte. Mit wenigen Ausnahmen traten unsere Geistlichen dem Geschrei bei, “um zu töten, töten, töten. Um die Deutschen zu töten. Gott ist auf unserer Seite. . . Es ist sein Wille, dass die Deutschen getötet werden.” Und in Deutschland, da riefen die guten Pastoren die Deutschen dazu auf “die Verbündeten zu töten. . . um den gleichen Gott damit zu erfreuen.” Das war ein Teil allgemeiner Propaganda, darauf aufgebaut Menschen Kriegsbewusst und Mordbewusst zu machen. Schöne Ideale wurden für unsere Jungs gemalt, die zum sterben ausgesandt wurden. Dies war der „Krieg, um alle Kriege zu beenden.“ Dies war der „Krieg, um die Welt sicher für die Demokratie zu machen.“

Niemand erwähnte ihnen gegenüber, als sie davon marschierten, dass ihr fortgehen und ihr sterben riesige Kriegsprofite bedeuten würde. Niemand erzählten diesen amerikanischen Soldaten, dass sie möglicherweise durch Kugeln niedergeschossen werden, die von ihren eigenen Brüdern hier hergestellt worden waren. Niemand sagte ihnen, dass die Schiffe auf denen sie im Begriff waren das Meer zu überqueren von U-Booten mit US-Patenten gebaut, vielleicht torpediert werden. Ihnen wurde lediglich bloß gesagt, dass es sich um ein „ruhmreiches Abenteuer“ handele. Mit solcherart gestopften Patriotismus in ihren Kehlen, wurde auch beschlossen ihnen dabei behilflich zu sein, dass sie den Krieg bezahlen. Also gaben wir ihnen einen großen Sold von 30 US$ pro Monat. Alles was sie für diese freigebige Summe tun mussten, war, ihre Liebsten hinter sich zu lassen, ihre Arbeit aufzugeben, in schlammigen Gräben zu liegen, Konserven Willy (wenn sie ihn bekommen konnten) zu essen und zu töten und zu töten und zu töten. . . und getötet zu werden.

Aber warten Sie! Die Hälfte des Lohn (nur ein wenig mehr als ein Nieter in einer Werft oder Hilfsarbeiter in einer Munitionsfabrik an einem Tag sicher nach Hause brachte) wurde prompt von ihm (dem Soldat) genommen um seine Angehörigen zu unterstützen, sodass er seiner Gemeinschaft nicht aufgetragen werden würde. Wir brachten ihn dazu das zu bezahlen, was sich mit den Kosten der Unfallversicherung auf 6 §US pro Tag belief, etwas was der Arbeitgeber bezahlt. Es blieben ihm dann bloß weniger als 9 US$ übrig. Dann wurde er als Krönung aller Frechheit nahezu totgeschlagen, indem er dazu gebracht wurde Libtery Bonds für 100 US$ zu kaufen, um für seine eigene Munition, Kleidung, und Essen zu zahlen. Und dann verkauften wir die Liberty Bonds für zwischen 84 US$ und 86 US$ zurück, als sie wieder aus dem Krieg heimkehrten und keinerlei Arbeit fanden. Und im Wert von 2 Milliarden US$ kauften die Soldaten diese Anleihen!

Ja, der Soldat zahlt den größten Teil der Rechnung. Seine Familie bezahlt sie aber auch. Sie bezahlen mit dem gleichen Herzbruch, wie er er tut. Wenn er leidet, leiden sie. Nachts, wenn er in den Schützengräben lag und beobachtete wie Granatsplitter über ihn zerbarsten, lagen sie zu Hause in ihren Betten und welsten sich dort schlaflos umher – sein Vater, seine Mutter, seine Frau, seine Schwestern, seine Brüder, seine Söhne und seine Töchter. Als er mit einem Auge weniger oder einem Bein weniger oder mit seinem gebrochenen Geist nach Hause zurückkehrte, litten sie ebenfalls – so viel wie er und manchmal sogar mehr als er. Ja, und auch sie trugen mit ihren Dollars zu den Profiten bei, welche die Munitionshersteller und Banker, sowie Schiffsbauer und die Fabrikanten, als auch die Spekulanten gemacht haben. Sie kauften ebenso Liberty Bonds und trugen während dem Hokuspokus der manipulierten Liberty Bonds Preise nach dem Waffenstillstand ihren Teil zu deren Profiten bei. Und die Familien der Verwundeten und der psychisch zerbrochenen und derjenigen die sich selbst nie wieder in Ordnung bringen konnten, selbst sie bezahlen so damit noch weiterhin.

KAPITEL 4 – WIE MAN DIESE GAUNEREI ZERSCHMETTERT! von Smedley Butler

NUN, dieses schmutzige Geschäft ist eine Gaunerei, okay.

Ein paar Profitieren daran – und die meisten zahlen. Aber es gibt eine Möglichkeit es zu stoppen. Sie können es nicht durch Abrüstungskonferenzen beenden. Sie können es nicht durch weitere Friedenseinsätze in Genf beseitigen. Wohlmeinende, aber unpraktische Gruppen können es nicht mit Resolutionen ausradieren. Es kann nur effektiv zerschmettert werden, indem die Profite aus Krieg genommen werden.

Die einzige Möglichkeit diese Gaunerei zu zerschmettern, ist, bevor die Männer der Nation zwangseingezogen werden können, das Kapital und die Industrie, sowie die Arbeitkraft zwangszuverpflichten. Einen Monat bevor die Regierung die jungen Männer der Nation zwangseinziehen kann, muss das Kapital, die Industrie und die Arbeitskraft zwangsverplfichtet worden sein. Lasst die Beamten und die Direktoren, sowie die hoch-mächtigen Geschäftsführer unserer Rüstungsbetriebe und unserer Stahlfirmen, und unserer Munitionshersteller und unserer Schiffsbauer und unserer Flugzeugbauer und der Fabrikaten aller anderen Dinge aus denen in Kriegen Profite geschlagen werden, genauso zwangseingezogen sein, damit sie wie auch ebenso die Banker und Spekulanten mit 30 US$ pro Monat, dasselbe Gehalt erhalten das die Jungs in den Schützengräben bekommen.

Lasst die Arbeiter in diesen Betrieben denselben Lohn erhalten – alle Arbeiter, alle Präsidenten, alle Führungskräfte, alle Direktoren, alle Manager, alle Banker – ja, und alle Generäle und alle Admiräle und alle Offiziere und alle Politiker und alle Inhaber von Regierungsbüros – damit jeder in der Nation auf ein nicht überschreitbares monatliches Gesamteinkommen von 30 US$ beschränkt ist, das an die Soldaten in den Schützengräben gezahlt wird!

Lasst alle diese Könige und Magnaten und Geschäftsmeister und all diese Arbeiter in der Industrie und auch alle Senatoren und Gouverneure und Bürgermeister die Hälfte ihres monatlichen 30 US$ Gehaltseinkommens an ihre Familien heran geführt werden lassen und sie eine Kriegsrisikoversicherung zahlen, sowie Liberty Bonds kaufen. Warum sollten sie es nicht auch?

Sie gehen keines einer der belieben Risiken ein, getötet zu werden oder dass ihre Körper verstümmelt werden, wie ebenso wenig, dass ihre Psychen zerbrochen werden. Sie schlafen nicht in schlammigen Gräben. Sie hungern nicht. Die Soldaten aber schon!

Geben Sie dem Kapital und der Industrie und den Arbeitskräften dreißig Tage darüber Bedenkzeit und es wird sich für Sie herausstellen, dass es keinen Krieg geben wird. Das wird diese Kriegsgaunerei zerschmettern – das und nichts anderes.

Vielleicht bin ich ein wenig zu optimistisch. Kapital hat immer noch etwas zu sagen. Also wird das Kapital nicht verhindern, dass aus dem Krieg Profite geschlagen werden, bis die Leute – jene die das Leid ertragen und immer noch den Preis zahlen – sich entscheiden, dass diejenigen die sie ins Amt wählen ihre Wünsche erfüllen sollen, und nicht die der Profiteure.

Ein weiterer notwendiger Schritt in diesem Kampf diese Kriegsgaunerei zu zerschmettern, ist, die begrenzte Volksabstimmung, um festzustellen, ob ein Krieg erklärt werden soll. Eine Volksabstimmung nicht aller Wähler, sondern nur von denen die zu Kämpfen und zu Sterben aufgefordert werden würden. Es wäre nicht sehr sinnvoll einen 76-jährigen Präsidenten einer Munitionsfabrik oder den plattfüßigen Kopf einer internationalen Bankenfirma oder den schielenden Manager eines Uniformherstellungbetriebes – alle die in ihren Visionen enorme Profite im Falle eines Krieges sehen – darüber Abstimmen zu lassen, ob die Nation in den Krieg zieht oder nicht. Sie würden niemals dazu auffordern, Waffen zu schultern – in einem Graben zu schlafen und erschossen zu werden. Nur diejenigen, die dazu aufgefordert wären ihr Leben für ihr Land zu riskieren, sollten das Privileg der Abstimmung besitzen, um zu bestimmen, ob die Nation in den Krieg zieht oder nicht.

Es gibt genügend Präzedenzfälle für die Beschränkung der Stimmrechte von jenen die davon betroffen sind. Viele unserer Staaten haben Einschränkungen für jene die davon betroffen sind wählen zu können. In den meisten ist es notwendig lesen und schreiben zu können bevor sie vielleicht was wählen. In manchen muss man eigenen Besitz haben. Es wäre eine einfache Sache jedes Jahr für die im wehrfähigen Alter gekommenen Männer sich in ihren Gemeinden zu registrieren, wie sie es während dem Ersten Weltkrieg getan haben und körperlich untersucht werden.

Jene die bestehen können und die folglich dazu aufgerufen wären im Falle eines Krieges Waffen zu tragen, würden berechtigt sein an einer begrenzten Volksabstimmung teilzuhaben. Sie sollten diejenigen sein die darüber die Macht zu entscheiden haben – und nicht jene Mitglieder im Kongress, von denen wenige schon an der Altersgrenze angekommen sind und wovon, um Waffen zu tragen, noch weniger sich in einer guten körperlichen Verfassung befinden. Nur jene die leiden müssen sollten das Recht zu wählen haben.

Ein dritter Schritt in dieser Angelegenheit der Zerschmetterung der Kriegsgaunerei, ist, sicherzustellen, dass unsere Streitkräfte wirklich nur für die Landesverteidigung da sind.

Bei jeder Sitzung des Kongresses kommt die Frage nach weiteren Fördermittel für die Marine auf. Die Drehstuhl Admirale aus Washington (und es gibt immer eine Menge von ihnen) sind sehr geschickte Lobbyisten. Und sie sind schlau.

Sie schreien nicht, dass „wir eine Menge Schlachtschiffe brauchen, um gegen diese oder jene Nation Krieg zu führen.“ Ach nein. Zunächst lassen sie es bekannt werden, dass Amerika durch eine große Seemacht bedroht wird. Fast jeden Tag werden diese Admiräle Ihnen sagen, dass die große Flotte eines vermeintlichen Feindes plötzlich zu schlage und 125 Millionen unserer Leute vernichte. Einfach so. Dann fangen sie an nach einer größeren Marine zu schreien. Wofür? Um den Feind zu bekämpfen? Oh mein Gott, nein. Ach nein. Nur für Verteidigungszwecke.

Dann verkünden sie nebenbei bemerkt Manöver im Pazifik. Für die Verteidigung. Uh, huh.

Der Pazifik ist ein großes großes Meer. Wir haben eine enorme Küste am Pazifik. Werden die Manöver 200 oder 300 Meilen vor der Küste abgehalten? Ach nein. Abgehalten werden die Manöver 2000, ja, vielleicht sogar 3500 Meilen vor der Küste.

Die Japaner werden als ein stolzes Volk natürlich über ihre Ausdruckskraft hinaus darüber erfreut sein, die Flotten der Vereinigten Staaten so nah an ihren Küsten kreuzen zu sehen. Genau so erfreut, wie es die Bewohner Kaliforniens wären, wenn sie eine japanische Flotte im Morgennebel erkennen, die vor Los Angeles ihre Kriegspiele spielt.

Die Schiffe unserer Marine sollten durch das Gesetz darin besonders beschränkt werden sich innerhalb von 200 Meilen abseits unserer Küste aufzuhalten. Wäre es Gesetz im Jahre 1898 gewesen, würde die Marine niemals nach Havana Harbor aufgebrochen sein. Sie würde nie in die Luft gejagt worden sein.

Es würde mit den damit verbundenen Verlusten an Menschenleben keinen Krieg mit Spanien gegeben haben. 200 Meilen sind zu Verteidigungswecken nach Meinungen von Experten ausreichend. Unsere Nation kann einen Angriffskrieg nicht beginnen, wenn dessen Schiffe nicht weiter als 200 Meilen von der Küste sich entfernen können. Flugzeugen mag es vielleicht für Aufklärungszwecke erlaubt sein sich 500 Meilen vor der Küste zu bewegen. Und die Armee sollte nie die territorialen Grenzen unserer Nation verlassen.

Zusammenfassend: Drei Schritte müssen unternommen werden, um die Kriegsgaunerei zu zerschmettern. 1. Wir müssen den Profit aus dem Krieg nehmen. 2. Wir müssen der Jugend des Landes die Waffen tragen würde, es erlauben darüber abstimmen zu dürfen ob es Krieg geben sollte oder nicht. 3. Wir müssen unsere Streitkräfte nur auf Landesverteidigungszwecken begrenzen.

KAPITEL 5 – ZUR HÖLLE MIT KRIEG! von Smedley Butler

ICH BIN kein Narr daran zu glauben, dass Krieg ein Ding der Vergangenheit sei. Ich weiß, die Leute wollen keinen Krieg, aber es hat keinen Nutzen, zu behaupten, wir können in einen anderen Krieg nicht gedrängt werden.

Woodrow Wilson wurde rückblickend im Jahre 1916 erneut zum Präsidenten gewählt, auf einer Plattform mit die er „uns aus dem Krieg hielt“ und dem stillschweigenden Versprechen, dass er „uns aus dem Krieg hält.“ Doch fünf Monate später fragte er den Kongress Deutschland den Krieg zu erklären.

In diesem Fünf-Monatigen-Zeitabstand wurde das Volk nicht gefragt ob es seine Meinung geändert habe. Die 4 Millionen jungen Männer, die ihre Uniformen anzogen und davon marschierten oder segelten wurden nicht gefragt, ob sie entweder fortgehen wollten noch ob sie leiden und sterben wollten. Was war dann die Ursache unserer Regierung so plötzlich die Meinung geändert zu haben? Geld.

Eine Alliierten Kommission kam kurz vor der Kriegserklärung rüber und zählte auf den Präsidenten. Der Präsident stellte eine Gruppe von Beratern bereit. Der Leiter der Kommission sprach. Das ist was er von seiner diplomatischen Sprache enthüllt, den Präsidenten und seiner Gruppe sagte:

„Es nützt nichts uns selbst noch weiter zu verarschen. Die Sache der Alliierten ist verloren. Wir schulden euch (den amerikanischen Bankern, amerikanischen Munitionsherstellern, amerikanischen Fabrikanten, amerikanischen Spekulanten, amerikanischen Spekulanten) nun fünf oder sechs Milliarden US-Dollar. Wenn wir verlieren (und ohne der Hilfe der Vereinigten Staaten müssen wir verlieren), können wir, England, Frankreich und Italien dieses Geld nicht zurückzahlen…und Deutschland wird es nicht wollen. Also…“

Würde Geheimhaltung verboten worden sein, so weit wie Kriegsverhandlungen davon betroffen waren, und wäre die Presse eingeladen worden, um bei dieser Konferenz präsent zu sein oder würde das Radio verfügbar gewesen sein, um die Vorgehen zu übertragen, würde Amerika niemals im Weltkrieg beigetreten. Aber diese Konferenz wurde wie alle Kriegsdiskussionen in größter Geheimhaltung verschleiert.

Wenn unsere Jungs in den Krieg geschickt wurden, wurde ihnen gesagt, es wäre ein „Krieg um die Welt sicher für die Demokratie zu machen“ und ein „Krieg, um alle Kriege zu beenden.“

Nun, 18 Jahre später hat die Welt weniger von einer Demokratie, als sie es da noch hatte.

Außerdem, was geht es uns an, ob entweder Russland oder Deutschland oder England oder Frankreich oder Italien oder Österreich in Demokratien oder Monarchien leben? Ob sie entweder Faschisten oder Kommunisten sind? Unser Problem ist es unsere eigene Demokratie zu bewahren.

Und wenn überhaupt wurde nur sehr wenig erreicht was uns versichern könnte, dass der Weltkrieg wirklich der Krieg war, der alle Kriege beendet.

Ja, wir haben Abrüstungskonferenzen und Rüstungsbegrenzungskonferenzen gehabt. Sie bedeuten jedoch allerdings nichts. Eine ist gerade eben gescheitert; das Resultat einer anderen wurde für null und nicht erklärt. Wir senden unsere Berufssoldaten und unsere Matrosen und unsere Politiker und unsere Diplomaten zu diesen Konferenzen. Und was passiert?

Die Berufssoldaten und Matrosen wollen nicht abrüsten. Kein Admiral will ohne ein Schiff sein. Kein General will ohne einen Befehl sein. Beides bedeutet Männer ohne Arbeit. Sie sind nicht für die Abrüstung. Sie können nicht für Grenzen der Bewaffnung sein. Und bei all diesen Konferenzen lauern zwar im Hintergrund, aber allmächtig, genau diegleichen finsteren Agenten jener Personen, die durch Krieg profitieren. Sie sorgen dafür, dass diese Konferenzen nicht abrüsten oder ernsthaft die Rüstung begrenzen.

Das Hauptziel jeder Macht auf jeder dieser Konferenzen war nicht abzurüsten um einen Krieg zu verhindern, sondern zu erreichen, dass sie für sich mehr aufrüsten und jeder potenzielle Feind weniger aufrüsten könnte.

Es gibt nur einen Weg, um mit jeden Anschein der Umsetzbarkeit abzurüsten. Das ist für alle Nationen zusammen zu kommen und jedes Schiff, jede Waffe, jedes Gewehr, jeden Panzer, jedes Kriegsflugzeug zu verschrotten. Selbst wenn es möglich wäre, würde das nicht ausreichen.

Der nächste Krieg wird nach Meinung von Experten weder mit Schlachtschiffen noch mit Artillerie oder weder mit Gewehren und noch mit Pistolen gekämpft werden. Er wird mit tödlichen Chemikalien und Gase gekämpft. Heimlich studiert und perfektioniert jede Nation neuere und entsetzlichere Mittel der Vernichtung seines Feindes.

Ja, Schiffe werden weiterhin gebaut, die Schiffsbauer müssen ihre Gewinne machen. Und Waffen werden neben Pulver und Gewehre immer noch hergestellt werden, die Munitionshersteller müssen ihre riesige Gewinne machen. Und die Soldaten müssen natürlich Uniformen tragen, die Hersteller dieser müssen auch ihre Kriegsprofite machen.

Aber Sieg oder Niederlage wird vom Geschick und Einfallsreichtum unserer Wissenschaftler bestimmt werden. Wenn wir sie an die Arbeit setzen, um Giftgas zu kreieren und immer mehr und mehr mechanischere und explosivere Instrumente der teuflischsten Zerstörung, werden sie keine Zeit für die konstruktive Arbeit zum Bau für mehr Wohlstand aller Völker haben. Indem wir sie auf diese nützliche Arbeit ansetzen, können wir alle mehr Geld aus dem Frieden machen, als aus dem Krieg – sogar die Munitionshersteller. Also sage ich: ZUR HÖLLE MIT KRIEG!

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