Wie Vorurteile gegen Heavy Metal wahre High Society Opferkulte überschatten

Kommentar, zuletzt aktualisiert am 27.07.2017.

Sehr geehrte Leserin und sehr geehrter Leser. Wir schreiben das Jahr 2017. Und leben im 21. Jahrhundert in dem die Wissenschaft stetig Fortschritte macht, namentlich im Bereich der Hirnforschung im Verbund mit Psychologie, Soziologie, sowie Geschichts- und Politikwissenschaft. Im letzten Jahr, habe ich diesen Artikel schon veröffentlicht, allerdings habe ich diesen in diesem Jahr überarbeitet. Dieser Artikel verweißt u.a. auf das Buch “Der Satan von Witten“ von Guido Grandt, wovon mir die originale Auflage von Mai 2007 vorliegt. Es geht in diesem Buch im allgemeinen um diverse Mordfälle, die wenn man genau hinschaut und sich die Sprache der Symbolik vor Augen hält, als Ritualmorde gedeutet werden sollten. Um die Wahrheit hinter der Wahrheit zu begreifen, wie Guido Grandt das darin schreibt. Es ist wie auch „Rotkäppchens Schweigen“ von Martha Schalleck ein abartiges Buch, aber kann man bei dem Thema Satanismus die Details nicht weglassen, so abschreckend Böse sie auch sind. Es geht mir darum Vorurteile abzubauen und über Gefahren aufzuklären.

Es ist mittlerweile somit über 16 Jahre her, dass die Bildzeitung durch dem abartigen Mordfall der sich in Witten am 06. Juli 2001 ereignete, im kollektiven Bewusstein der Bevölkerung den „Satansmord von Witten“ prägte. Auf der Internet-Ezyklopädie Wikipedia heißt es: „[Nachfolgende] Medienberichte führten dazu, dass Teile der Schwarzen Szene des Satanismus verdächtigt wurden.“ Und das ist nicht unbedingt neu, wenn man an die satanische Panik von vor einigen Jahrzehnten zurückdenkt, wobei die Empörung sicherlich auch ihre Berechtigung hatte. Und was sagte einst der mittlerweile „sog. ehemalige“ Satanist Nikolas Schreck in den 1980er Jahren in einer amerikanischen Talkschow? Und seinem Namen alle Ehre machte? Dass Heavy Metal Mist sei! Und Satanisten Wagner hören! Schreck ist mit der Tochter von Anton LaVey verheiratet, dem Gründer der Church of Satan, für der es Zeitverschwendung sei sich mit div. Anschuldigen auseinanderzusetzen. Ebenso sagte Schreck vor der Jahrtausendwende, dass es ihm darum ginge, die Bestie im Menschen frei zu lassen. Bevor er zum Buddhismus konvertierte, ging es ihm schlußendlich im „aufkommenden satanischen Jahrhundert“ darum, dass die kleine Elite zu der er sich zählte, aus dem Chaos eine neue sozialdarwinistische Ordnung über die Natur sich schaffen lasse. Er war ein bekannter Schwarzer Magier, der die magische Schule The Werewolf Order mit Zeena co-führte. Seine Band Radio Werewolf trug den Namen letzter widerständiger Nazis, die trotz der Kapitulation der Wehrmacht im Untergrund den Radiosender Radio Werwolf nach Kriegsende im besetzten Deutschland betrieben.

Ohne Mitglied gewesen zu sein, arbeitete Schreck eng in den späten 1980er Jahren mit Anton LaVey zusammen. Er war zudem Meister des Temple of Set und 2002 gründete er mit anderen Beteiligten in Berlin das Sethian Liberation Movement, das im Gegensatz zur Satanskirche keine kontrollierende Hierachie habe, die bei Abweichungen gegen Kultmitglieder vorginge, da es keine offizielle Mitgliedschaft gibt. Zeena Schreck, die in einer dysfunktionalen Familie aufwuchs, ist die spirituelle Anführerin des SLM und wie man dem Vice-Interview „Beelzebus Tochter“ es entnehmen kann, beschreibt sie ihren Vater und seinen modernen Satanismus so wie man einen Narzissten im Bilderbuch sich vorstellt. Veröffentlicht wurde im Jahr 1991 das Taktrat „In Pursuit of Satan: The Police and the Occult“ von Robert D. Hicks und begann eine Welle von Regierunsgberichten die satanische Panik zu widerlegen. Im Taktrat wurde vieles was Robert Hicks durch die Gespräche mit Zeena Schreck herausfand, die zu der Zeit im Kontakt mit Ermittlungsbehörden stand, verarbeitet.

Wie Nikolas und Zeena Schreck (die mit drei Jahren als erster Mensch in den USA satanisch getauft wurde) in dem Bob Larson Interview Showdown with Satanism es darlegten, trennten sie sich von der COS, weil ihr Vater ihrer Ansicht nach einfach nur atheistisch war. Sie traten deswegen dem TOS bei, weil der ägyptische Gott Seth jahrtausende Jahre alt sei und gar nichts mit der biblischen Darstellung des Teufels zu tun habe. Demnach ist das Christentum so wie der Islam und der Buddhismus, als eine Gott dienende Religion der Weg der rechten Hand. Und jene, wie die Schrecks, gehen den Mensch vergöttlichenden Weg der linken Hand. Sie sind beide lebenslange Satanisten, weil das immer deren Religion sei und mit Seth dementsprechend perfektioniert worden ist. Sie seien als Satanisten geboren und sind der Auffassung, dass jene die welche werden wollen und u.a. rituelle Tieropferungen betreiben, sowie Blut trinken den Satanismus der Bibel zelebrieren.

Der viel ältere Sethianismus, wo es das allem anschein nach demnach nicht gibt, ist laut Zeena eine äußerst elitäre Philosophie. Jesus sei nach Nikolas übrigens ein schwarzer Magier gewesen und Seth der Erste. Er trat insgesamt betrachtet noch in der TV-Sendung von Wally George auf, wo es ziemlich heiß her ging im Gegensatz zu den netten Runden bei Bob Larson. Und trat Nikolas bei Tom Metzger auf, wo er sehr arrogant wirkend mehr aus sich herauskam, ihm eine Mitgliedschaftskarte der sog. Werewolf Youth Party überreichte, mit Bezug auf die Werewolf Order davon sprach, dass es eine Geheimgesellschaft wie die Thule Gesellschaft sei, sowie sich um eines der größten Ereignisse der Weltgeschichte handelt. Gemeint war damit, dass sie für ihr Empire mehr Macht anstrebten als u.a. die zu liberalen Nazis sie umsetzen konnten. Alles im allen kann man sich dabei als Hinrakrobat nur am Kopf kratzen.

„Satanismus ist eine Religion für die Elite. Es ist eine Religion für Anführer. Hitler war ein meisterhafter schwarzer Magier. Sicherlich hat er eine Realität erschaffen. Ich sage ihnen, dass ich weder an gut und böse glaube, noch dass jemand darüber entscheiden kann was gut und böse ist. Es basiert alles auf historischen und kulturellen Werten.“ -Nikolas Schreck

Von Bob Larson wurde im Jahr 1988 Nikolas mit Zeena das erste mal interviewed, wobei Nikolas eher für die Werewolf Order sprach. Anstatt für die Satanskirche, die eine Idee anstatt einem Gebäude repräsentiert. Er machte deutlich, dass er Rock und Metal hasst. Und sprach da u.a. von einer Weltherrschaft, wobei laut der biblischen Überlieferung wie auch Anton LaVay in der Joe Pyne Radio Show es zugab, der Teufel als Gott der Herrscher auf der Erde sei. Und Gott im Himmel. Nikolas sprach jedenfalls davon, dass nicht jeder dieser Religion beitreten könne, der Satanist sein wolle. Im übrigen, glaubte er nicht an den Teufel, weil dieser wie Jesus aus der menschlichen Vorstellungskraft stammt und ein Märchen darstellt. Alles Illusion? Ohne Angst vor der Hölle würde jedenfalls die Kirche an Macht einbüßen, denke ich.

Neu ist jedenfalls, dass sich in der Berichterstattung mehr oder weniger etwas geändert hat. War also der Medienbericht „Ihr Kinderlein kommet…“ in den frühen 1990er Jahren neben anderen ziemlich oberflächlich und drosch auf die Musik und ihre Fans ein, die sich düsteren Themen widmet, wodurch künstliche Grenzen mit der Meinungsfreiheit durchbrochen einen Tabubruch darstellten, so berichtete ZDF-Neo ein Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende in der Sendung Wild Germany über den Satanismus differenzierter. Denn so wie es u.a. auch in der berühmten Tatort Fernsehenserie in der Episode „Der Abschaum“ dargelegt wird und in den Büchern von Guido Grandt in der weise ebenso Erwähnung findet, haben die allermeisten aufgedeckten und unaufgedeckten Ritualverbrechen, die nun von „lediglichen“ Grabschändungen einzelner Täter bis hin zum unorganisierten und organisierten Ritualmord reichen, eigentlich gar nichts mit dem sog. Jugendsatanismus zu tun, der sich u.a. mit Bezug auf das Paranormale, auf Seancen, Tarotkarten legen und Runen werfen beschränkt. Dennoch gilt es mir hier auch nicht zu verharmlosen, sondern vor den Gefahren so deutlich wir nur möglich zu warnen. Sechs Jahre vor dem bestialischen Mordfall in Witten hat schon im Jahr 1995 die Landesregierung Baden-Württenbergs nach einer großen Anfrage der CDU-Fraktion erklärt, dass eine Gefährdung der Gesellschaft durch Okkultismus und Satanismus besteht. Doch erst über ein Jahrzehnt danach trat ein Missbrauchbeauftragter der Regierung an die Öffentlichkeit und packte aus, wie das in dem Artikel „Es werden sogar Kinder vor der Kamera umgebracht“ nachzulesen ist. Wieso aber tappten Ermittlungsbehörden im Dunkeln? Brauchte es solangebis manch einer dank der Diplomarbeit zum Thema “Satanismus – Gefahr für die Innere Sicherheit?“ (Fachhochschule Villingen in Schwenningen) im Jahr 2001, also nicht mehr auf beiden Augen blind war?

„Für die meisten Menschen von uns besteht scheinbar kein Grund sich mit dem Thema des Satanismus auseinanderzusetzen. Dies erfolgt meist nur dann, wenn man selbst oder als Angehöriger, auf welche Weise auch immer, mit dem Satanismus konfrontiert wird. Plötzlich stellt man fest, dass man im Moment der Konfrontation mit dem Satanismus überfordert ist. Dies rührt i.d.R. daher, dass man zu wenig über Gefahren, Ursachen und Erscheinungsformen des Satanismus, weiß. Dem Normalbürger kann diesbezüglich kein Vorwurf gemacht werden. Wie verhält es sich aber bei den Ermittlungsbehörden, insbes. bei der Polizei? Ist es nicht ihre Aufgabe Gefahren für jeden Einzelnen von uns abzuwehren – einschließlich Gefahrenvorsorge – sowie die vorbeugende Bekämpfung von Straftaten zu betreiben ?“

Und Martha Schalleck schreibt in ihrem Buch „Rotkäppchens Schweigen“:

„Hinzu kommt: „Ritueller Missbrauch“, Satanismus und „Mind Control“ sind keine Straftaten und müssen deshalb in Urteilen gegen die Täter nicht einmal erwähnt sein. Es gibt keine systematische Erfassung entsprechender Straftaten. Zudem sind die ermittelnden Beamten mit den okkulten Symbolen und Anzeichen oft nicht vertraut.“

 

Der Nährboden der Vorurteile: Provokation und schlechte Recherche

In dem Vice-Artikel „Drei Jahrzehnte satanistischer Verbrechen im Überblick“ erwartet man als jemand, dem die Thematik durch Bücher oder Dokumentationen bekannt ist, anhand der Überschrift mehr als dieser an Inhalt vorweisen kann. Richtigerweise wird wegen den sog. berüchtigen Verbrechen der norwegischen Black Metal Szene geschrieben, dass das anzünden von Kirchen in der Presse und von der Öffentlichkeit fälschlicherweise als satanische Verbrechen verstanden wurde.

Nun. Und auch wenn ich u.a. von Varg Vikernes seinen extremen Ansichten über die drastische Bevölkerungsreduktion genausowenig was halte, wie von denen der globalen Elite, so ist es dennoch interessant, dass Varg sich auf seinem Youtube Kanal ThuleanPerspective dazu äußert. Verurteilt wurde der Black Metal Musiker Varg von Burzum wegen Mord am Black Metal Musiker Euronymous von der Metalband Mayhem, sowie u.a. wegen Kirchenbrandstiftungen. Vor Gericht sagten Zeugen aus bezüglich der Kirchenbrandstiftung zur Falsch- aussage gezwungen worden zu sein, aber das hatte demnach keine Wirkung auf das Urteil. Und nach Varg seiner Aussage und der von anderen Zeugen plante Euronymous damals Varg umzubringen. Varg hörte es sogar am Telefon mit, wie er das sagte. Meiner Einschätzung nach war er davor an Bedeutung zu verlieren und machte sich größer, als er es war. Als Varg in Begleitung wegen einem Label-Vertrag nach Euronymous mit dem Auto einen langen Weg fuhr, war er Nachts bei ihm in der Wohnung. Euronymous war überrascht, griff ihn an, bekam die Panik und eilte zur Küche, um ihn mit einem Messer umzubringen. Aber Varg brachte es fertig ihn daran zu hindern. Als Euronymous dann ins Schlafzimmer wollte, glaubte Varg, dass sich dort die Shotgun befand, mit der ein weiterer Musiker aus der Band Mayhem sich das Leben nahm.

Nach seiner Aussage, habe Varg in Notwehr mit einem kleinen Taschenmesser Euronymous getötet. Auch wenn die vielen Messerstiche übertrieben waren, können meiner Meinung nach die hochkochenden Emotionen schon so dazu geführt haben, wie er es behauptet. Im deutschen Recht spricht man bei der überschreitung der Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken von einer Notwehrüberschreitung, die hierzulande nicht bestraft wird. Erwähnenswerterweise erzählte in einem Video Varg u.a. noch davon, dass laut psychiatrischen Gutachten er kein Psychopath sei. Wie auch in weiteren (die in der Videoplayliste unten eingebunden sind), davon wie bezüglich einer von der Politik angeordneten Razzia wegen angeblichen Terrorverdacht, es glattgelogen war, dass er eine Email Adresse habe, über die der Kindermassenmörder Anders Breivik ihn sein Manifest sandte.

Heutzutage ist Varg mit seiner Frau ein sog. Prepper, schult seine Kinder beim Homeschooling sodass die staatlichen Prüfer staunen, braucht in Frankreich keine Steuern zahlen, lebt ziemlich unabhängig auf eigenem Grund und Boden, um diverse Krisen überleben zu können und ohne White Supremacist zu sein, verbreitet er im Internet auf der anderen Seite manche seiner dennoch fragwürdigen Ansichten. Der dunkle Parabelritter bezeichnet ihn als Demagogen, aber ob das zutrefflich ist wird sich zeigen. Fairerweise möchte ich zumindest das Bild vermitteln, dass ich ohne Vorurteile durchs zuhören mir im guten wie im schlechten gemacht habe. Wenn man sich ohne Sprachbarriere die Zeit nimmt und die norwegische Dokumentation „Satan Rides The Media“ anschaut, wird man jedenfalls nicht nur in Erfahrung bringen, dass Varg durch die oberflächlichen Medienberichte zu sowas wie einem „Popstar“ wurde. Sondern auch, dass der Bassspieler von Mayhem darin äußerte, dass sie um Menschen die Zeitungen lesen, zu schocken, sagten, dass seien Satanisten.

„Das ist was das Benzin ins Feuer goß, dass Black Metal Musiker Satanisten sind, weil das eigentlich keiner von ihnen ist.“

 

Doch zurück zum eigentlichen Anliegen bezüglich ritueller Gewalt bzw. einem Ritualmord. Ein weiterer Vorfall vor dem Mordfall von Witten, der die sog. „Schwarze Szene“ wegen ein paar Spinnern ebenso verunglimpfte, ereignete sich im Jahr 1993 bei dem Mordfall von Sondershausen, als der Schüler Sandro Beyer von den Mitgliedern der NSBM-Band Absurd in einer Hütte im Wald grausam ermordet wurde. In dem Buch „Lords of Chaos“ wurde Beyer im nachhinein sogar als Volksschädling bezeichnet. Und wie man es durch Bücher von Grandt nachlesen kann, ging es den sog. Musikern von Absurd, wie Grandt es zitierend schreibt, einfach ums töten. In Anbetracht auf Sondershausen ist jedenfalls beim Mordfall von Witten auffallend, dass „als 2001 Manuela und Daniel Ruda aus dem Ruhrgebiet den 33-jährigen Frank H. umbrachten, das in der Presse als „neuer Satansmord“ bezeichnet [worden ist]. Bei den Tätern wurde u.a. eine „Feindliste“ gefunden, die den Namen von Sandro Beyers Mutter enthielt.“ Ebenfalls heißt es auf Wikipedia im Bezug auf die Stellungsnahme des Richters Jürgen Schuppner, die er in der Dokumentation „Satansmord – Tod eines Schülers“ tätigte, dazu: „Es war in gewisser Hinsicht ein Satansmord..“.

Es heißt zwar weiter, dass es nicht das geringste was mit einem Ritual oder einer satanistischen Tat zu tun habe, ohne die Vorbereitungen bzw. Zeremonie, doch war es in Sondershausen bekannt, dass Sebastian als oberster Priester dieser Gruppe, wie er sich gegenüber einem Zeugen ausgab, mit ihnen das eigene Blut trank und Menschenopfer ins Weltbild passten, wie der Zeuge dies darüber hinaus am 1. Dezember 1992 an die Stadt schrieb. Ebenso war dem evangelischen Pfarrer Jürgen Hauskeller bekannt, dass sie sich während ihrem Blutritus bei einer Satanstaufe neue Namen gaben. In dem Buch „Schwarzbuch Satanismus – Innenanschau eines religiösen Wahnsystems“ von den investigativen Enthüllungsautoren Guido und Michael Grandt, sagte im darin zitierten Vernehmungsprotokoll Sebastian Schauseil folgendes:

„Ansonsten als Einflüsse wüßte ich nur anzugeben eventuell die Musik, das heißt, ich möchte Heavy-Metal, diese Musik, jetzt nicht in den Dreck ziehen oder so, aber es wird ja sehr viel von Gewalt und Mord gesungen. [Das] war irgendwie ein Nebenfakt. Videos würde ich ebenso nicht als Hauptfaktoren angeben. [Ich] habe vor einiger Zeit mal eine Stimme gehört, die hat nur zwei Worte gesagt. [Ich] war völlig allein im Raum und die Stimme war so als ob sie direkt neben mir war, und der Wortlaut war irgendwie Küster Meier, [ich] habe es nicht genau verstanden. Inzwischen bilde ich mir ein, hätte das auch heißen können, ‚töte Beyer‘.“

Geplant war irgendwen so wie in dem Film ‚1492‘ das Genick zu brechen. Hendrik Möbus war laut Schauseil dieser Idee verfallen. Der verhörende Beamte fragte: „Also stand von vornherein und auch bevor Beyer als Opfer feststand für Sie fest, irgendwann jemand umbringen zu müssen?“ Daraufhin äußerte sich Schauseil so:

„In gewisser weise schon. Das heißt, der Gedanke, jemanden umbringen zu wollen oder mehr oder weniger zu wissen, einfach das zu tun, dieser Gedanke steckt schon seit längerer Zeit in meinem Kopf. Einfach aus dem Muß heraus, aus diesem Muß, es zu tun, nicht um sich selbst zu bestätigen, sondern einfach, um sich selbst am Leben zu erhalten, ohne daß er jetzt mein Leben bedroht hätte.“

Nach dem erläuterten Tötungsplan und den tatsächlichen Tathergang, der an der Realität scheiterte, fragte der verhörende Beamte u.a.: „In welchem Zusammenhang steht die Tat vor dem Hintergrund des Satanismus?“, worauf Schauseil antwortet:

„Wir haben das nicht aus religiösen Gründen getan, also nicht, um ihn zu opfern. Wir haben ihn einfach so, ohne religiöse oder antireligiöse Hintergründe ermordet.“

Danach kam die Frage auf ob deren Glaube eine solche Handlung zuließe?

„Rein theoretisch schon – das heißt, der wahre Satanismus sieht zwar von Menschenopfern und Tieropfern ab, da das keinen Sinn erfüllt. Aber es war ja keine Opfertat, und da der Teufel der Widersacher des Menschen ist, ist die Tötung eines Menschen also durchaus kein verwerfliches Delikt in unserem Glauben.“

Und ich dachte immer der Teufel sei der Widersacher Gottes? Naja. Weiß man über die Hirnforschung jedenfalls davon, dass bei Menschen es eine Tötungshemmung gibt, die wegen dem Gewissen und damit wegen der Vernunft durch die unersätzliche Mutterkindbindung aufgebaut wird, sieht man an den Äußerungen also exemplarisch, dass auch wenn von einem Satanismus geredet wird, der keine Tötungen dulde, sich dann zwischen den Zeilen ja logischerweise eher der falsche Satanismus warmgehalten wird. Gemeint ist damit jener beider Okkultisten Aleister Crowley (dessen Beschäftigung mit Sexualmagie ihn in Kontakt mit dem O.T.O. brachte) und von Anton LaVey. In diesen modernen Varianten des Neosatanismus, schreibte z.B. schon Crowley in dem Buch „Magick in Theory and Practice“:

„Für die höchste spirituelle Arbeit muss man dementsprechend das Opfer wählen, das die größte und reinste Kraft in sich birgt. Ein männliches Kind von vollkommender Unschuld und hoher Intelligenz ist das befriedigenste und geeigneteste Opfer.“

Wer in meinen auf gut deutsch gesagt libertären Augen aus eigenem Antrieb ohne Notwehr einen anderen Menschen verletzt oder gar tötet, hat in der Regel ein nicht richtig funktionierendes Gehirn, in dem man, um es auf den Punkt zu bringen, mit den neusten Errungenschaften der modernen Wissenschaft durch Gehirnscanner keine Aktivitäten nachweißen kann, die auf eine Mitgefühlsfähigkeit hindeuten. Psychopathen und Narzissten, sollten daher aufgrund ihrer gefährlichen Persönlichkeitsstörungen auch vom Normalbürger erkannt werden können, da sonst es dazu kommt, dass wie Geschehen, solche kranken Köpfe einen Kultstatus erlangen, durch den es schwer ist an andere Menschen dran zu kommen, da jene glauben es ginge mit den Worten: „Tue was du willst, sei das ganze Gesetz“ nur einfach um Freiheit.

Richtigerweise müsste es heißen: „Tue was Du willst, solange Du niemand anderes dabei schadest.“ Es liegt wohl an der leichtgläubigkeit mancher Menschen, die auf der einen Seite meinen, dass Opferungen nichts mit Satanismus zu tun haben, aber auf der anderen Seite nicht gelernt haben ihre Mitmenschen akkurat einschätzen zu können.

Und somit das verharmlosende Gerede gewisser Sektierer oder sinnsuchender Verwirrter fast kritiklos übernehmen, ohne aber in der Literatur nachgelesen zu haben, ob das auch alles so stimmt oder nicht doch anders ist. Und verstehen Sie mich nicht falsch, wir werden ja quasi ins Christentum reingeboren, wer dagegen rebelliert, kann anhand der Gläubigen schnell was teuflisches unterstellt bekommen. So z.B. wenn aufgrund der normalen Entwicklung eines Kindes, diesem ein böser Willen in der sog. Eroberungsphase unterstellt wird und die Erwachsenen so religiös konditioniert sind, dass sie auch in den nächsten Jahren noch das Kind bis in die rebellische Jugendlichkeit hinein als Satansbraten beschimpfen, wenn’s aufmuckt.

Es gleicht damit einem negativen Vorurteil, wodurch durch die psychologischen Vorgänge man vielleicht dann anstatt das eine das andere wählt. Man muss ja nicht an den Teufel glauben, nur die provokation ist als ein symbolischer Akt der Abgrenzung vom Christentum zu verstehen. In meinen Augen ist das schon eine verständliche Reaktion, aber sollte man bedenken, dass der Teufel Teil biblischer Mythologie ist. Um an ihn glauben zu können, muss man zwangsweise die Bibel ebenso als glaubhaft anerkennen. Und wie ich dazu stehe steht sicherlich auf einem ganz anderen Blatt.

Erinnern kann ich mich jedenfalls noch gut daran in einer Agenda 21 Schule als angehender Metalfan von Mitschülern gefragt worden zu sein, ob ich an Gott glaube. Nun, dass diese Frage mir mehrfach gestellt wurde, wird an einem äußerlichen Auftreten liegen, zumal ich nach der Jahrtausendwende in dem eigentlichen „Reisegeschäft“ Alcantagram als Schmuck eine Kette mit Pentagram und eine weitere mit umgedrehten Kreuz erwarb, was ich beides daher in der Schule und im Konfirmationsunterricht trug. Die Frage konnte ich nicht richtig beantworten, weil ich zweifach häusliche Gewalt bisdahin überlebte und an den sog. lieben Gott so nicht mehr glaubte. Die Antwort war eigentlich nein, allerdings hat ja auch schon der deutsche Philosoph Immanuel Kant im Zeitalter der Aufklärung den Standpunkt vertreten, dass man die Existenz weder beweisen noch leugnen kann. Etwas zu glauben oder zu wissen ist ein großer Unterschied. Ich mag die Eingottreligionen aus diversen Gründen jedenfalls nicht, allen voran, weil dieser liebe Gott es zuließ, dass wie eine Religionslehrerin eines Tages eben halt ein paar Jahre zuvor in der vierten Klasse schockierenderweise uns das erzählte, Kinder abgeschlachtet wurden und deren Körperteile an irgendwelchen Kronleuchtern hingen. Religion ist grausam.

Und ja, sicherlich wird die Frage auch gestellt worden sein, weil neben dem provokanten T-Shirt das die Aufschrift „Antichrist“ trug, auch die schwarzen Bandshirts oft brutal waren. Mir ging es damals nur um die Musik, die für mich viel ausdrückte, was man nicht so einfach kurz und knapp erklären kann. Aber auch wenn ich auf die weitere Frage der Mitschüler, ob ich an den Teufel glaube, nein gesagt habe, war ich nach dem Satansmord von Witten wehementen Vorurteilen ausgesetzt. Es war egal was ich sagte. In den Pausen konnte man nichtmal in aller Ruhe als offensichtlicher Metalfan – dem eigentlich egal war was die anderen denken, zumal wenn man sich nicht ärgern lässt, diejenigen die ärgern wollen sich selber am meisten ärgern -, sich auf den Weg zum Schulkiosk begeben, ohne von in der Regel muslimischen Mitschülern als „Satan“ bezeichnet zu werden. Erst hat es nur etwas genervt, doch dann wurde mit der Zeit vor allem in der Schulklasse daraus mobbing, weil „Satan“ meinen bürgerlichen Namen fast verdrängte. Wenn ich Zuhause war, war ich dann oft noch wütend auf die Mobber, hörte Musik und beruhigte mich.

Am 2. Oktober 2012 drückte die schottische Frontsängerin der Rockband Garbage ihre Gefühle über die Musik Industrie aus. Mit Bezug auf die Vorurteile, durch die ich mobbing erlebte, wobei Shirley in ihrer Schulzeit auch Mobbingerfahrungen gemacht hat, bringen folgende Worte bezüglich einer eigenen Sprache die die Musik darstellt, das was ich wie viele andere fühlte mit folgenden Worten auf den Punkt:

„Die Musik Industrie ist so verdammt verrückt. Es geht nur darum Alben zu verkaufen und Geld zu machen. Der Punkt ist, als ich Jugendlich war, war Musik mein Leben. Sie sprach über Dinge für die ich nicht die Sprache hatte darüber zu reden.“

 

Hauptsächlich hat die Frage also mit der Musik zu tun gehabt, die mir im Gegensatz zum christlichen Glauben den Halt gab, weil ich dadurch lernte, dass man sich erst selbst liebend akzeptieren muss, bevor man überhaupt jemand anderes lieben kann. Und um daher auch noch einen sog. Satanologen zu Wort kommen zu lassen. Laut dem Buch „Schwarzbuch Satanismus“ der Gebrüder Grandt, trat der Satanologe Josef Dvorak im Februar 1994 in der TV-Sendung „Einspruch“ von Ulrich Meyer auf. Ähnlich wie der ehemalige Satanist Nikolas Schreck der wie Zeena Schreck wohl den „guten Teufel“ in der Gestalt des ägyptischen Gottes Seth fand und das mit dem Buddhismus vermengte, äußerte Dvorak bei „Einspruch“ dass,

„der ‚echte Satanismus‘, die ‚Church of Satan‘ von LaVey, jede Rockmusik, Heavy-Metal, Black-Metal, Death-Metal, ablehne mit der Begründung: Das macht aus Teenagern unbewußte Zombies. Satanismus ist ein Gegner von Black-Metal und Heavy-Metal“, bekräftigt Dvorak nochmals.“ 

Und heißt es im Buch „Heavy Metal – Die Bands. Die Fans. Die Gegner.“ von Bettina Roccor im 5. Kapitel „„Faschistoid, satanisch, brutal“ – Das vernichtende Urteil“, sowie als auchunter der Überschrift „Was man lange genug herbeiredet …“:

„Gäbe es die vielen Heavy Metal Zeitschriften, Fanzines und Spezialsendungen nicht, so wäre man auf die Informationen angewiesen, die in den bürgerlichen Massenmedien veröffentlicht werden. Das käme glatter Desinformation gleich. Dabei finden die wirklichen Schwarzen Messen vor allem in elitären Kreisen statt, die nur eine handverlesene kleine Gruppe sensationslüsterner Erwachsener zulassen. Diesen Satanismus, finden die meisten Metalfans pervers und krank. Besonders das Opfern von Tieren bei Schwarzen Messen wird zutiefst verabscheut.“ 

Wegen den Vorurteilen, die durch NSBM auf die Kultur des Heavy Metal einen braunen Schleier wirft, heißt es darüber hinaus im zur Fachtagung des Verfassungsschutzes Brandenburg bezüglich einer sog. Kultur des Hasses:

„Wenngleich, wie gezeigt, die breite Heavy Metal-Szene nationalsozialistisch codierte Symbolik ablehnt, bleibt der unreflektierte Umgang mit faschistischer Ästhetik in Teilen des Black Metal nicht ungefährlich. Black Metal zählt in der Gegenwart zu den kommerziell stärksten und künstlerisch einflussreichsten Subgenres des Heavy Metal. Black Metal verfügt damit über eine breite Strahlkraft, die gerade jüngere Heavy Metal-Fans mit drastischen Bildern und Texten erreicht. Eine derartige Popularisierung des „Fascho-Chics“ in Teilen der Szene – egal wie unreflektiert und undifferenziert seine Verwendung sein mag – kann gerade bei den jüngeren Hörern zu einer Verharmlosung der historisch stark vorbelasteten Symbole und in der Folge einer unkritischen Verwendung als profaniertes Stilelement führen. Hier gilt es Aufklär- ungsarbeit zu leisten; dies ist dabei jedoch weniger die Aufgabe des Verfassungsschutzes, sondern vor allem der Szene selbst.“ 

Und heißt es darin hier erwähnt zur Metalkultur in islamischen Ländern:

Für junge Menschen in islamischen Ländern ist Heavy Metal Ausdruck und Ventil eines Lebensgefühls, das durch Repression und Perspektivenlosigkeit geprägt ist. Der Frust richtet sich vor allem gegen die korrupten politischen Systeme, die Kultur zensieren und den jungen Menschen kaum Freiraum zubilligen. Der Begründer der Heavy Metal-Szene in Marokko, Reda Zine, fasst dies in einem Satz zusammen: „Wir spielen Heavy Metal, weil unser Leben Heavy Metal ist.“ Die Szene wächst rasch. Das Potenzial, das in solchen Musik-Szenen steckt, beunruhigt die betroffenen Regierungen in nicht geringem Maße. Drastische Gegenreaktionen sind die Folge. In Ägypten wurden beispielsweise 1997 fast 100 Metal-Fans nach einem Konzert verhaftet. Sie wurden beschuldigt, den Teufel zu verehren, den Islam zu untergraben und Tieropfer mit Katzen durchzu- führen. Sie seien Satanisten, die für einen internationalen Kult der Teufelsbeschwörung rekrutieren würden.“

Und Des Weiteren heißt es auf der Internet-Enzyklopädie Wikipedia folgendes, was mir im Psychologieunterricht einer Abendschule vor zehn Jahren die Augen weit öffnete bezüglich dem Thema Konditionierung und Vorurteile:

„Vorurteile sind oft negative oder ablehnende Einstellungen gegenüber einem Menschen, einer Menschengruppe, einer Stadt oder Gemeinde, einer Nation oder generell einem Sachverhalt. Vorurteilsbildung wird als „Übergeneralisierung“ interpretiert, bei der unzulässigerweise von einzelnen Eigenschaften eines Individuums auf Eigenschaften aller Individuen einer Gruppe geschlossen wird. Vorurteile besitzen einen emotionalen Gehalt und treten als deutliche, stereotype Überzeugungen auf. Sie implizieren oft negative Gefühle und Handlungstendenzen und können zu Intoleranz und Diskriminierung führen. Vorurteile werden auf Grund eines wahrgenommenen Gruppendrucks akzeptiert, so werden sie auch leichter übernommen. Die Menschen, die das Ziel von Vorurteilen sind, erleiden zahlreiche Nachteile, besonders wenn sie zu einer Minderheit gehören. Zusätzlich zu den schon genannten Folgen wie Feindseligkeit, Ausgrenzung, Diskriminierung usw. können sie unter der Angst leiden, dem Vorurteil gegen ihre Gruppe tatsächlich zu entsprechen. Negativen Stereotypen, die auf falschen Informationen beruhen, kann Aufklärung entgegenwirken. Um Zugriff auf unbewusste und oft ungewollte Vorurteile zu bekommen, ist es notwendig, sie bewusst zu machen.“ 

Die übergeneralisierte Interpretation, die aufgrund einem Bild im denken ausgelöst wurde führte mit den oberflächlichen Medienberichten über der Konditionierung zu negativen Vorurteilen über die wiederum der Weg zum mobbing geebnet war. Aber ein „Teufelsanbeter“ zu sein, war nicht das einzige Vorurteil. Ein weiteres hängt ebenso mit einzelnen Personen zusammen, durch deren Verbrechen die Schuld ebenso in der Musik gefunden werden wollte. Gemeint sind die Schulamokläufe in Amerika und Deutschland. So können Sie zur Kontrovese um Slipknot lesen:

„Nach dem Amoklauf von Erfurt im April 2002 wurde von der britischen Zeitung „The Sun“ berichtet, der Attentäter Robert Steinhäuser sei durch einen Slipknot-Song mit dem Titel „School Wars“ zu seinem Amoklauf inspiriert worden. Ein solcher Song der Band existiert jedoch nicht. In einer offiziellen Stellungnahme der Band heißt es: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen, die unter diesem sinnlosen Gewaltakt leiden müssen. Es ist jedoch grotesk, einer Band oder einem bestimmten Musikstil die Schuld für diese Tat zu geben. Slipknot schrieben keinen Song mit dem Titel „School Wars“, und würden niemals Menschen dazu aufrufen, andere zu töten. Wir sind ein Hoffnungs- schimmer für die Jugendlichen, kein Sündenbock für Massaker dieser Art. Indem wir denjenigen, die unter der Tat und deren Folgen leiden, unser aufrichtiges Beileid aussprechen, übernehmen wir dennoch keine Verantwortung dafür. Um es noch einmal zu betonen: Wir beten für die Familien der Opfer. Danke.““ 

Und gegenüber dem Vorurteil, dass gemobbte Schüler zum Amoklaufe tendieren, obwohl sie eher zum Selbstmord tendieren, heißt es in einem Artikel der Berliner Zeitung zu einer Studie zu Schulmassakern, dass Amokläufer selten Mobbingopfer sind. Wie schon erwähnt, braucht es dazu verminderte Empathiefähigkeit. Im übrigen waren bei den meisten, wenn nicht allen Schulmassakern der letzten Jahrzehnte in den USA die Täter auf Tabletten, die ihre Hirnchemie so veränderte, dass sie sich nicht selbst mehr regulieren konnten. Ein solches tragisches Beispiel stellt u.a. Kurt Danysch dar, der als achtzehnjähriger seinen Vater tötete, sich seitdem im Gefängnis befindet und mit Briefen vor den Selbst- und Massenmordpillen warnt. Interessanterweise hat die deutsche Metalband Eisregen, deren Lieder eine düstere Poesie darstellen, wenn man so will, schrieben anhand der Polizeiberichte das die Tat verurteilende Lied „17 Kerzen am Dom“ über den Amokläufer Robert Steinhäuser, in dem folgende Textzeilen gesungen werden: „Denn all den Fragen der Hinterbliebenen entzieht er sich durch diese feige Tat. Was hättest Du all jenen geantwortet denen blieben nur die Tränen am Grab? 17 Kerzen brannten am Dom als Zeichen der Trauer einer ganzen Nation. 17 Menschen starben durch Erfurts schlimmsten Sohn. 17 Kerzen brannten am Dom. Und Robert, Du warst eine davon. 17 Menschen starben für deine 10 Minuten Ruhm.“

Kurz zusammengefasst handeln die Ritualverbrechen in dem Vice-Artkel von Metal- musikern, Metalhörern, sowie den Anhänger okkulter Ideologien bzw. Sekten. Das schlimme daran aber ist, dass in der Presse und Öffentlichkeit lange propagiert und geglaubt wurde, dass die Rock- und Metalmusik an allem Schuld sei, dass sie gewaltätig mache, was durch einer australischen Studie meinen Erfahrungen getreu mittlerweile widerlegt wurde. Anders ausgedrückt, haben wir es mit einem gewissen prozentualen Anteil von Menschen mit gefährlichen Persönlichkeitsstörungen zu tun, welche wiederum bei den Menschen, mit denen sie zutun haben, einen Scherbenhaufen nach dem anderen hinterlassen. Es heißt oft von Angehörigen, dass derjenige doch so nett gewesen sei und an die Bösartigkeit lange nicht geglaubt werden konnte, aber hinter den Manipulationstechniken blicken die wenigsten!

Das ist für mich der Hauptgrund diesen Artikel mit einem offenen Geist ohne einem limitierten Blick auf die Dinge zu schreiben. Daher komme ich auf die Heavy Metal Musik, die ja aufgrund von wenigen Menschen für vieles schlechte verantwortlich gemacht wurde, obwohl die allermeisten in dieser sog. „Bewegung“ Menschen sind, die mit solchen problematischen und toxischen Menschen verständlicherweise nicht in einem Topf geschmissen werden wollen. So heißt es zu einer Studie, in dem Artikel „Studie beweist: Das ist die Wahrheit über Menschen, die Heavy Metal hören“, welcher von Henry Fischer in The Huffington Post veröffentlicht wurde:

„Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Heavy Metal den Hörern positive Gefühle suggeriert, inspiriert und ausgeglichener macht.“

 

Bedeutet, dass wenn man mit Heavy Metal aufwächst vieles verarbeiten kann, was mit anderen Musikgenren der Popkultur schwerer zu erreichen ist. Jedenfalls wurde nicht nur ich in der Schule nach den Sommerferien aufgrund des Satanmordes von Witten hauptsächlich von muslimischen Mitschülern permanent als Metalfan (dessen äußeres auftreten sie mehr als andere provozierte und aggressiv machte) einfach mobbend „Satan“ genannt. Sondern überschattet diese einseitige Berichterstattung auch die Ritualverbrechen der globalen Elite bzw. z.B. von Adeligen, Ärzten, Anwälten, Richtern, Polizeibeamten, Jugendamtsmitarbeiter, Top-Politikern und Medienmenschen, die nie oder wenn nur eher selten eine Erwähnung finden.

Die Presse gab den Bürgern somit das Bild mit, dass die Musik böse und an allem übel Schuld sei, weshalb es sich nach meiner Meinung mit so einer sich alles leicht machenden Propaganda um Rufmord einer ganzen Szene handelt, der eine gewisse Zeit lang begangen wurde, da gemäß dem christlichen Glauben ein Sündenbock in die Wüste geschickt werden musste. Exemplarisch sehen kann man das an dem in den 80er Jahren allerersten beschlagnahmten Musikalbum in Deutschland der Rockband Böhse Onkelz, der untergeschoben wurde, die scheuslichste Gewalt gegen Kinder und Tiere gut zu heißen. In dem Lied des gleichnamigen Debütalbums „Der Nette Mann“, springt der Sänger in die Rolle eines Kindermörders, der quasi hinter der Maske der Vernunft gut versteckt, jeder Nachbar von nebenan sein könnte.

Liest man sich richtig in die ganze Thematik ein, stellt man schnell fest, dass die meisten widerlichen Täter von vergewaltigten Kindern in der eigenen mehr oder weniger gutbürgerlichen Familie oder dem Bekanntenkreis zufinden sind. Ich habe die Texte der Böhsen Onkelz schon damals als solche Abartigkeiten verurteilend verstanden. Eben weil u.a. Tom Araya von der Metalband Slayer bestätigend sagte, dass in der Musik die dunklen Aspekte der Gesellschaft widergespiegelt werden. Bekannt war es einfach so gut wie jeden, der mit mir in der Schule zu tun hatte, dass ich als Kind schon die Freddy Krüger Horrorfilme kannte. Was aber nicht direkt dazu gewusst wurde, war, dass ich wegen zweifach überlebter häuslicher Gewalt u.a. mit den Opfern und Überlebenden Protagonisten der Filmreihe insgesamt mitfühlte!

Klar kann ich nachvollziehend verstehen, dass eine Abstumpfung durch Gewalt in Medien stattfinden kann. Aber sollte man sich u.a. auch unbedingt vor Augen halten, dass Kinder doch auch schon beim Karneval lernen in eine gute und böse Rolle zu schlüpfen, wie es auch beim Theater nicht anders ist, um was zu lernen. Allgemeinbetrachtet half mir die Musik der Böhsen Onkelz und anderer Bands, meine traumatische Vergangenheit nicht zu verdrängen und die seelischen Wunden mit Zeit und Muse zu heilen. Anders gesagt, verstand ich recht früh, dass Filme und Musik über dunkle Themen etwas kunstvoll auf sicheren Abstand davon darstellen, was mit der fürchterlichen Realität, die man überleben kann irgendwie zu tun hat.

Was ich aber danach mit der Zeit noch lernte, war dass Gewalt und Missbrauch in der Gesellschaft sog. Tabuthemen sind, weshalb ich als unverstanender Jugendlicher von dem Mobbing gefrustet, in Anlehung an den Horrorcore, den ich damals durch einen Schüler hörte (der mir wie auch andere wenige glaubte), ein Splattergedicht schrieb, um das was mir vorgeworfen wurde bildlich dargestellt mit einer Portion tiefschwarzen Humores zu verarbeiten. Wegen einer Dummheit meinerseits wurde dieses in der umstrittenen Ich-form geschriebene Splattergedicht, leider als Morddrohung von Lehrern ausgelegt, die mich zuvor als satanisch im Klassenbuch betitelten (wobei ich mich als „Heiden“ verstand) ohne mit mir das Gespräch gesucht zu haben. In meinem Fall kann man sagen, dass ich mich trotz stiller Hilferufe alleine gelassen fühlte und Jugendamt samt Schule so einfach enttäuschend versagten.

Und zu anderen Fällen, die wirklich mit Ritualverbrechen zu tun haben, möchte gesagt sein, dass in die Tiefe blickend es viel mehr zu tun gibt, um jenen Kinder wirklich helfen zu können, die sie am allernötigsten haben. Daher möchte sei aufgezeigt was ich aus meinen Fehler und darüber hinaus dazu auch so noch lernte. Um dazu beizutragen, dass eine wirkliche Aufklärung stattfindet und nicht nur an der Oberfäche nach oft haltlosen Gründen kratzend gesucht wird. Ich weiß wie es ist keine Hilfe zu bekommen, wenn keiner versteht was man sagt, weshalb dargelegt sein soll, in was für einer weit aus bedrohlicheren Lage sich Kinder in Kulten befinden, aus denen sie nicht so einfach aussteigen können, weil sie den Tod zu fürchten haben.

So schreibt Martha Schalleck im Buch „Rotkäppchens Schweigen“:

„Ähnlich wie die Opferzeugen im Franklin-Fall wissen zahlreiche schwer kranke Opfer aus der ganzen Welt von blutigen „Teufelsanbetungen“ mit Vergewaltigungen und Serienmorden an Neugeborenen und Kindern zu berichten. Was sie erzählen sprengt das Vorstellungsvermögen eines zivilisierten Menschen bei weitem.“

 

Um dieses Problem des nicht glauben wollens aber zu lösen, sei darauf eindringlich verwiesen, dass wir in Deutschland kritiklos aus Amerika die bösartige „False-Memory-Syndrom“ Propaganda übernommen haben, die laut der großartigen Recherchearbeit von Martha Schalleck nur dazu dient, die Überlebenden rituellen Missbrauchs als Lügner darzustellen aufgrund ihrer oftmals demnach zu fantasiereichen Beschreibungen von Ritualverbrechen, bei denen auf Drogen gesetzte Kinder oft von in schwarzen Roben gekleideten Menschen berichten, die Tierköpfe als Masken bei ihren Ritualen tragen. Und ich sage ihnen den Grund, warum an solche Böse taten nicht geglaubt wird. Das Böse wird von den meisten Menschen trotz Wissenschaft nicht verstanden, zumal u.a. historisch betrachtet die meiste Zeit die Religion den Menschen erklären wollte wo das Böse herkommt.

Das Grundproblem liegt darin begründet, dass nicht alle Menschen gleich sind, dass nicht alle Menschen mit einem Gewissen ausgestattet sind. Sondern es raubtierhafte Menschen gibt, die als Narzissten und Psychopathen nachweislich weder Empathie noch Reue fühlen! Wie eingangs erwähnt wird das in der Tatort-Episode „Der Abschaum“ alles schon recht gut dargestellt, geht diese doch einen Schritt weiter als Stanley Kubrick es mit seinem letzten Film vor seinem Tod „Eyes Wide Shut“ getan hat. Als er darin in einem Schloß eine elitäre Sexparty mit den einflußreichen Bürgern des öffentlichen Lebens darstellte. In der Tatort-Episode, dreht es sich insgesamt betrachtet um einen Kult, der von der Church of Satan das Eblem als Zeichen benutzt und wie u.a. neben einem Arzt und Hochstaatsanwalt eine Familie samt Kinder in dem Kult verwickelt ist, der von zwei Polizeibeamten mühsam bis an die von oben gesetzten Grenzen und weiter mehr oder weniger aufgedeckt wurde.

Auf der Internet-Enzyklopädie Wikipedia heißt es zur Episode:

„In Abschaum gibt es 14 und damit die zweitmeisten Todesopfer in einem Tatort überhaupt. Die Gewaltdarstellung wie auch die hohe Zahl der Todesopfer sorgte für zahlreiche Diskussionen in Medien und Politik. Der Film bezieht sich auf die Dokumentationen Höllenleben – Eine multiple Persönlichkeit auf Spurensuche (2001) und Höllenleben – Der Kampf der Opfer. Ritueller Missbrauch in Deutschland (2003), beide von Liz Wieskerstrauch.“

Ritualverbrechen am Beispiel Brasilien: In der vom Jesuitenpriester Roque de Hundefunde Mitte des 18. Jahrhunderts gegründeten brasilianischen Gemeinde Altamira (die mittlerweile als größte in Brasilien und drittgrößte der Welt gilt), verschwanden zwischen 1989 und 1993 junge Jungen, die vergewaltigt, gefoltert, kastriert und ermordet wurden. Als einer der Kultanführer gestand Osvaldo Marcineiro Kindstötungen bei satanischen Ritualen. Prominente Bürger wurden verhaftet und es später offensichtlich, dass sie den Kult bezahlten, um mörderische Zeremonien abzuhalten. Bei Hausdurchsuchungen der Kultmitglieder wurden Kultregister, Schusswaffen, schwarze Roben, 100 Videokassetten der Kultzeremonien und satanische Publikationen gefunden, samt dem Buch der Kultführerin Valentina de Andrade. Brasilianische Behörden deuteten an, dass der Kult mit anderen satanischen Gruppen international verbunden sei. 10 Jahre später wurden im Jahr 2003 somit fünf Mitglieder des Superior Universal Alignment Kultes angeklagt wegen ritualisierte Morde an drei entführten Kindern im alter zwischen 8 und 13 Jahren, und der Kastration zwei weiterer. Die Hellseherin Velanetina de Andrade – die die UFO-Sekte im Jahr 1984 gründete, behauptete von Außerirdischen exlusives universales Wissen erhalten zu haben und glaubte, dass alle nach 1981 geborenen Kinder böse wären und ausgemerzt gehören, wie sie sich in ihrem Buch „God, the Big Farce“ u.a. dazu äußert -, benutzte die Körperteile zu Ritualzwecken.

„Die Kultmitglieder glaubten, dass sich das Ende der Welt im Jahr 1986 ereignen sollte und die Raumschiffe nur sie retten würden. De Andrade behauptete, dass Gott nicht existiere und Jesus ein Außerirdischer sei. Die Mitgleider praktizieren Schwarze Magie und tragen Roben, die an jene erinnern, die vom Ku Klux Klan bei Ritualen getragen werden“, heißt es im „The Cult Observer (American Family Foundation), Vol. 10 No. 5, 1993.“ Sie wurde zwar auch wegen weitere satanische Ritualmorde als Verdächtige bei den Ermittlungen von der Polizei in Argentinien und Urugay gesucht. Aber wurde sie vor Gericht freigesprochen, vor dem sie in Ohnmacht fiel. Ihr Strafverteitiger Arnaldo Busato Filho machte dazu keinen Kommentar. Wobei es weder im Sinne der Strafverfolgung bzw. des Gerichtes war. Er präsentierte jedenfalls dem Gericht Dokumente, aus denen hervorging, dass Andrade sich zum Tatzeitpunkt nicht in Altamira aufhielt. Charles Manson wurde in Amerika jedenfalls verurteilt für jene Morde bei denen er auch nicht direkt dabei war, aber seine Kultfamilie dahin dementsprechend als manipulativer Mastermind dirigierte. Als Beweiß gegen sie gab es ein Video mit ihren Mann der darin eine Schusswaffe als Geschenk bekam. „Sie hat goldene Kugeln, um kleine Vampire zu töten“, konnte Andrade zu ihm sagend gehört werden, heißt es u.a. in dem Artikel „Sect leader acquitted in Brazil mutilation case“. Zwei Ärzte, die in den frühen 1990er Jahren im Kult involviert waren, entfernten auch Organe von Opfern für den Verkauf auf dem internationalen Schwarzmarkt. Neben dem ehemaligen Polizisten wurde ein Geschäftsmann und der Sohn eines einflußreichen Landbesitzer verurteilt. Die Familien der Opfer sagen, dass es 19 ermordete Kinder gab. Verurteilt wurde der Arzt Anísio Ferreira de Sousa zu 77 Jahren Gefängnis für drei Morde und zwei Mordversuche. Und als ehemaliger Polizist bekam Amailton Madeira Gomes eine 57 Jährige, sowie als auch der Arzt Césio Brandão eine 56 Jährige Gefängisstrafe.

Abschließend gelange ich nun zu etwas meiner weiteren Recherche aus den letzten zehn Jahren. Wie können die Massenmedien so sehr darauf fixiert gewesen sein in den letzten Jahrzehnten so sehr der Rock und Heavy Metal Musik des Satanismus und der Teufelsanbetung zu bezichtigen, wenn in den bürgerlichen Massenmedien es schon Beiträge zum rituellen Kindesmissbrauch gab? Wie die zwei Dokumentationen „Höllenleben“ aus den 2000er Jahren, über den viel mehr berichtet werden müsste, um u.a. das Schweigen zu brechen. Oder über Detroux und die toten Zeugen?

Jedenfalls wird eben völlig außer Acht gelassen, dass der amerikanische Journalist Alex Jones am 15. Juli 2000 mit versteckter Kamera in den Wäldern Kaliforniens ein Ritual dokumentierte, als er den Bohemian Grove infiltrierte. Und vor dem Moloch in der Zeremonie der Sorge, für sehr einflußreiche Männer sowas wie ein bizarres Theaterstück inszeniert wurde, bei dem gewissenlos das „schlechte Gewissen“ der vorwiegend anglo-amerikanischen Elite jährlich im Sommer verbrannt wird. Das wäre eine riesen Story gewesen! Bzw. war es, zumindenst im Internet. Nebenbei gemerkt, hat die Black Metal Band Mayhem auf dem Album „Esoteric Warfare“ den Song „Corpse of Care“, der lyrisch gesehen aus den Textzeilen besteht, die bei dem Ritual Alex Jones heimlich aufnahm. Siehe hier und hier. Meinen Sie vielleicht, dass Ekelpakete wie Jimmy Savile sich im Bohemian Grove wohl fühlen? Ich denke schon!

Martha Schalleck schreibt in ihrem vergriffenen Buch „Rotkäppchens Schweigen – Die Tricks der Kindesmissbraucher und ihrer Helfer“ dazu noch folgendes:

„Von einem Waldgrundstück nördlich von San Franzisko mit einer steinernen, moosbedeckten Eule spricht bereits eine Tagebuchaufzeichnung von Paul Bonacci aus dem Jahr 1984. Darin geht es um eine grauenhafte Vergewaltigung, brutalen Mord und erzwungene nekrophile Handlungen an einem Jungen.“

Und schreibt sie in ihrem Buch bezüglich der damit verseuchten Gesellschaft auch:

„Doch nicht nur Mitglieder der High Society kommen ungeschoren mit sexuellen Missbrauch davon. Nicht selten werden von Opfern zum Beispiel auch Richter oder Jugendamtsmitarbeiter als Täter identifiziert. Als Helfershelfer und zur Lieferung von Opferkindern werden allerdings häufig solche sozial schwachen und dysfunktionalen Familien gesucht, die sich mit Geld und etwas Anerkennung als leicht manipulierbar erweisen.“

 

Der Artikel enthält Wikipediatextmaterial unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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