Wahre Überlebensgeschichte vom Weihnachtsschrecken

Diese aus dem Leben gegriffene Kurzgeschichte fängt nicht mit der Geburt an. Sondern damit, dass nur wenige Tage vor dem „Fest der Liebe“ des Jahres 1998 es für einen kleinen Jungen so schien, als ob plötzlich die Hölle auf Erden einbrach. Durch der ausgehenden Gewalt – vom zu der Zeit toxischen Stiefvater – die einem zwölf-jährigen Jungen widerfuhr, wurde seine anstrengende, aber dennoch fröhliche Welt mit einem Schlag auf den nächsten in eine triste Trostlosigkeit verwandelt, die seine eigentlich doch natürliche Frohnatur in eine sehr tiefe Dunkelheit schmieß, aus die er sich seinen Weg irgendwie zu bahnen hatte. Er fühlte eben in sich ein Licht, das wie die Hoffnung aufflackernd den Weg durch die Wunden zur Heilung weiste. Er befand sich zu sich und seinem wahren Selbst das nie fort war, zwar einige Jahre auf Umwegen, fand als Überlebender häuslicher Gewalt jedoch über einen weglosen Weg regulierend zum Optimalzustand stärker als je zuvor. Und nein, dieser Junge war nicht ich auch wenn ich männlich bin.

Erstveröffentlichung: 29.11.2015, endgültig aktualisiert am 09.10.2017.

Es begann alles in einem Heiltraum..

Eines Tages nach der Jahrtausendwende wachte der Junge von damals als Mann in seinem Bett auf und erzählte seinem Traumtagebuch was passiert war, wie ich das mithörte. Dieser Tag schloß für ihn endlich ein Kapitel ab. Als mehr oder weniger Klarträumer, träumte er den befreiensten Traum seines Lebens, welcher u.a. ohne Traumarbeit eher zum Albtraum anstatt endgültigen Heiltraum geworden wäre.

In diesem Traum überwindete er erfolgreich die sog. Schwellenwächter oder zensierenden Hindernisse zum Unterbewusstsein. Um wie bei jeder guten Geschichte mit dem Ende zu beginnen, erlebte er (bezüglich einer toxischen Person, die seine kindliche Körpersprache schon im Vorfeld warnend, wie der Volksmund es zu sagen pflegt, zum kotzen fand), am 30.04.2016 den Traum folgendermaßen. Er träumte von einem Stadion, in dem er vor einem Schwimmbecken auf dem Sitz eines Karusells einer Wassershow saß. Nach rechts blickend konnte er eine Tribune sehen und nach links eine sehr nahe Bühne, wo Frauen in glitzernden Outfits tanzten. Und unter ihm sah er neben der Sitzvorrichtungen eine Schale in der vom Wasserbecken sich Wasser ansammelte. Die Musik fand er aber komisch, sodass er aus Spaß ganz laut den Namen der Metalband SLAYER rief, zumal er sich auch dachte, dass sein Bruder das lustig gefunden hätte. Anstatt seinen Bruder, sah er erst aber wie sich auf der unteren Tribune von früher sich der toxische Stiefvater hinsetzte. Stattdessen lachte dieser über das gerufene SLAYER, wusste aber nicht wer es rief, da er nicht nach sah. Nach über 17 Jahren, hielt der Junge, um den es in dieser Kurzgeschichte geht, den früheren Stiefvater im Blickfeld und bekam Angst, falls dieser ihn sehen würde.

Dem guten Freund, der im Traum neben ihn saß und ihn sich sicherer fühlen ließ, erzählte er, dass das der Typ ist von dem er ihm erzählte, dass dieser ihn als Kind vor vielen Jahren eines schrecklichen Tages misshandelte. Sehnlichst wünschte er sich seinen Bruder herbei, der plötzlich dann auch als Traumfigur zu seiner linken saß. Er fühlte sich sichererer und sicherer. Doch dann schoßen die Karusellsitze nach oben mit einhergehenden freien Fall. Es machte ihm erst Spaß, aber dann fühlte er, dass ihn schlecht wurde und er sich übergeben werden müsste. Am Boden angekommen stand er auf und wusste, dass es nun soweit sei und er sich übergeben kann, wonach er sich besser fühlen würde. Er bemerkte also, dass er trotz allem was sich ihm in vorherigen Traumabschnitten im Weg stellte und noch stellen würde, er quasi die durch den Stiefvater entstandenen negativen Gefühle endgültig loswerden konnte.

Mit der Hand vor dem Mund ging er zwischen den Tribunen her, hinter dem Stiefvater vorbei und kam in einer Halle an, wo er zur linken Seite direkt einen Treppengang nach unten den Weg zu den Toiletten folgte. Allerdings standen schon Menschen in einer langen Schlange an. Sodass er laut sagte, dass er kotzen müsse, aber die Traumfiguren sahen ihn nur seltsam an. Deshalb drängelte er sich vor, sah wie die Tür aufging und stand vor dem großen eckigen Waschbecken aus Marmor.

Er sah rein und bemerkte, dass der Abfluss ein perfektes großes Loch aufwies, durch das mit dem Erbrochenen keine Sauerei angerichtet werden würde. Daneben stand jedoch ein Afrikaner mit Glatze, der als Topdog-Traumfigur zu ihm sagte, dass er vorher 10 Euro bezahlen müsste. Er wollte aber nicht soviel Geld bezahlen und lief mit der Hand vor dem Mund die Treppe wieder herauf und den Hallenweg so schnell es ging nach draußen. Dabei stellten sich ihm Regale auf großen Treppenstufen im Weg, er war kurz verwirrt, rutschte dann aber einfach über die Zeitschriften die Treppe herunter. Währenddessen befand sich im Zeitschriftengeschäft eine Frau, die am Telefon  Englisch-Französisch sprach, als sie Zeitschriften reklamierte. Doch auch dieses Ablenkungsmanöver der sog. Schwellenwächter brachte ihn nicht von seinem Unterfangen ab die negativen Gefühle endlich auszukotzen. Es war einfach soweit.

Als er dann unten ankam an einem Kreisverkehr am Ende einer Einbahnstraße, war es schon dunkel. Vor der Veranstaltungsorthalle lief er über die Straße recht nah zu einer Häuserecke. Er sah auf den Boden und sah Sand, worüber er sich dachte, dass es die perfekte Stelle sei um sich in Ruhe zu übergeben. Auf den Weg von der Toilette durch die Halle bis nach draußen, bemerkte er, dass das Erbrochene angetrocknet wie ein Pfannkuchen im Mund lag und auch etwas am Hals klebte. Um die negativen Gefühle aus seinen tiefsten Innern loszuwerden, griff er, um den Weg frei zu machen, in den Mund und schmieß was er herausholte zu Boden. Da aber wie ein Brunnen die Quelle – somit über die Jahre hinweg – versiegt war, steckte er daraufhin, um alles Negative das der Stiefvater in seine Kinderseele hineinprügelte, die Finger in den Hals. Und übergab sich, sodass es überdurchschnittlich viel war, als im Normalfall.

Dabei bemerkte er wie diese Traumsequenz sich in Zeitlupe anspielte und bekam er auch wegen der ganzen bösen Negativität, die er herausließ, plötzlich Kreislaufprobleme. Er merkte, dass es schon genug war und um einen Kollaps zu verhindern, hörte er sich an der Häuserwand festhaltend, mit dem Kotzen auf. Er fühlte sich danach schon wesentlich besser. Was ihn aber verwirrte war der schwarze Mercedes der mit einem Chaffeur vor ihm hielt. Er versuchte diese peinliche Sauerei zu verbergen, aber die männliche Traumfigur, die sich hinten im Wagen befand, schaute ihn an. Und über dessen Körpersprache mit aufgeblasenen Backen, entnahm er, dass diese scherzte. Er wollte wieder zur Show und stieg die Treppen rauf.

Eine männliche Traumfigur im Blaumann kam dann aber auf ihn zu und fragte ihn wegen seinem fast kollabierten Kreislauf, ob er ihn einen Kuchen und was zu trinken spendieren könne? Wegen dem Zucker sagte er zu ihm ja und saß sich mit ihm an eine Theke. Auf den Kuchen wartend, sah er wie von der beendeten Show sich sein Bruder und der gute Freund dazugesellten. Allerdings kam daraufhin auch der toxische Stiefvater mit einer Frau, die er sehr leicht manipulieren konnte. Um eine Bestellung aufzugeben stand der frühere Stiefvater mit ihr an der Theke, während er bei seinem Bruder und dem guten Freund stand und ihn beobachtete. Es war ihm etwas Unwohl dabei. Und kurz bevor der Stiefvater da auftauchte, sagte er seinem Bruder und dem guten Freund, dass er wegen dem Stiefvater kotzte. Und als dieser Eintraf sagte der ihn verstehende gute Freund: „Da ist der Feind des Feindes!“, zumal der Stiefvater als erstes diese Feindschaft ins Leben rief, weil er Kinder hasste. Nachdem der gute Freund das sagte, nahm er all seinen Mut zusammen und sagte lauthals die Wahrheit. Nach einem bereits erlebten Albtraum, rief der Erwachsen gewordene Junge in diesem Heiltraum vor allen Traumfiguren nach über 17 Jahren: „Das ist ein Kinderschläger!“ Wie auch zum ehemaligen Stiefvater: „Du bist so einer!“

Danach wachte er auf und auch wenn ihm im Wachzustand noch etwas Übel war, wegen der aufwühlenden Emotionalität auf psychologischer Ebene, so fühlte er sich dennoch unbeschreiblich befreit von diesem hassenden Joch der damaligen Kindesmisshandlung. Seine Frohnatur mochte es nicht zu hassen, aber um es nicht mehr zu tun, musste er nach einem so schon lang beschrittenen Weg letztendlich diesen gebändigten Inneren Dämon aus den Tiefen des Unterbewusstseins auskotzen, hat vor 20 Jahren seine kindliche Körpersprache dies doch sogar schon einmal wegen der Toxizität des Steifvater getan. Wie auch in noch nachfolgenden Träumen verhielt er sich gegenüber diesem menschlichen Raubtier somit gesittet und ließ sich nicht auf dessen mieses Spiel ein. Und so wie ich davon weiß, hätte er diesen Traum noch so gerne den guten Freund erzählt, der als helfende Traumfigur ihm neben seinem Bruder zur Seite stand. Aber verstarb dieser Freund nach einem harten Kampf an einem bösartigen Krebs zu plötzlich. In dem Buch „Schöpferisch Träumen – Der Klartraum als Lebenshilfe“ von Paul Tholey und Kaleb Utecht, heißt es jedenfalls im Kapitel „Seltsame Begegnung der 4. Art“ unter „Lassen Sie sich nicht uns Bockshorn jagen!“:

„Dafür, dass es tatsächlich Widerstände im Sinne der Psychoanalyse sind, die das Klarträumen erschweren, spricht auch ein Ergebnis der bisherigen Untersuch- ungen mit Klarträumern. Es fällt den Befragten nämlich dann besonders schwer, zur Klarheit über ihren Bewusstseinszustand zu gelangen, wenn sie sich zuvor vorgenommen haben, im Traum etwas über die eigene Persönlichkeit zu erfahren. Will man zum Beispiel, in der Hoffnung, Näheres über sich selbst zu erfahren, im Klartraum sein Elternhaus aufzusuchen oder gar eine Zeitreise in die vergangene Kindheit unternehmen, so stellen sich einem mitunter Traum- figuren in den Weg. Jemand, der sich dafür entscheidet, die Warnung zu ignorieren, jemand, der der unsichtbaren Kraft entgegentritt, hat nach unserer Erfahrung mitunter mit schmerzlichen, manchmal schockierenden Erlebnissen und Erkenntnissen zu rechnen, die ihn aber auch zu tiefen persönlichen Einsichten führen und die selbstheilenden Kräfte der Klarträume in die Wachwelt transportieren.“

 

Wendepunkte: Im Guten wie im Schlechten.

Wie diese Kurzgeschichte es aufzeigen wird, war es nicht der einzige Wendepunkt, den ihm widerfuhr, da es unterschiedliche Situationen gab, in denen der kleine Junge durch dem was er an Erfahrungen sammelte, für sein späteres Wissen über toxische Personen was wichtiges gelernt hat. So etwas enorm wichtiges was die meisten Menschen nicht lernten, auch wenn es eigentlich in ihrer menschlichen Natur u.a. mit der Intuition fest verankert ist. Es gab für ihn Situationen, die ihm als Mensch im Bezug auf sein Weltbild und vertrauen gegenüber anderen veränderten. Pflegte sein Opa zusagen, dass man sich immer für das Gute in der Welt einsetzten sollte, so verstand er schon recht früh, dass irgendwie nicht alle Menschen gut sein können.

War es für den Jungen schon schwer genug nach einem Jahr ab 1996 wiedermal erneut, wie auch schon 1994 seine neu-gewonnenen Freundschaften aufzugeben, so traf es ihn härter, als ihm von toxischen Stiefvater als Haustyrann der Kontakt zur Familie eines Nachbarsjungen untersagt wurde. Und hatte sich seine Mutter noch gegen seinen leiblichen Vater gewehrt, als er ihr den Kontakt zu ihrer Familie verbieten wollte und versuchte sie als unbezahlte Krankenpflegerin für sich zu haben (die ihm seine Rente nicht kaputtmachen sollte), so fing sie mit ihm aber keinen Streit mehr an. Denn wollte sie eben seinem Krebskranken Vater ja helfen und glauben.

Das was den Jungen dabei aber nach kurzer Zeit sehr zusetze, war, dass er wegen dem toxischen Stiefvater neben dem besten Schulfreund auch seine Erste Liebe zu vergessen gezwungen war. Auf der einen Seite wollte der leibliche Vater der Mutter den Kontakt zu ihrer eigenen Familie verbieten. Und auf der anderen Seite verbat der nicht-biologische Stiefvater den kleinen Jungen den Kontakt zur Ersten Liebe und dem besten Schulfreund. So zerrieß es ihm das kleine Herz, als er in der „neuen Wohnung“ in Alten-Hagen eines Abends im Herbst 1997 aus dem Fenster des Kinderzimmers blickte. Und mit dem in der Kehle festsitzenden Kloß weinend daran dachte, wie es zuvor doch war, als er am Kuhlerkamp endlich seine Ruhe fand…

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Grundsetzlich fing das Ende der Schrecken damit an, dass der kleine Junge als achtjähriger im Herbst 1994 auf der gegenüberliegenden Straßenseite der dysfunktionalen elterlichen Wohnung am Remberg mit seiner Schmußedecke stand. Und den Erwachsenen zusah, wie ein paar Wertgegenstände in ein großes rotes Auto verladen wurden, das unaufgeräumt und staubig war. Er wusste nicht was sich warum vor seinen Augen eigentlich abspielte. Er wusste nur, dass etwas im Busch war für dessen Verständnis er zu klein war. Es mit der Zeit aber irgendwann versteht, wenn er groß genug ist. Was er über der etwa halbstündigen Autofahrt bis zur Oma hin mit einem besonders mächtig dicken Kloß im Hals zu spüren bekam, war, dass er im ungepflegten roten Kombi durch eine ihm merkwürdige Frau mit langen grauen Haaren von seinem Hund weggebracht worden war. Der kleine Junge hing doch so sehr am Zwergpudel Charlie. Auch wenn Charlie die Hundeleine oft stramm zog, freute er sich nach der Schule immer tierisch mit seinem Hund Gassi zu gehen.

Die Zeiten änderten sich jedoch allerdings grundlegend. So gab es in der elterlichen Wohnung etwas unverständlich Böses, dass er mit der ins Land gezogenen Zeit verstand. Und war seit seiner Geburt präsent. Als er in dieser Wohnung bis zu seinem achten Lebensjahr lebte, wurde er von seinem Vater hin und wieder bedroht, indem er wegen dem unterstellten ‚bösen Kinderwillen‘ ihn Jahrelang mit seinem Ledergürtel schlagen würde, den er demonstrativ mit Leder auf Leder knallen ließ oder auch angsteinflößend auf einen Stuhl damit haute. Er tat es jedoch nie. Was er aber tat, war, dass er den Jungen einer Zeugenaussage gemäß als dreijähriges Kind mit einem Stock mehrmals hesftig schlug, was für eine sog. “Gehorsamsdressur“ in Deutschland nunmal bei der geprügelten Generation der Vorkriegs, Kriegs und Nachkriegszeit mit einer herzlosen Erziehung nicht unüblich war mit Bezug auf legaler Züchtigung. Kein Wunder für diesen Vaterterror und der Häuslichen Gewalt.

Wegen dem was er erlebte verstand er aus seinen Kinderaugen den Vater nicht, der ihn zeigte was ein Mittelfinger ist und verärgert war wenn sein Sohn ihm den zeigte. Denn immer wenn der Junge in Tränen ausbrach, entschuldigte sich der Vater bei ihm und sagte, dass ihm das leid tut und er das doch nicht so kommen haben wollte. Man kann annehmen, er handelte aufgrund unverarbeiteter Kriegstraumata aus einem Affekt heraus. Aber nicht nur der Junge erlebte schlechtes mit dem Vater, der nun seine Kriegskindvergangenheit statt aufgearbeitet zu haben, nur nach vorne blickend mit den Bierchen verdrängte. Und möglicherweise an Gehirnverletzungen litt, weshalb es hin und wieder zu jähzornigen Ausbrüchen kam. Der Junge hörte auch wie der Vater seine Mutter immer wieder mal ausschimpfte. Er verletzte sie mit dem was er sagte so sehr, dass der Junge sich nicht nur fragend wunderte, warum?!

Sondern weil es ihm Angst machte, war er auch besorgt um sie, als die Mutter eines unvergesslichen Tages unter Tränen zum Vater entgegen schrie: „Du bist immer so gemein zu mir!“ Er fragte sich: „Warum sagte er schlimme Dinge zu ihr?“ Auch er hat erlebt, wie der Vater zu ihm mehrmals grundlos gemein war. Er erinnerte sich, wie es für ihn war, als er im April 1991 einen Tag vor dem zweiunddreißigsten Geburtstag der Mutter auf dem Schlafzimmerboden aufwachte, als er ihr zur Hilfe eilte, bevor er zwei Monate vor dem erreichen des fünften Geburtstages bewusstlos geohrfeigt wurde. Als beide ein halbes Jahr in einem Apartment wohnten, verstand er danach für eine gefühlte Ewigkeit nicht, wieso sie im Winter in die Höhle des Löwen zog? Freute sich aber, da als der Junge an seinem Geburtstag auf offener Straße zusammenbrach im Krankenhaus von seinem Vater einen Gameboy bekam. Was ihm aber in der Seele schmerzte, war, dass als sein weißer Hamster mit ihm nach dem Apartment im Winter in der elterlichen Wohnung mitlebend sollte, hinter dem Nachtspeicher krabbelte. Und der Vater diese hochgehobene schwere Heizung nicht lange genug halten konnte. Ein tränenreicher Schock als der Hamster zerquetschte.

An jenem unvergesslichen Tage, sah er sich jedenfalls gut zuhörend weiter an, wie der Vater die sich auf der Couch unter Tränen auflösende Mutter beruhigen wollte. Sie entgegnete ihm jedoch mehrmals mit den unmissverständlichen Worten: „Fass mich bloß nicht an!“ Das wichtigste was er bei diesem Streitgespräch mitbekam, war, als der Vater etwas zu ihr sagte, und sie ihm lauter werden entgegenschrie: „Und das soll Liebe sein?!“ Sowie: „Ach komm! Hör doch auf! Du immer! Du kannst nur verletzen!“ Der Vater war schrecklich, der Junge vergaß auch selber nicht, wie er von ihm oftmals bedroht wurde, als er aufgrund einem unterstellten „bösen Kinderwillen“ mit dem Ledergürtel drohte zuzuschlagen. Sein Arsch sollte Kirmis haben, wenn der jähzornige Vater wie im Krieg durch die Kinderzimmertür stürmte und ihn anschrie. Anders als bei der Mutter die er fast erwürgte, kannte der Junge nur den versohlten Hintern. Da jedoch der Junge das mitansah, drohte er den Vater, dass er sich selbst erwürge, wenn er weiter so gemein sei, indem er mit den Händen am Hals zudrückte. Der aus der Nachkriegszeit Hungerkennende und über das Essen im Mülleimer überregierende Vater, beruhigte seinen Zorn und seinen Sohn, den er doch liebt.

Und so wie die Zeit unaufhaltsam voranschritt, änderte sich von einem Tag auf den anderen das Leben des kleinen Jungen grundlegend. Über den Anwälten drängte der Vater seine Ehefrau dazu die Wohnung zu verlassen und wollte später mit der Drohkulisse einer Pflegefamilie für ihren Sohn erreichen, dass sie zu ihm zurück käme. Der Junge wechselte mit ihr aber den Wohnort für ein paar Monate und die Grundschule(n), ehe er mit der Mutter in einer eigenen Wohnung vorübergehend seine Ruhe fand. Denn auch schon als sich der Vater im Krankenhaus oder in Kur befand, ging es den Jungen besser, als wenn der Vater sich in seiner Nähe aufhielt.

Somit konnte er in dem nicht allzuweit entfernten und wunderschönen Wald tief aufatmend fühlen, wie gut es ihm nach dem Vaterterror am Kuhlerkamp ging. Wenn er Freizeit zur Verfügung hatte, spielte er mit den Kindern aus der Umgebung oder fuhr einfach mit dem Fahrrad durch den Wald. Und er war wegen der sauberen Luft so gerne da, sodass er im Wald viel mehr Zeit hätte verbringen wollen, wie er diese auch mit den schnell gefundenden neuen Freunden verbringen wollte. Allerdings würde er wegen einer Sehnsucht zur Natur und der heilsamen Einheit mit dieser, den Weg in den Wald von einer anderen Wohnung aus erst 10 Jahre später wiederfinden.

Doch als er lange zuvor für ein paar Monate bei der Oma und dem Halbbruder lebte, sowie danach in der Wohnung am Kuhlerkamp mit der Mutter, wurde der Junge von der merkwürdigen Frau, die ihn vom Hund wegbrachte und irgendwie mehr Macht als seine Eltern und er selber besaß, gezwungen, dass er nach der Schule bei der Hausaufgabenbetreuung bis zum Abend üben musste. Es war egal, dass er fast rund um die Uhr ruhig auf seinen Platz saß, unter Rückenschmerzen, die sich mit einem brennenden Gefühl über die Schultern durch die Arme bis zu den Fingern ausbreiteten. Nach dem Vaterterror fühlte der Junge sich eingesperrt, gequält und gedrillt. War was nicht perfekt, radierte er es weg und fing neu an. Er empfand es als reinste Qual wieder grausam behandelt zu werden, wo doch Familie und Freunde nach der Schule miteinander zum sich austobenden Spielen draußen waren.

Und dabei Spaß haben konnten die Hausaufgaben gemeinsam zu machen. Das wollte er auch, aber durfte es nicht. Was er so gemein daran fand, war, dass wenn er nach Stunden mit dem Bus zurückfuhr und längst hungrig war, die meisten ausgetobten Kinder schon bei sich Zuhause waren. Er fühlte sich regelrecht ausgebrannt, mürbe und empfand den Einfluß der merkwürdigen Frau mit den grauen Haaren überhaupt nicht gut, war sie für ihn doch wie die Hexe in seinem Märchenbuch aus dem ihm vorgelesen wurde. Denn egal was er sagte, nichts half und keiner konnte helfen. Es war wie ein lähmender Zauber. Er wusste: Allen waren die Hände gebunden!

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Die Kraft in der Ruhe des Sturms

Kurz nach Weihnachten 1994 zog er also mit seiner Mutter von der Oma und dem Halbbruder aus und in die Wohnung am Kuhlerkamp. Dort fühlte der Junge sich zwar Wohl. Freundete sich auch schnell mit den Kindern aus der Umgebung an und freute sich über die zwei grünen Papageien und den Hasen “Mausi”, der leider kurz daraufhin auch schon an Krebs verstarb. Ihn machte traurig, dass er weiterhin über Jahre hinweg die Hausaufgabenbetreuung zu besuchen hatte, wodurch er weder die Bindung zu Freunden noch zum Halbbruder pflegen konnte und auch für den Judo-Verein keine Zeit hatte. Es war frustrierend für ihn, nicht nur so einer stramm geregelten Woche unterworfen gewesen zu sein, sondern auch noch jedes zweite Wochenende den Vater besucht haben zu müssen, der ihn zuvor doch Angst machte.

Warum sollte er ihn sehen, wenn er es nicht wollte? War es denn nicht für sein kindliches Wohl wichtig darauf zu hören, was er warum wollte? In diesem als zwanghaft empfundenden Verlauf, verhielt sich der Vater zwar anders, indem er seinen Sohn immer Schokolade schenkte, anstatt ihm Gewalt anzudrohen. In der Regel hatte er aber keine Ahnung was er mit ihm tun könnte und setzte seinen Sohn vor das Fernsehgerät. Obwohl er zwar lieber draußen mit dem Fahrrad war, hatte er im Gegensatz zum friedlicheren Kuhlerkamp in der Umgebung des alten Zuhauses jedoch Angst auf jene Schulkinder zutreffen, vor denen er oft bis zur Wohnungstür flüchtete, als sie ihn verprügeln wollten. Aber er musste tun was befohlen wurde, sonst hätte diese gruselige Frau mit den grauen Haaren ihn sehr weit weggebracht.

Wenn er jedenfalls in der sehr begrenzten Freizeit nicht mit seinem Fahrrad oder Inlinern draußen fuhr, war er am Kuhlerkamp bei dem Nachbarsjungen von direkt nebenan. Dieser konnte sich noch unfreier bewegen als er, weil die Mutter von ihm sich fürchtete, dass sein Vater aus Schweden nach Hagen kommen würde, um ihn zu entführen. Einmal war der Vater sogar von ihm auch da, jedoch machte er ihn komischerweise viele Geschenke, wie es später ebenfalls für ihn noch jemand tun würde. Der Junge stand von seinem neunten bis zehnten Lebensjahr hin und wieder vor der Wohnungstür des Nachbarjungen und fragte, ob er zum Spielen raus dürfte?

Allerdings war das nur selten der Fall. Kennengelernt haben sie sich, als er an seinem dort nicht nur verschneiten, sondern vereisten Ersten Schultag vor dem Hochhaus den Berg nicht zur Schule runter kam. Als ihm und seiner Mutter gezeigt wurde, wo das Kinderzimmerfenster des Nachbarsjungen, war, erkannte er erst später mit der Zeit, dass den ganzen Tag über Vorhänge vor dem Fenstern zugezogen waren und das Zimmer verdunkelten. Anstatt im Sommer rauszugehen, saß er manchmal mit ihm aus Mitgefühl im Wohnzimmer und spielte mit ihm auf seiner Video- spielekonsole. Im Jahr 1995 schaute der Junge jedenfalls bei sich im Wohnzimmer den zweiten Teil der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“, und fragte sich was aus ihm bis zum Jahr 2015 werde? Und errechnete, dass er bis dahin fast dreißig Jahre sei. Würde er die Erfahrungen gehabt haben, die er bis dahin insgesamt sammelte, würde er jedenfalls in seiner da noch zukünftigen Vergangenheit bessere Entscheidungen getroffen haben oder anders gesagt, noch viel mehr den Mund aufgemacht haben.

Jeden Morgen ging er zu der Zeit mit dem Nachbarsjungen zur Schule, verbrachte die Pausen mit ihm und kam mit ihm nach Hause. In den Pausen hat er ihn vor anderen Schülern beschützt, da er es nicht ansehen konnte, wie sie ihn wegen seinem Körpergewicht hänselten, schlugen und traten. So kam es dann auch dazu, dass er eines Tages von bis zu zehn Schülern gepackt und zehrend zum Stahltor geschliffen wurde, durch das der Milchwagen jeden Morgen fuhr. Sie stellten ihn mit dem Rücken so daran, dass, als sie ihn mit vielen Händen festhielten, dem größte Schüler es ein leichtes war, ihn mit voller Wucht feste ins Gesicht zuschlagen. Als der Schlag dieses Hühnen ihn traf, knallte er mit dem Hinterkopf an den Stahl und sank zu Boden. Ihm wurde schlecht, es kingelte, die Pause war zu Ende. Die letzten Kinder rannten in das Schulgebäude. Und als es zu regnen anfing, musste er zum aufstehen all seine Kraft mobilisieren. Er kam deswegen zum Mathematikunterricht zu spät. Dem Lehrer war aber egal was er berichtete, wie er sich fühlte, und schimpfte ihn einfach nur aus. So wie er “als Neuer” wenige Jahre zuvor in der Ersten Grundschule schon vor prügelnden Viertklässlern fliehend vor einem Holzphal lief und bewusstlos zu Boden sank, erfuhr seine Mutter auch davon erst etwas zwanzig Jahre zu spät.

Jenachdem auf was für Kinder er traf, fiel es ihm leicht und schwer mit ihnen zurecht zu kommen. Und auch wenn es hart war nach der Schule jeden Tag die Hausaufgabenhilfe zu besuchen ohne genug Zeit für sich selbst als Kind gehabt zu haben, konnte er in den kleinen Momenten dennoch etwas von der Ruhe geniessen. Als dann aber die Monate in der gut eingelebten Umgebung am Kuhlerkamp verstrichen, der Junge neben der Hausaufgabenhilfe jedes zweite Wochenende den Vater widerwillig sah, wobei er stattdessen lieber seinen Bruder gesehen hätte, trat plötzlich ein unbekannter Mann durch die Mutter ins Leben und stellte es auf den Kopf. Sie kannte ihn aus ihrer Schulzeit und auch als der Junge geboren wurde, suchte er als Küchenhilfe im Krankenhaus ihr Zimmer auf. Ein seltsames Gefühl hatte der kleine Junge am Kuhlerkamp schon als dieser Mann eine Nacht bei ihnen verbrachte. Und zwar solch eines, dass er vor lauter Übelkeit in der Nacht aufwachend auf dem Boden kotzte. Doch dieses Signal seines warnenden Körpers, konnte weder er noch die Mutter deuten. Wie viele menschliche Erwachsene, verstand der Junge erst recht nicht diese nonverbale Kommunikation, die mir so vertraut ist, weil für mich das meiste darauf beruht. Hätte ich zu dieser Zeit existiert, hätte ich dem zukünftigen Stiefvater bei Bastet knurrend das Gesicht zerkratzt!

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Dem Albtraumabend entgegen

Nachdem seine Mutter 1997 mit ihm die Wohnung aufgab und mit der Heirat eine neue gemeinsame bezog, saß der misstrauische Junge mit ihm eines Tages im Auto. Da er seine Mutter selten so glücklich sah, wollte er ihm zeigen, dass er Anfing ihn zu akzeptieren. Der Junge ignorierte so schwer es ihm fiel, seine Intuition, sein wahres Selbst und dachte nur daran, dass er seine Mutter glücklich sehen wollte. Während er den toxischen Stiefvater aber auf der Wange einen Kuss gab, sah der Junge einen in sich brodelnden Mann mit einem auf ihn so wirkenden eiskalt anschauenden Reptilienblick. Er fühlte in sich ein enormes unbehagen und wäre auch am liebsten vor ihm geflüchtet. Er war aber zu klein und wusste nicht, dass er es mit einer besonders toxischen Person zu tun hatte, die vermutlich unter einer oder mehreren Persönlichkeitsstörungen litt. Was der Junge auch nicht wusste, war, dass er ohne Ausnahme alle Kinder in Wirklichkeit hasste. Und ihn als Konkurrenz betrachtet hat, weshalb er den Jungen über ein Jahr nach der Hochzeit loswerden wollte. Es war bloß ein paar Tage vor Weihnachten 1998 gegen Abend, als im Leben des Jungen etwas so fürchterliches passierte, dass es einen sehr schmerzhaften Wendepunkt bedeutete.

Bevor allerdings die unschuldige Seele des kleinen Jungen, durch der starken Hand des toxischen Stiefvaters, – jener seine Übermachtstellung über ihn als schwächeren Menschen mit hasserfüllter Gewalt ausübte – beschmutzt worden war, kam er eines Abends von einem Spielplatz, wo er ältere jugendliche Freunde fand, nach Hause. Gemäß dem Kontrollfreak-Stiefvater hatte der Junge um Punkt 8:00 Uhr im Bett zu sein, und keine Minute später. Als er nach der Hausaufgabenbetreuung eine bis zwei Stunden pro Tag nur draußen sein konnte, kam er aus Angst vor dem toxischen Stiefvater schon überpünktlich Heim. Jedoch zögerte er die Zeit zum Schlafen hinaus, indem er sagte, dass er die Abendnachrichten mit ansehen wollte, denn die Mutter sah er wegen dem langen Schultag kurz zum Mittag- und Abendessen.

Diese Antwort passte dem vor sich hin kochenden Stiefvater aber überhaupt nicht. Was der kleine Junge auch anhand des ihm zugeworfenen angespannten Blickes wahrnahm. Zumal er zuvor von dem Jungen ein von sich gezeichnetes Bild fand, das ihn mit körperlicher Behinderung darstellte. Er saß während die Lieblingssendung des Stiefvaters noch lief, hinter seiner Mutter auf der Couch und lehnte sich mit den Armen an dem Sessel an, auf dem sie vor ihm saß. Als er dann aber nach einem für ihn anstrengenden Tag noch an der Lieblingssendung des toxischen Stiefvaters ’nörgelte’, sprang dieser vor dem Fernsehgerät aus seinem Sessel auf, was den kleinen Jungen so erschrecken ließ, als ob er wie der Beelzebub aus dem Nichts erschien. Er wurde immer wütender, sein Kopf immer röter. So rot, dass man annehmen hätte können, dass ihm während dem Wutrausch fast Teufelshörner gewachsen wären.

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Als er um den Tisch und Sessel herum zur Couch ging, wo der Junge sich hinter seiner Mutter in Sicherheit barrikadiert glaubte, war es bereits für ihn zu spät, um zu flüchten. Wie ein Wolkenbruch prasselte es in verbaler Form auf ihn nieder, als der Stiefvater ohne seine Nerventabletten genommen zu haben den Wutanfall seines Lebens bekam. Der Junge hatte bis dahin, wie seine Mutter einmal eine toxische Person überlebt, was den meisten Kindern in ihren Leben hoffentlich erspart bleibt.

Die Ruhe war jedoch wie erkennbar die Ruhe vor dem schon am Horizont sich zusammenbrauenden Sturm, der auf den Jungen wie Regen verbal immer härter nieder prasselte, ehe dann das große Gewitter einsetzte. Der Stiefvater sagte in dem Wissen, dass der Junge alle zwei Wochen widerwillig seinen Vater besuchen musste, dass er ihn entweder mit dem Auto zu ihm hinbringen könne. Oder wenn er das nicht wollte ihn dann direkt ins Heim bringen würde. Als das sein voller ernst war und er zu ihm schon sagte: „So jetzt komm! Ich bring Dich weg!“ rutschte der Junge zur anderen Couchseite, weshalb der Stiefvater im Wohnzimmer wie ein Wahnsinniger herumtobte. Er hat ihn vor die Wahl gestellt. Und auch seine Mutter stellte er vor die Wahl, sich für einen von den beiden zu entscheiden. Worauf er als parasitärer Kontrollfreak aus war, war, dass der Sohn also mit ihr Einverständnis für mindestens sechs Jahre (Volljährigkeit) ein isolierendes Kontaktverbot auferlegt bekommen hätte.

Er wollte sie nur ganz für sich alleine und hasste Kinder zutiefst, weshalb es ihm gewissenlos leicht fiel einem zwölf-jährigen Kind gesagt zu haben, dass wenn er „als Erwachsener“ seinen Wille nicht bekomme, auch vor dem Baum mit dem Auto fahren könnte, und der Junge an seinem Tod schuld wäre! Im Urlaub zeigte er den Jungen kurz zuvor auch schon seinen abscheulichen Hass, als er ohne ihn ins Auto einsteigen zu lassen, einmal einfach losfuhr. Und ihn fast alleine an irgendeinem Strand an der Ostsee hätte stehen lassen, wenn da nicht ein Onkel und die Mutter gewesen wären. Wie bei seinem Vater, wehrte er sich diesmal erst gegen die verbalen Angriffe. Weder wollte er aus Furcht zum Vater, da er es ungerecht empfand, dass er sich dem zwanghaften Besuchsanrecht zu beugen hatte, noch wollte er, wie kein Kind (mit der so sehr  wichtigen aufgebauten Mutter-Kind-Bindung) es will, in ein Heim.

Bevor der toxische Stiefvater die Mutter noch fragen würde (nachdem ihm mehr Widerstand entgegen kam als geglaubt), der Junge sich keinen Zentimeter vom Fleck bewegte und trotz der Angst vor ihm wie ein Fels in der Brandung dem Unwetter ausharrte, rieß ihm ziemlich schnell jener Geduldsfaden der kurzen Impulskontrolle. Er zog den Tisch zur Seite, hinter dem der Junge sich barrikadierte und explodierte. So versuchte er an seinem Arm zu ziehen, um ihn von die Couch zu zehren. Der Junge hielt sich aber mit beiden Händen so fest er nur konnte an die Couch fest. Er schrie „Nein!“ zum toxischen Stiefvater, welcher hasserfüllt ihn als schlimmsten Feind ansah. Und je mehr er merkte den Jungen trotz seiner Kraft in seiner gesunden Hand nicht vom Fleck bewegen zu können, fing er dann als fürchterliche Schandtat auch damit an mit seiner flachen Hand ihm mehrmals heftig ins Gesicht zu schlagen.

Er schlug und schlug, während er sich bei dieser Prügelattacke in seinen Wutrausch hineinsteigerte. Wie oft die Hand in sein Gesicht wie ein Eisenschlag einschlug, das hat der Junge nicht gezählt. Als alles vorbei war, war er jedenfalls froh, trotz der Todesangst, die ihn sich nicht vom Fleck bewegen ließ, dieses Monster (bzw. menschliche Raubtier) überlebt zu haben und der Schrecken größer als alles andere war. Doch bevor es soweit war, krallte er sich kräftiger an der Couch, als zu diesem Zeitpunkt die Tränen aus lauter Furcht das Gesicht herunterströmten und wie ein Wasserfall zu Boden fielen. Der kleine Junge, der sich mit beiden Händen weiter an die Couch krallte und den Peiniger trotz aller Qual, die dieser über ihn mit sich-selbst-zerfressenden Hass gegen das unschuldige Leben überschüttete, konnte er sich wegen der Schläge nur noch kurz festhalten, als er nicht entführt werden wollte. Ähnlich einem Hasen vor der Schlange, verfing sich die Mutter ebenso wie er, in einer dafür nur typischen Angststarre, bis sie zu sich kam, als der Junge immer lauter um Hilfe schrie. Solch eine Hilflosigkeit war in dieser Situtation völlig schrecklich.

Nachdem aber der toxische Stiefvater wutentbrannt aus seinem Sessel sprang, den weinenden und schreienden Jungen drohte ihn von seiner Mutter zu trennen und ihn anfing zu schlagen, zog er diesen sodann kreischenden Jungen richtig fies an seinem Ohrläppchen. Undzwar so heftig, dass das noch über einige Tage überdauernd einen Bluterguss ergab, (den neben der merkwürdigen Frau mit den grauen Haaren und der Macht, u.a. auch die Patentante sich enttäuscht ansah). Woraufhin somit der Widerstand gebrochen schien, als der Junge sich nicht mehr an der Couch festhielt und der toxische Stiefvater diese Gelegenheit nutzen wollte. Anstatt aber den Jungen mit zum Auto zu zehren, setzte er sich mit all seinem schweren Körpergewicht auf ihn drauf. Der Junge bekam unter ihm immer schwerer Luft. Jetzt war er also endlich in der richtigen Position als gemobbtes Schulkind aufgrund einer körperlichen Behinderung, als der narzisstische Gottmensch an einem Kind als Sündenbock, für alles was er erlebte, auserwählt, alles rauszulassen. Es war für ihn soweit sich an einem Kind zu rächen. Doch wegen hartnäckiger Wehrhaftigkeit und großer Mütterlichkeit, schickte er sich am Ende mit dem unmoralischen Verhalten nur selber in die Wüste.

War zwar die Möglichkeit auf Notwehr für den Jungen sehr eingeschränkt, aufgrund des ihm auf der Schlafcouch unbeweglich machenden Körpergewichts. Und schrie er unter der ausgestandenen Todesangst wie am Spieß, als die Mutter ihn noch nicht zu schützen vermochte. Und haute ihn auch der toxische Stiefvater aus seiner eingenommenen Übermachtsposition mehrfach ins Gesicht, so brachte es der Junge dennoch noch in dem Überlebenskampf ohne Regeln fertig, so fest er es nur vermochte, das rechte Knie in sein Unterleib zu rammen. Es war das was er eigentlich niemand antun wollte, was ein schmutziger Trick war, zu dem er mal in der Grundschule griff, da er es von anderen kannte und wusste wie sehr das wehtut.

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Allerdings hatte er in der schutzlosen Lage aus reiner Notwehr keine andere Möglichkeit, es war das einzigste was er noch tun konnte. Es schien als ob der Junge im Innern Bärenkräfte generierte und wie „Marschall Bravestarr“ diese dann einsetzte. Dem toxischen Stiefvater tat dies trotz dem sich am Kind rächenden Wutrausch enormst weh, denn hat dieser unter Schmerzen und aus lauter entsetzen, weil der Junge sich immer noch zu wehren wagte, deswegen – so unfair das Kraftverhältnis so schon war – wie ein schlechter Verlierer eines sehr unfairen Wrestlingmatches zum Abschluß seiner Schandtat, es sich sogar erdreistet, ihn ins Gesicht zu spucken. So eine Sauerei. Er gab zu verstehen, wie sehr er ihn verachtet.

Jetzt tat es dem Jungen bestimmt nicht mehr so leid, dass ihm einmal ausversehen ein American Football ins Gesicht traf. Bevor er vom Jungen stieg, erwachte die Mutter aus der Schockstarre, realisierte was passierte und schrie erst: „Jetzt ist aber gut, hör auf, das ist mein Junge!“ Der Junge hätte von diesem Riesen erschlagen worden sein können, da er aber sich von Natur aus so zur Wehr setzte wie er es sieben Jahre zuvor tat, als er seine Mutter vor dem Vater schützen wollte und Glück im Unglück hatte, konnte er nun hinter der Mutter Schutz finden. Sie hielt sodann den toxischen Stiefvater auf Abstand, während er den Jungen die Schuld an seinem Selbstmord einreden wollte, als er argumentslos sagte, dass er dann vor’m Baum fahren kann.

Undso provozierte nach diesem albtraumhaften Abend am nächsten Morgen der Stiefvater weiterhin den Jungen, der daraufhin somit dazu gedrängt sich die Winterschuhe anzog und ihm vor das Schienbein trat. Er trat einmal so fest zu, dass es dafür ausreichte, dass er blutete. Seine Mutter aber stritt sofort ein, indem sie ihren Jungen an sich festhielt, sodass er nicht auf den, ihn bis ans äußerte treibenden toxischen Stiefvater mehr los ging, so verständlicherweise wegen der Wut er es auch wollte. Doch Angriff war hierbei die falsche Lösung. Sondern “Flucht” die einzig richtige! Sonst hätte der Stiefvater die narzisstische Nahrung bekommen die er ja somit wollte, als er auffordernd sagte: „Komm schon! Tue es! Los! Tritt zu! Ja! Nochmal!“.

Den Unmut, den der Junge empfand, ließ er an jenem Tage noch durch die Sprache der Musik als ein Ventil raus, indem er von seiner gewordenen Lieblingsrockband Böhse Onkelz das Lied „Danke für Nichts!“ wegen den Zeilen „Wir sind noch lange, noch lange keine Freunde. Wir sind noch lange nicht soweit. Danke für nichts! Du hilfst mir dich zu hassen„, in seinem Zimmer mit offener Tür laufen ließ. Wie ich auch von den Ärzten das Lied Rebell: „Ich bin ganz ruhig, warum regst du dich denn so auf? Wenn du dann durchdrehst, und mich wieder verhaust, stellst du dir selber ein Armutszeugnis aus. Du kannst mir leidtun, die Wut, sie macht dich blind. Du hast verloren, ich bin nicht dein Kind!“ 

Bastet sei dank verließ die Mutter so schnell es ging vor Weihnachten mit ihren Sohn endlich den „süchtigen Energievampir“, der sich von den negativen Emotionen am liebsten ernährte, da er wusste, dass er dafür Verantwortlich war, dass sie gefühlt wurden. Der zu verzeihende Fehler, den die Mutter genauso, wie u.a. die Frau mit den grauen Haaren und der Macht beging, war, dass niemand Anzeige erstattete. Sondern der Übeltäter vor juristischen Konsequenzen wie Körperverletzung, denen er sich eigentlich zur Verantwortung hätte ziehen müssen, völlig geschützt war. War das so schon eine Schande, dass der Vater nichts zu befürchten hatte, obwohl er auch schon in den 1960er Jahren seine Erste Ehefrau zur Flucht vor ihm verleitete, so war es für den Jungen als Jugendlichen frappierend, dass es nicht ermöglicht wurde Gerechtigkeit zu erlangen. Stattdessen sprach die merkwürdige Frau mit den grauen Haaren und einem anderen Mann mit Rauschebart mit seinem Peiniger unter sechs Augen. Was für den Jungen zeigte, dass es keine fühlbare Gerechtigkeit für ihn von der Frau trotz ihrer Allmacht gab, die ja vorgab immer nur sein Bestes zu wollen.

Jetzt war sie, die es auch nicht mochte, dass er die Böhsen Onkelz hört, die ihm emotional mehr als sie halfen, für ihn erst recht die Hexe aus dem Märchen Hänsel und Gretel, welche seine Eltern ihm als Kind aus seinem Märchenbuch vorlaßen. Die Annahme, dass sie eine kaltherzige Frau war, wurde ihm später auch klarer, als sie seinem Hausarzt, es verbat ihn weitere entschuldigte Schulfehltage zu gewähren, wenn er wegen, wie er es heute versteht psychosomatischen Beschwerden bei ihm in Behandlung war. Der Hausarzt hatte selbst diese Macht von ihr zu fürchten. Und so kam es eines Tages dazu, dass sie den Jungen mit einer schweren Bronchitis zur Schule brachte. Beim letzten Treffen mit dieser staatlichen Wächterin schenkte sie ihm von den Toten Hosen eine CD auf der ein Lied über Kindesmissbrauch und ein weiteres über einer Seelentherapie enthalten ist, die der Junge aber längst kannte.

Jahre zuvor rechtfertigte sie die Kontrolle des Lernzwangs mit einer angedichteten Lernbehinderung, welche sie später vor Gericht revidierte, als sie sagte, dass er nur ein fauler Sack sei. Im Hinblick darauf, dass er aber durch zwei toxische Personen traumatisiert war und dadurch eine Lernblockade hatte, wird irgendwo in ihr klar geworden sein, dass ihre Hilfe keine große Hilfe war. Den Wendepunkt zum Guten hin, brachte ihm der lang verwehrte Kontakt zu seinem Bruder, den er immer schon kennen wollte. Er lachte über seine Witze und fühlte erinnernd in sich, wie wertvoll es doch trotz allem ist eine Frohnatur zu sein. Intuitiv merkte der älter werdende Junge, dass u.a. das Waldbaden und das hören von Musik mit die er sich identifizieren konnte, ihn ebenso half die Vergangenheit zu akzeptieren und stets achtsam mit sich und anderen umzugehen. Auch ich kenne ihn und hab ihn unendlich lieb, miau..

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Zusammenfassendes Fazit:

Gemäß Victor Hugo drückt Musik das aus was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Genauso aber kann auch eine Kurzgeschichte sich einem Thema widmen das in der Regel einen Tabubruch darstellt. Als ich somit vor über zehn Jahren noch mit dem aufarbeiten von einem Trauma der überlebten häuslichen Gewalt zu ringen hatte, war es die Black Metal Musik in Kombination mit ZEN-Meditation und sog. Waldbaden zu verdanken sich den Emotionen des Schmerzens und der Trauer mehr zulassend genähert haben zu können. Ich wusste intuitiv, da musst du jetzt durch wenn du das überwinden und hinter dir lassen willst. Eines Tages saß oder besser gesagt lag ich in der Versenkung und hörte mit Köpfhörern bei geschlossenen Augen ein Black Metal Album, bei dem es mir mehr um die musikalische Atmosphäre ging. In der Dunkelheit, die ich vor Augen sah, formierten sich Erinnerungen als Bilder die mir seelischen Schmerz bereiteten. Und so äußerte Jung erwähnenswerterweise, dass „es keine Bewusstwerdung ohne Schmerz gibt“ und

„Menschen alles tun werden, egal wie absurd, nur um nicht mit ihrer Seele konfrontiert zu werden. Man wird nicht erleuchtet, indem man sich Figuren des Lichts vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.“

Es war wie ein Film den ich chronologisch vorwärts und rückwärts immer wieder etwas mehr von Etape zu Etape durchgegangen bin. Bevor es zu dieser befreienden Erfahrung kam, auf der noch weitere im Wald auf einer stillen Wiese sitzend folgten, habe ich Flashbacks gehabt, die alte unverarbeitete Gefühle mit den Bilder aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein brachten, bis ich diese aufgeschrieben habe und merkte wie sie in Kombination mit dem Waldbaden mehr und mehr nachließen bis sie fast ganz verschwunden waren. Die Emotionen wurden nicht verdrängt, sondern analysierend zugelassen und erlebend, sowie als auch begreifend somit die Dunkelheit in Licht verwandelt. Ungefähr zehn Jahre später wurde es auch durch bewusstere Schattenarbeit bzw. Traumarbeit mir möglich, sich vollkommen von den schlechten Folgegefühlen der erfahrenen Kindesmisshandlung wie dem Hass nun Emotional zu befreien, als in einem Traum, auf den hier der Länge wegen nicht eingegangen wird, das reingeprügelte Böse was sich im Hass als Symptom äußerte bei einem kritischen Traumbewusstseinszustand intuitiv gewollt endgültig aus den tiefsten Tiefen der Seele ausgekotzt wurde. Und so heißt es zum Bild der Seele nach Jung:

„So sehr sich die Träume auf ein bestimmt geartetes Bewusstsein und auf eine bestimmte seelische Situation beziehen, so tief liegen ihre Wurzeln in dem unerkennbar dunklen Hintergrund des Bewusstseinsphänomens. Wir nennen diesen Hintergrund aus Ermangelung eines bezeichnenderen Ausdruckes das Unbewusste. Wir kennen sein Wesen an und für sich nicht, sondern beobachten nur gewisse Auswirkungen, aus deren Beschaffenheit wir Rückschlüsse auf die Natur der unbewussten Psyche wagen. Weil der Traum eine ungemein häufige und normale Äußerung der unbewussten Psyche ist, liefert er das meiste Erfahrungsmaterial zur Erforschung des Unbewussten.“

Vor, zur und nach der Jahrtausendwende war wie es die Kurzgeschichte aufzeigte die mir am meisten zusagenste Rockband Böhse Onkelz, deren Texte ich alle auswendig lernend verinnerlichte, mit einigen mich identifizieren konnte oder was anderes lernte. Ebenso lernte ich aus der Bandgeschichte, dass man als Mensch nicht perfekt ist und aus Fehlern wie sog. Jugendsünden für das Leben wichtige Dinge lernen kann. Als Rock und Metalfan war das erste Buch das ich jedenfalls ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende gelesen habe „Warum Krieg?“ das einen Briefwechsel von Albert Einstein und Sigmund Freud enthält. Verknüpft war das für mich von den Böhsen Onkelz Liedern „Bomberpilot“, „Schöne Neue Welt“ und „Entfache dieses Feuer“. Danach folgten noch viele weiteren Bücher, sodass sich in über zehn Jahre danach etwa 100 Bücher angesamelt haben, vorwiegend hauptsächlich Sachbücher über Geschichte und Psychologie. Als Kurzgeschichte meine persönliche Erlebnisse aufgeschrieben zu haben, viel mir auf der einen Seite leichter – auch wenn ich nur Schöne Neue Welt und 1984 als Romane laß – und auf der anderen Seite machte es mir auch mehr Spaß durch die Augen eines Tieres zu schreiben, weil Tiere oft vorahnend eher als der Mensch es kann, gutherzige von bösartigen Menschen voneinander unterscheiden. In dem Buch „Geheimnis Gehirn“ wies darauf auch schon mit Bezug auf Wolfsrudel Christa Meves hin. Tiere sind jedenfalls auch wenn sie von Raubtieren abstammen, wie die Katze, dafür bekannt empathische Wesen zu sein, im gegensatz zu toxischen Personen, die von Joe Navarro auch menschliche Raubtiere genannt werden. Denn wenn man sich bei besonders toxischen Personen das Gehirn anschaut, wie das in der Hirnforschung z.B. bei kriminellen Menschen gang und gäbe ist, so kann man mit moderner Technik nachweisen, dass es Menschen gibt die einfach gesagt zur Empathie aufgrund ihres anders funktionierenden Gehirnes unfähig sind. Nachweisen kann man das in einem PET-Scanner.

Wegen der von der Jugendamtsmitarbeiterin mir in den 1990er Jahren angedichteten Lernbehinderung, unterzog ich mich aufgrund von Matheproblemen freiwillig einem Intelligenztest, wobei ich auch in einer Röhre war die mein Gehirn scannte. Dabei kam heraus, dass ich keine Lernschwäche habe und mit meinem Gehirn alles gut ist. Weiterführende Tests, fanden schlußendlich heraus, dass sich unaufholbare Lernlücken ansammelten, weil in den 1990er Jahren ich von 1993 bis 1998 insgesamt sechs verschiedene Grundschulen besuchte, was schlußendlich acht verschiedene besuchte Schulklassen für mich bedeutete. Zwar würde rein theoretisch eine aufgesuchte Schulaufgabenbehilfe dieses Lerndefizit aufgefangen haben, aber da ich als Grundschulkind schon traumatisiert war wegen dem erlebten Vaterterror und der überlebten Häuslichen Gewalt, blockierte eine Lernblockade den Lernvorgang maßgegebend. Zwar habe ich mich mit der Zeit in der Grundschule mit einer reproduktiven Denkleistung merklich gebessert, aber als traumatisiertes Grundschulkind empfand ich es nicht förderlich nicht genug freiräume für mich selbst zur Verfügung gehabt zu haben. Wie es auch nicht förderlich war, aufgrund einer Angst vor dem Heim gelernt haben zu müssen. In der vierten Klasse habe ich mich auf der sechsten besuchten Grundschule zwar schon mehr mit Mathematik verstanden. Als ich dann aber wegen dem vielen lernen die Ganzstagsschule besuchen musste, weil auf dieser von der Jugendamtsmitarbeiterin auch die eigenen Kinder waren, führten die lange Schultage dazu, dass die Konzentration mehr und mehr abnahm. Beim ersten Mathematiklehrer hatte ich noch vertrauen, dass es was werden könnte, aber als ich dann vom toxischen Stiefvater als zwölfjähriger Fünfklässler misshandelt wurde, stand in vielen Unterrichtsstunden das Trauma gedanklich vorne. Sodass ich in mehreren Englischklausuren in der Aufgabe wo man was persönliches zur Familie schreiben konnte, geschrieben habe, dass ich meinen Stiefvater hasse, weil er mich so sehr geschlagen hat. Auch, wenn es im Jahr 2000 laut einem mir vorliegenden Gerichtsdokument hieß, dass meine Schullaufbahn vom Jugendamt streng kontrolliert und überwacht wurde, so ist es eine feige Ausrede von der Jugendamtsmitarbeiterin gewesen, mich in Absprache mit Lehrern einen faulen Sack genannt zu haben, der den Unterricht durchaus folgen könne.

Als ich ein traumatisiertes Grundschulkind war, hieß es wie ein mir ebenfalls vorliegendes Jugenamtsdokument aussagt, dass ich wegen einer angeblichen Lernbehinderung die Schulaufgabenhilfe besucht habe. Wie konnte man also allen ernstes trotz Vaterterror und Häuslicher Gewalt erst von einer Lernbehinderung anstatt einer Lernblockade durch ein Trauma ausgehen? Und dann nach der zweiten überlebten Häuslichen Gewalt gar einfach vor Gericht aussagen, dass ich einfach nur ein fauler Sack gewesen sein soll? Vielleicht ein lernbehinderter fauler Sack? Nein, viel eher ein durch Entwicklungstrauma lernblockierter und vom Lerndrill chronisch erschöpfter Mensch. Es wurde mit dem Lerndrill das gegenteil erreicht, ansatt durch freiräume Spaß am lernen gehabt haben zu können, empfand ich es – trotz allen guten Absichten der Lernhelfer – als reine Folter. Aber diese waren ja nicht informiert über meine traumatisierende Vergangenheit, weshalb die Verantwortung ganz klar bei der Jugendamtsmitarbeiterin zu suchen würe, dafür dass die Schullaufbahn noch mehr als so den Bach runter ging. Klar, habe ich auf einer Abendschule den Realschulabschluß erreicht, allerdings fühlte ich mich im gegensatz zur kommunitaristischen UN Agenda 21 Ganzstagsschule mehr in der freien Persönlichkeitsentfaltung gefördert und als Mensch auch mehr respektiert.

Dort wurde mir wegen meinen äußerlichen Erscheinungbildes nicht von diversen Schülern regelmäßig „Satan“ hinterhergerufen. Nein, dort verdrängt dieser Name weder meinen bürgerlichen Namen, noch habe ich das überhaupt nur einmal vorgeworen bekommen ein Satanist zu sein. Viel eher lernte ich im Psychologieunterricht der Oberstufe etwas über Vorurteile und Konditionierung, sodass ich endlich etwas mehr verstand, was auf der Gesamtschule mir für Ungerechtigkeiten wiederfahren waren. Darum soll es in diesem Fazit zur Kurzgeschichte „Überlebensgeschichte vom Weihnachtsschrecken“ aber nicht gehen. Jedenfalls habe ich also von dieser „Lernbehinderung“ erst auf der Abendschule von der Annahme etwas in Erfahrung gebracht, als ich 2007 das Abi aufgrund von Mathematikschwierigkeiten abbrach und anfing mir die zugänglichen Dokumente alle durchlesend zu studieren. Warum viel mir das auswendig lernen manchmal so schwer? Und worum ging es bei dem kindlichen Wohl genau, wenn man wegen dieser stumpsinnig gegebenen Faktenlage darüber nachdenkt? Eine wissenschaftliche Begründung gab es nie für die Annahme einer vererbten Lernbehinderung und ist auch ziemlich kritisch zu betrachten bei unserer sensibelen Geschichtsschreibung in Deutschland. Stattdessen habe ich über zehn Jahre durch moderne Technik der Hirnforscvher selber in Erfahrung bringen gekonnt, dass es bei mir weder ADHS noch ADS oder eine lernbehinderung gibt. Somit würde ich mit mehr freiräumen und ohne Zwang selber als neugieriges Kind den Schulstoff gelernt haben wollen.

Das Buch „Warum Krieg?“, ließ sich mich jedenfalls die Frage stellen „Warum Gewalt?“. Gewalt im Elternhaus. Gewalt in der Schule. Gewalt durch den Staat. Wodurch ich kurzgesagt mit anderen guten Büchern hier guten Gewissens darlegen kann, dass der hauptsächliche Fehler durch das Jugendamt der der Aufklärung wegen der war, kein wissen den Eltern über Psychologie im Bezug auf Trauma mit auf dem Weg gegeben zu haben. Wobei trotz dem Spruch „das kindliche Wohl zu schützen“, es den Jugendämtern generell eher darum geht, den Eltern bei ihrer Ehe zu helfen, ist das doch deren Auftrag. Das Kind steht meines erachtens dabei oft außen vor, sonst würde im Grundgesetz die gewaltfreie Erziehung ein unveräußerliches und zu schützendes Recht sein. Auch der Gesetzgeber ist fehlerhaft, zumal es in den 1990er Jahren keine Straftat war das Kind „zu züchtigen“, also einem Kind Gewalt anzutun, wie man das u.a. dem Buch „Die geprügelte Generation“ entnehmen und anderen recherchierbaren Quellen kann. Bevor ich zum Kerz des Fazits vorstoße, sei an dieser Stelle noch kurz das Jugendamt von der historischen Seite aus beleuchtet, um der Problemlösung mit dem bishierher gesagt noch näher zu gelangen. Sieht man sich die Geschichte des NS-Regimes und dessen Ideologie der aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum entlehnten und von Amerika aus geförderten Nazi-Eugenik an, ist es nicht verwunderlich, dass Polen bis heute die Sache sehr übel nimmt, dass nicht nur die Kinder die von den Nazis aus den besetzten Gebieten Osteuropas bezüglich der Neuordnung Europas entführt worden sind, um sie wegen ihrer zur Rassenkunde bzw. Rassenwahn passenden Aussehen auch innerlich zu „vollwertigen Ariern“ zu erziehen. Sondern auch weil die deutsche Regierung unter Konrad Adenauer sich vor der Verantwortung bzw. horrenden Schadensersatz-forderungen drückte, indem in den 1950er Jahren wegen den Druck aus Polen, durch einen rechtlichen Kniff, die Jugendämter die zuvor dem Innenministerium unterstellt waren und noch von einer Fachaufsicht kontrolliert wurden zur Selbstverwaltung freigegeben wurden. Hundertausende Kinder polnischer Abstammung sollen damals nicht zurückgegeben worden sein. Mit dieser historischen Entwicklung im Hinterkopf, kommt das gar nicht gut, wenn z.B. das statistische Bundesamt ermittelte, dass im Jahr 2007 pro Tag 77 Kinder in Deutschland in Obhut genommen wurden. In den Folgejahren ist diese Zahl Medienberichten zufolgte nicht kleiner geworden. So wurden mit 100 Kindern am Tag im den Jahren 2008 und 2009 ebenfalls jeweils ca. 30.000 Kinder in staatliche Obhut übergeben. Das sind fast 90.000 Kinder in drei Jahren. Erschreckenderweise hat die Politik trotz Reformen mit Gesetzen es für Familien schlimmer gemacht.

In den 1960er Jahren wurden jedenfalls bei meinen in der Kurzgeschichte unerwähnt gebliebenen Halbbrüdern aus der ersten Ehe meines damals berufstätigen Vaters, in Heimen untergebracht, weil die Kinder zu verwahrlosen drohten ohne eine sich um sie kümmernde Mutter, die ja eben wie auch meine vor ihm mehrfach flüchtete, wie es das in einem mir vorliegendem Dokument heißt. In dem Schwarzbuch Jugdenamt heißt es nun noch bezüglich der historischen Entwicklung: „In Ostdeutschland wurde die Integration der Kinder- und Jugendlichen in die sozialistische Gesellschaft maßgeblich durch staatliche Institutionen gesteuert und finanziert. Die Eltern waren einem starken gesellschaftlichen Druck ausgesetzt, ihre Kinder so früh, wie möglich, dem staatlichen Erziehungssystem zu überlassen, da die Arbeitskraft der Eltern der staatlich geregelten Planwirtschaft nicht länger als nötig entzogen werden sollte. Während in Westdeutschland die Kindererziehung weitestgehend den Familien überlassen wurde und das Elternrecht im Grundgesetz verankert war, gab es in den sog. „Neuen Bundesländern“ der ehemaligen DDR noch immer das flächendeckende Erziehungsmodell durch die staatlichen Organisationen. Viele Mitglieder der ehemaligen staatlichen Erziehungseinrichtungen erwiesen sich als gut ausgebildet und wurden nach dem Zusammenbruch der DDR in die neu eröffneten Behörden und Jugendhilfezentren der Jugendämter übernommen. In Folge der Migrationsbewegungen zwischen Ost- und West übertrugen sie die DDR- Ideologie des Staates als Erziehungsbeauftragter und der arbeitenden Mutter im erhöhten Maße auf das westdeutsche Erziehungssystem. Derzeit herrscht aufgrund der demographischen Entwicklung, insbes. der Abwanderung von Fachkräften ins Ausland und des starken Geburtenrückganges ein Mangel an Kindern in Deutschland. In den 90er Jahren wurden einhergehend die Rufe nach Krippenplätzen und Ganztagsbetreuung für Gesamtdeutschland zunehmend lauter. Die Zahl der Singlehaushalte erhöhte sich, die Mütter waren besser ausgebildet und gingen nach der Schwangerschaft früher zurück in den Beruf, um ihre Rentenansprüche nicht zu gefährden.“

Nun. Diese Kurzgeschichte ist kein Einzelfall. „Laut Kriminalstatistik werden täglich 50 Kinder misshandelt. Doch von vielen Fällen bekommt die Polizei nichts mit. Die Dunkelziffer liegt siebenmal höher. Renommierte Rechtsmediziner klagen an.“ heißt es im Welt-Online Artikel „„Sie werden zu Tode getreten, ertränkt, verbrüht““ vom 27.05.2015. Und laut laut Rechtsmedizinern werden etwa zwei Kinder sogar pro Tag getötet, wie man das dem Artikel entnehmen kann. Zusätzlich werden laut UNO-Schätzung eine Million Kinder in Deutschland sexuell missbraucht. Die amerikanische Kinderärztin Nadine Burke Harris – deren Berufswegen die „Adverse Childhood Experiences Study“ über schlechte Kindheitserfahrungen änderte, sprach in ihrem TED-Votrag „Wie Kindheitstrauma die Gesundheit ein Leben lang beeinflusst“ u.a. auch darüber, dass Menschen eine 20-jährige geringere Lebenserwartung haben, sowie dass es eine unbeachtete Gesundhetskrise in den USA ist, die eine Bewegung braucht, um das verdrängte zu ändern, indem es ernst genommen wird. Die Psychologin Vicky Kelly mit 35 jähriger Erfahrung als Psychotherapeutin äußerte bei ihrem TED-Vortrag “The paradox of trauma-informed care“, dass es bei Trauma sich um eine stille Epidemie handelt. Sie bezieht sich auch auf die „Adverse Childhood Experiences Study“ und spricht von einer Gesundheitskrise, wobei u.a. Krebs und Herzerkrankungen auf Kindheitstrauma wissenschaftlich ergründet zurückführbar sind. Und die Psychotherapeutin Allison Jackson brach mit ihrem TED-Vortrag ebenso das Schweigen, indem sie sich genauso auf die „Adverse Childhood Experiences Study“ bezog, und erläuterte, dass durch diese für die meisten Menschen unbekannte Epidemie wir als Gesellschaft in unseren liebsten und uns selbst diverse Krankheiten risikieren und sogar eine verkürzung der Lebenszeit. Diese stille unbekannte Epidemie soltle also auch in Deutschland in aller Munde sein, um u.a. die Politik dazu zu drängen z.B. das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung ins Grundgesetz aufzunehmen und als Gesetzgeber konsequente Strafen sich zu überlegen, falls dieses unveräußerliche Recht missachtet wird. Nur wie sollten solche Strafen aussehen, wenn mehrere Kindheitstrauma das Leben eines Menschen bis zu 20 Jahre verkürzen können? Wie dem auch sei. Der Hauptschwerpunkt sollte bei den Opfern bzw. Überlebenden liegen, die oftmals diese ganzen Fakten gar nicht wissen. Es braucht eine generelle Aufklärung und mehr Mitmenschlichkeit untereinander, anonsten tötet das Schweigen unaufhaltsam weiter. Es gibt da soviel zu tun, die Wissenschaft ist an vielen Fronten bereit um das Böse zu verstehen und uns davor zu schützen. Wir müssen darüber hinaus wachsen, sodass die Veränderung zum besseren hin unaufhaltbar ist. Nun die Postraumatische Belastungsstörung wurde hauptsächlich Soldaten und Holcaustüberlebenden attestiert, wobei es bei den anderen Fälle wie narzisstischen Missbrauch oder Häuslicher sich bei überlebenden Erwachsenen um eine Komplexe Postraumatische Belastungsstörung handelt und bei Kindern um ein Entwicklungstrauma. Auch wenn ich kein allzugroßer Freund von der oft untätigbleibenden UN bin, ist es dennoch dem Datenhalber noch wichtig zu erwähnen, dass laut Unicef nicht nur 1 von 9 Kindern in einem Kriegsgebiet aufwachsen, aber 250 Millionen Menschen der Jugend weltweit betrachtet inmitten von Gewalt leben. Das sind fast soviele wie laut dem Politikwissenschaftler Josef Rudolf Rummel im Jahrhundert der Demozid als wehrlose Opfer durch diverse Staaten mindestens ermordet wurden. Einge durch Krieg traumatisierte Soldaten bzw. Veteranen behandelten ihre Posttraumatische Belastungsstörung, indem sie mit einem Wolf eine empathische Bindung aufbauten, geredet wird dabei von der Wolf-Therapie Warriors & Wolves vom Lockwood Animal Rescue Center.

Weltweit gibt es Millionen traumatisierter Kinder und in Deutschland ist ein Problem, das viel vom Schoktrauma gesprochen wird, allerdings laut Dami Scharf das Entwicklungstrauma, das bei Kindern auftritt, selten oder gar nicht thematisiert wird. Eine Posttraumatische Belastungsstörung, die übersetzt anhaltender Stress ist der Menschen mit ihren Traumatas belastet, ist laut Dami Scharf eine Regulationsstörung. Weshalb der Mensch sich wieder richtig regulieren muss, um unbelastet funktionieren zu können, wie ich das durch das Waldbaden intuitiv getan habe, und unbewusst die EMDR-Therapie mit Musik auf den Ohren im Wald erlebte, als die Sonnenstrahlen durch die Blätter in die Augen schienen, wie ich das in dem leider vergriffenen Buch „Rotkäppchens Schweigen – Die Tricks der Kindesmiss- braucher und ihrer Helfer“ von Martha Schalleck vor zehn Jahren gelesen habe.

Lernen Sie jedenfalls Ihr Recht und die Menschen in ihrer Umgebung psychologisch besser einzuschätzen! Lernen Sie wie das Böse im 21. Jahrhundert beschrieben werden kann und wie sie sich und ihre liebsten dagegen schützen. Wie z.B. über den ehemaligen FBI-Profiler Joe Navarro, der das Buch „Die Psychopathen unter uns“ schrieb und es den Normalbürger erleichtert seine Mitmenschen akkurat vom eigenen Verstand und Gefühl abgeleitet einschätzen zu können. Da es mir als introvertierter Denker in unserem städtischen Jungel recht leicht fällt meine Mitmenschen einzuschätzen, da ich aufmerksam nun abnormales Verhalten wahrzunehmen vermag, bin ich aufgrund Erfahrungen in der gewissenhaft vorantreibenden Position, so reflektiert wie möglich, was wahr ist einfach zu sagen und einen roten Faden zum verstehen zu liefern. Ich wuchs ebenso wie die Kriminalpsychologin Angela Smith in einer toxischen Umgebung auf. Wenn so schon ein Kind jemand nicht glücklich sieht, ändert sich grundlegend das Weltbild! Wir haben also Augen um zu sehen, aber sehen oft nicht richtig hin, wie wir auch Ohren zum hören haben aber oft nicht verstehen. Den Verstand zum nach-denken, aber oberflächliches viel bequemer finden. Und das Herz zum fühlen, aber gemäß dem Psychoanalytkiker Hans-Joachim Maaz wir in einer narzisstischen Gesellschaft leben, wo schwäche zeigen tabu sei, obwohl das Land der Dichter und Denker gewisse Eigenschaften hat. Nun. Da vom invididuellen Fall es keinen Einzelfall darstellt, sei bezüglich einer kollektiven Schattenarbeit mit Bezug auf die Gesamtbevölkerung gesagt, dass laut dem Begründer der modernen Psychoanalyse C.G. Jung, man “ohne Emotionen Dunkelheit nicht in Licht und Apathie nicht in Bewegung verwandeln kann“.

Sehen Sie hier die TED-Talk-Videos über diese stille unbekannte Epidemie:

Und sehen Sie hier von NormelTV dieses besonders aufrüttelnde Video:

 

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