Vampiristischer Narzissmus

Kommentar. Zuletzt aktualisiert am 07. Februar 2018

Für Menschen mit moralischen Kompas, befindet sich hier eine psychologische Landkarte, bzw. als verständliche Übersicht eine Wissenszusammenstellung u.a. durch Überlebende von sog. narzisstischen Missbrauch, vorallem aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum. Zumal das Thema in Deutschland sehr begrenzt bekannt ist. Doch ist anzumerken, dass es mittlerweile im deutschsprachigen Raum auf Youtube leichter auffindbar ist, als das vor ein paar Jahren der Fall war.

Bei Narzissmus denken viele Menschen noch, dass es sich wie bei Schauspieler oder anderen Superstars, die den Boden unter den Füßen verloren haben, lediglich um ein großes Ego samt übertriebener Selbstverliebtheit handelt. Seit den 1980er Jahren nimmt aber im Westen die Empathie ab, in Universitäten und Schulen schießt, wie eine Langzeitstudie das aufzeigt, der Narzissmus durch die Decke. Und digitale Medien können bei vielen jungen Menschen ohne Sozialkompetenzen zur digitalen Demenz führen. Wobei es mit Bezug auf bösartigen Narzissmus und „narzisstischen Zügen“ viel zu differenzieren gibt, da jeder Mensch mehr oder weniger welche aufweist. Den Hauptunterschied kann man darin finden, dass normale Menschen mit narzisstischen Zügen noch vom Gewissen beeinflußt werden, was u.a. bei vollaus- gereifter narzisstischer Persönlichkeitsstörung mit Empathiemangel nicht zutrifft.

Wichtig: Versuche nicht zu heilen, was Du nicht verstehst!

Auf den beiden Youtube Kanälen „Escape from Narcissism“ und „Daylight out of Darkness“, gibt es innerhalb der Gemeinschaft von Menschen, die sich nicht nur als Opfer, sondern eher als Überlebende toxischen Missbrauchs sehen, zwei Damen, die ihre Geschichte über sich erzählen. Um die Öffentlichkeit nicht nur vor toxischen Personen zu warnen und über dysfunktionale Strukturen aufzuklären, sondern auch vordergründig als verbundenes Netzwerk andere Menschen (die die Wahrheit wie den Wald voll Bäume nicht sehen und danach vergeblich suchen oder auch nicht) zur Heilung zu bewegen, die das scheinbar unveränderbare im Leben verändert.

Da es sich hierbei um amerikanischsprachige Videos handelt, habe ich mich entschieden wichtiges in die deutsche Sprache davon zu übersetzen, damit die Bevölkerung sich dafür sensibilisieren kann. Ebenso liegt daher mittlerweile von Richard Grannan bzw. The Spartan Life Coach, seine Kurzdoku „Narzisstischer Missbrauch: Eine unausgesprochene Realität“ nun auch mit deutschen Untertiteln vor.

Wobei die Aufklärung keine leichte Angelegenheit ist, um es realistisch zu betrachtet, da ja das Thema „Missbrauch“ in Deutschland und anderswo als tabuisiert gilt. Was doch für eine aufgeklärte Gesellschaft, die den Kinderschutz an allererster Stelle stellen will, selber ein paradoxes Tabu sein sollte, das es mit allen Anstrengungen und Überlegungen zu vermeiden gilt. Aber selbst die Justiz hat dafür lange gebraucht.

Immerhin gibt es dutzende Spielfilme über bösartige Personen oder Dämonen, über die sich die Menschen dann unterhalten. Im Fall von Amerika wäre da die Serie „Paranormal Survivor“ zu nennen, die zwar interessant sein kann für Menschen, die sich u.a. mit der Frage des „was nach dem Tod passieren kann?“, beschäftigen wollen. Allerdings wäre gerade um Kinder zu schützen, eine Serie über Menschen wichtiger, die vom Missbrauch berichten, um das so leicht zugänglich zum Thema zu machen.

Davon sind wir jedoch weit entfernt. Damit bestünde zumindest die Möglichkeit, dass Menschen, die sich vor allem in toxischen Beziehungen und Ehen befinden, das miese Spiel der Manipulation verstehen und sich nicht mehr zum Spielball für jemand anderes machen lassen. Sofern sie sich mit den Überlebensge-schichtenerzählern etwas identifizieren können, würden sie mit ihrem Problem sich auch nicht mehr als so alleine damit empfinden und könnten neue Kraft schöpfen.

Der halbstündige Spielfilm Scope of Practice, handelt jedenfalls von einem Sanitäter, der mehrfach zu einer dysfunktionalen Familie gerufen wird, weil die Frau eines in der Stadt einflußreichen Sportstars, angeblich die Treppe herunter gefallen sei. Als er sie im Rettungswagen behandelt, stellt er fest, dass sie einen Fußabdruck auf dem Rücken aufweißt. Er meldete den Fall als Häusliche Gewalt, jedoch ist ihm im Verlauf des Spielfilmes klar geworden, dass wegen dem guten Ansehen das er der Stadt brachte, nichts gegen den Übeltäter unternommen wird. Er hätte einen privaten Ermittler engagieren sollen, verhielt sich aber impulsiv und unprofessionell.

Die weiter unten zu findenden Übersetzungen sollen hier also anderen Menschen, die der Sprache nicht mächtig sind, aufzuzeigen können, dass es gewisse nicht nur problematische, sondern auch besonders giftige Menschen gibt. Bei denen es wichtig ist, dass es Menschen gibt, die ohne Rachegelüste sich nicht scheuen die Wahrheit zu sagen. Wobei das auch bedeutet, dass toxische Personen, die zu der eigenen Geschichte, die es zu erzählen gilt, gehören, auch erwähnt werden müssen.

Und der Natur der Dinge es dazu führt, dass diese selbst dadurch emotional verletzt werden können, wie Rachel Arieff dies so formuliert. Nennenswerte Bücher zum Themenkomplex sind „Psychopath Free: Recovering from Emotionally Abusive Relationships With Narcissists, Sociopaths, & Other Toxic People“ vom Buchautor Jackson MacKenzie und „The Wizard of Oz and Other Narcissists: Coping with the One-Way Relationship in Work, Love, and Family“ von der Familientherapeutin Eleanor Payson, sowie „Die Psychopathen unter uns“ vom Profiler Joe Navarro.

Nun. Wie bei Horrorfilmen, scheint es vorsichtig ausgedrückt, eine Faszination mit dem Bösen zu geben. Ich gehe aus eigener Erfahrung davon aus, dass dies in der Regel damit zu tun hat, dieses oft unvorhersehbare, verstehen zu wollen. Immerhin ist die Menschheitsgeschichte ein fürchterlicher Überlebenskampf bislang gewesen, den man Evolution nennt, und wenn wir nicht aufpassen zur Devolution verkommt.

In Kinoreifen Dramafilmen schlägt z.B. ein Mann auf der Leinwand seine Frau, die die Ehescheidung einreicht und es vor Gericht darum geht bei wem die Kinder warum wohnen, die allerdings auch oft instrumentalisiert werden können im „Scheidungskrieg“. In Thrillerfilmen findet dahingegen eine Steigerung statt, da darin nun Frauen von einem psychopathischen Serienmörder gefoltert und umgebracht werden, weshalb Thrillerfilme auch eher von Menschen gesehen werden, die sich für die Kriminalistik interessieren, die zu erklären sucht warum wer Böse handelt.

Und in knallharten Horrorfilmen wird somit der Übeltäter als nahezu unsterbliches Monster dargestellt, das nachdem es z.B. von Überlebenden bezwungen wurde in der Fortsetzung auf mystische Art und Weise von den Toten zurückkommt. Es findet zwischen Zuschauer und den Protagonisten die sterben oder überleben eine parasoziale Beziehung bzw. Bindung statt, die der Magie der Filmkunst durch Hormone im Gehirn entsteht, wie Medienwissenschaftler das psychologisch erklären.

Als Zuschauer fiebert man also mit jenen Protagonisten mit, die zum Opfer eines gescheiterten Psychopathen werden können, ist erschreckt und regt sich auf, wenn dieser seine Beute tötete. Am Ende fast jeden Horrorfilmes, der nach dem selben bekannten Schema abläuft, ist um so größer die Freude, wenn endlich der Übeltäter ausgetrickst unschädlich gemacht wird, jedenfalls fürs Erste. Wenn nun also, wie ich dazu noch kommen werde, gewisse besonders toxische Personen in normalen Menschen eine enorme Wut auf sie verständlicherweise bekommen können, kann ein Film wegen den chemischen Vorgängen im Gehirn durchaus ein befreiendes Gefühl hinterlassen. Lieber so Emotionen verarbeiten, anstatt impusliv zu handeln.

Bei ersteren genannten Filmgenre, fällt wegen der Offensichtlichkeit des physischen oder auch psychischen Missbrauchs das Wort Familiendrama. Bei zweiteren genannten Filmgenre ist man sich nicht so sicher womit man es zu tun hat und fragt sich mit den Beweggründen nach dem warum? Und bei letzteren Filmgenre scheint das Böse nie zu sterben, weil „scheinbar unaufhaltsam“ leider oft eine bluttriefendere Fortsetzung nach der anderen erscheint. Und im ersten Gruselfilm den ich jedenfalls als Zehnjähriges Kind sah, wurde zu Anfang erst ein kleiner Junge gezeigt, dem sein Großvater am Bett eine Geschichte erzählte, welche eine Metapher darstellt.

Das folgende Zitat stammt aus dem trashigen Kultfilm „Troll 2“, der kurzum von einer Dorfsekte mit 26 Einwohner handelt und einer gewöhnlich Stadtfamilie, die dort in den Urlaub sich begibt. Deutet man diese fiktiven Goblins also nun anhand der Beschreibung, die der verstorbene Großvater seinem Enkel erzählt, kann man hierbei nun mit der Wissenschaft im Gepäck, metaphorisch davon ausgehen, dass damit „genetische Psychopathie“ und „bösartiger Narzissmus“ beschrieben wird. Eben mit folgende Worte, wie: „Grausame, hochmütige, niederträchtige und schamlose Kreaturen. Rachsüchtig. Völlig Gewissenslos. Diese Wesen können sich leider blitzschnell verwandeln und wirken wie normale Menschen, wo und wann sie das wollen.“

Eigentlich ist das nichts neues für die Menschheit, zumal ja eben schon lange bevor der deutsche Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe über das von ihm in der Nähe und in der Ferne im Menschen beobachtete Dämonische in seiner Autobiografie schrieb (und sogar so weit ging, dass von der ungeheuren Kraft, die von Menschen von denen selten Herzensgüte ausgeht, die Masse angezogen wird), vor etwa 2500 Jahren der chinesische Philosoph Konfuzius äußerte: „Geschickte Reden und eine zurechtgemachte Erscheinung sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.“

Weshalb meiner Vermutung nach, bezüglich der Geschichte der Religion, die sich ähnenlnden Religionen, die nunmal von Menschen groß gemacht wurden, solche märchenhaftenWesen enthalten, die abgrundtief schlecht oder auch gut sind. Siehe z.B. Loki aus der germanischen Mythologie, ein Trickster auf den sogar der „allwissende“ Odin reinfiel. Mythologie wird also einfach eine frühe Märchentherapie für all die Menschen, die vor uns existierten, dargestellt haben, z.B. wegen Umweltkatastrophen, wie den Fimbulwinter in der Edda oder Plagen aus der Bibel.

Somit stellt die Kunst die Realität in verschiedenen Formen da, wobei es aber dem Zuschauer überlassen bleibt, wie er das Böse definiert und versteht. In der vorallem bei Teenagern erfolgreichen Fernsehenserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“, äußerte die Hauptfilmfigur Buffy bezüglich Horrorfilmen, dass diese in der Filmkunst eine Manifestation des Bösen darstellen. Wie auch, dass wenn jemand etwas schreckliches erlebte und dann solch einen Film in jungen Jahren sieht, dieser niemals vergessen wird. Was in meinem Fall bei dem Film „Amytiville Horror“ zutreffend ist, auch wenn ich diesen erst nur nebenbei sah, als den dritten Teil dieser „Fakestory“ Filmreihe von einem Schulfreund die Mutter sich auf VHS aufnahm.

Bei Horrorfilmen kann man so wie bei machen Thrillerfilmen klar sagen, dass es im großen und ganzen sich um gescheiterte Psychopathen handelt, die hauptsächlich ein wehrloses Opfer nach dem anderen im Blutrausch aufschlitzen. Allerdings wird in Horrorfilmen das Böse leider oft mit mystischen Supermächten ausgestattet. Und in Dramafilmen, in denen es, wie erwähnt zu offensichtlicher Häuslicher Gewalt kommen kann, liegt der Fokus eher auf der aufwühlenden Emotionalität, sodass es für die Geschädigten zu Mitgefühl durch die Zuschauer kommt. Ähnlich wie bei Horrorfilme, wo man mit den ums Überleben kämpfenden Schauspielern mitfiebert, schafft die parasoziale Beziehung eine Bindung zwischen Filmfigur und Zuschauer.

Wie aufgezeigt, sind das bis hierhin erwähnte offensichtliche Straftaten, die von der Körperverletzung bis zu Mord reichen. Allerdings gibt es da auch ebenso noch ein oft nicht in Filmen aufgegriffenes Thema, das realistisch betrachtet wahrscheinlich viel mehr Menschen betrifft. Emotionaler Missbrauch durch sog. Energievampire bzw. in der Regel besonders narzisstische und toxische Menschen. Wenn also ein Mensch einen anderen schlecht behandelt, ohne diesen aber offensichtlich Gewalt anzutun, kann es halt ebenso schwer sein, sich aus solch einer toxischen Beziehung zu lösen, wie wenn z.B. eine Frau vom Ehemann geschlagen wird. Und ohne sie verurteilen zu wollen, es nicht schafft sich aus diesem verständlichen Teufelskreis zu befreien.

Im unoffensichtlichen bis offensichtlichen Fall selbst dann, wenn Freunde oder Verwandte es davor warnend gut meinen. Und dafür kann die traumatisierte Person auch nichts, weil sie ohne mit ihren Emotionen in Verbindung zu stehen, aufgrund der Dissoziation nicht mehr wirklich sie selbst ist. Stattdessen denkt sie daran, dass sie nicht nur schlechte Erfahrungen mit ihrem Partner gesammelt hat, sondern auch gut behandelt wird von der dementsprechenden Person. Weshalb hierbei wie bei dem Stockholm-Syndrom es zwischen Peiniger und Opfer zu solch einer verdrehten Beziehung kommt, in der das Opfer Sympathien zum Peiniger hat.

Indem sie z.B. zum Beziehungsbeginn im Glauben mit dem Seelenpartner zusammen zu sein, alle emotionalen Grenzen fallen ließ, stieg somit die Verletztbarkeit auf ein exorbitant hohes Maß an. In der Regel wird ein Mensch als Opfer von einer toxischen Person wegen den guten Qualitäten ausgewählt, die in diesem gesehen werden können. Diese gilt es nach der „gefakten Liebessphase“ mehr oder weniger runter zu machen, damit er sich erhöhen kann. Jedoch wird bis dahin das Opfer über das Kuschelhormon Oxytocin nach dem Täter bindend süchtig gemacht und mit diversen Manipulationstechniken fast der Intuition beraubt.

Sehen Sie hier den TED-Vortrag von Leslie Morgan Steiner:

Über das Love-Bombing als Köder, wird, um bei diesem Fallbeispiel zu bleiben, die alles teilenwollende Person mit guten Qualitäten während der Idealisierungsphase nach der scheinbar dargebrachten bedingungslosen Liebe, über die biochemischen bindenden Vorgänge im Gehirn regelrecht gezielt süchtig gemacht. Mit der Zeit aber lässt die toxische Person die Maske der Vernunft fallen. Und die schönen Worte lassen nach bis sie gar nicht mehr im „Liebesleben“ auftauchen. Die Beziehung oder Ehe wird zu einer einseitigen, in der z.B. die Frau alles was sie hat geben und sich aufopfern will, damit das was ihr vorgespielt wurde wieder so wird wie es mal war.

Das Problem aber ist, dass unempathische Personen gezielt solch‘ gutherzigen und ehrlichen Menschen manipulativ wie eine 2-D Pappfigur als Objekt betrachtend zum reinen Selbstzweck benutzen. Und wenn es nichts mehr zu holen gibt, sie entwerten und in der Regel wieder auf die Jagd nach einem neuen toxischen Beziehungsopfer begeben. Es dreht sich alles Tag und Nacht um narzisstische Nahrung. Und nie im Leben um echte Liebe. Ziel ist es das eigene nicht vorhandene Selbstwertgefühl hinter einer äußerst verlogenen Körpersprache und leeren Worten zu verstecken, was nur dazu dient die emotionalen Knöpfe zu drücken, um bekommen zu können was man will: Narzisstische Nahrung!

Das heißt, es geht nicht um eine gemeinsame liebevolle Zukunft, die jeder normale Mensch sich wünscht, wenn man erzählt bekommt, es handele sich um eine ur-alte Seelenpartnerschaft. Sondern die Sehnsüchte der Menschen als Mittel zum Zweck auszunutzen. Gerade wenn etwas zu perfekt zu sein scheint, ist gerade das ein Warnzeichen, dass es zu schön sein wird um wahr zu sein. Anders gesagt machen toxische Personen normale Menschen nach der Vorstellung die ersehnte wahre Liebe gefunden zu haben süchtig, um selber als die eigentlichen Süchtigen an narzisstische Nahrung zugelangen, die sie wie die Luft zum atmen brauchen. Damit das Selbst-wertgefühl durch den „Energievampir“ ausgesaugt wird, weil dieser sich so besser fühlt, nur an sich denkt und ihm der Mensch egal ist mit den „Gefühlsduseleien“.

Das hat also dann zur Folge, dass somit das wegen den guten Qualitäten ausgesuchte Opfer, auf der einen Seite sich nicht in einer „gesunden Beziehung“ befindet, die auf „gegenseitigen Respekt“ beruht. Sondern in der ganzen Komplexität der Angelegenheit im Endeffekt sich kleiner macht und der toxischen Person über erbrachte Aufmerksamkeit und Bewunderung die narzisstische Nahrung gibt. Wodurch hierbei wiederum der totalen Kontrolle Tür und Tor geöffnet ist.

Und die Gefühlswelt einfach auf den Kopf gestellt wird, bis man fast und gänzlich Gefühlstaub wird. Und ohne sich mehr zu kennen, zu einer ähnlichen Kreatur, zu mutieren scheint. Dabei ist es „nur“ notwendig, dass das Opfer einer toxischen Beziehung den Kontakt vollständig abbricht und sich quasi seelisch entgiftet. Und jenachdem wie schädlich die Person war, alles mit der Zeit verarbeitet, wobei nicht nur das „echte Selbst“ samt Intuition wiederkehrt, sondern man sich auch stärker als jemals zuvor danach fühlen kann. Das ist was man so zum Thema lernen kann.

Auf eigenen Kosten bezahlt sie somit unwissentlich den Preis, das echte Selbst nicht in der Beziehung sich entfalten lassen zu können. Was hierbei schon das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit grob verletzt! Wie in einem Goldkäfig wird die gutherzige Person eingesperrt. Und höchstwahrscheinlich hat sie zu befolgen was die toxische Person als Kontrollfreak alles will. Was Überlebende von narzisstischen Missbrauch berichten, ist, wie oft sie ohne von der Materie was verstanden oder geschweige denn jemals gewusst zu haben, es sich so verhielt, dass sie nach einer oder mehreren gescheiterten Beziehungen weiterhin toxische Personen anziehend fanden, als sie glaubten die richtige Person für das Leben gefunden zu haben.

Dabei waren u.a. die persönlichen Grenzen nicht hoch genug gesetzt und die ungeheure Kraft, die von ihnen ausgeht genau so wenig verstanden, wie die Möglichkeit, dass man sich immer die falschen Partner auswählt (und nicht nur Pech im Leben hat!), weil vielleicht durch die Prägungen des Elternhauses ein falscher Schaltplan mit auf dem Weg gegeben wurde. Bzw. im Gehirn die Verkablung vom neuronalen Netz nicht richtig erfüllt wurde und somit falsche Annahmen und Verhaltensweisen unbewusst die gelebte Realität bestimmen. Wie Delaney Jessica Kay es in einem ihren Videos erläutert, lehrte ihre oberflächliche Mutter ihr, dass sie nur mit jenem Mann was anfangen soll, der mit Statussymbolen nach außen hin ein erfolgreiches Leben verkörpert. Und wie durch Konfuzius bereits erwähnt, ist eine zurechtgemachte Erscheinung leider selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.

Das furchtbare an „narzisstischen Missbrauch“, ist neben den bereits erläuterten Tatsachen, dass nach „Love-Bombing“ das „Gaslighting“ eingesetzt wird, worüber das Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. zerstört wird. Die scheinbare Liebe wird zum Gift für die gutherzige und nur ausgenutzte Person. Für sie unbewusst, weil die Dosis bewusst vom Übeltäter dosiert wird und im Unterbewusstsein des Opfers sich schmerzhafte Erinnerungen ansammeln, die durch Dissoziation (als Eigenschutz vor zu viel seelischen Schmerz) nicht im Hier und Jetzt gefühlt werden wollen.

Wer aber beginnt sich im eigenen Körper zu befinden, anstatt überall und nirgends und behutsam mit sich dadurch aufkommende Emotionen akzeptiert, beginnt die durchaus schmerzhafte Heilungsreise. Um aus eigener Erfahrung zu sprechen, war es weit aus weniger schmerzhaft sich mit seelischen Schmerz auseinander zu setzen, anstatt sich damit quälend davor zu fliehen. Dabei ist es wichtig die No-Contact-Regel rigoros einzuhalten, um die emotionale Entgiftung nicht zu gefährden. Wie auch sich darüber bewusst zu sein, dass es auf der einen Seite nichts bringt einen Menschen mit einer vermutlichen gefährlichen Persönlichkeitsstörung ändern zu wollen oder das nächste Opfer vor ihm zu warnen! Das bringt in der Realität nichts!

Für letzteres liegt der Grund darin begründet, weil dem neuen potenziellen Beziehungsopfer, der Übeltäter in der Regel erzählt, dass die Ex echt „verrückt“ und „Eifersüchtig“ gewesen sei. Was als eines der Warnzeichen (Red Flags) anzusehen ist, auch wenn hierbei tatsächliche Überlebende von echten narzisstischen oder psychopatischen Missbrauch über die toxische Person, der Aufklärung wegen, ähnliches berichten. Und auf der anderen Seite sollte man sich darüber auch bewusst sein, dass ggf. der eigene Freundeskreis, der durch den unwiderstehlichen Charme zum Fanclub wurde, ebenso gegen einen aufgebracht werden kann, halt wie das ihm idealisierende neue Opfer, das ihm auf Wolke Sieben schwebend alles glaubt.

Bevor Sie tiefer in die Materie einsteigen, seien Sie sich bitte ebenso bewusst, dass es Fordergründig um die Überlebenden narzisstischen Missbrauches geht und erst in zweiter Linie um die Übeltäter. Es gibt leider Menschen, die sich vielleicht schon seit Jahrzehnten in einer toxischen Beziehung befinden. Und weil sie so sehr an den Missbrauch und die Manipulation gewöhnt sind – auch wenn sie mal den Entschluß fasste sich trennen zu wollen – , dennoch alles beim alten lassen. Tut mir echt leid.

Sehen Sie die Kurzdoku über narzisstischen Missbrauch von Richard Grannon mit deutschen Untertiteln:

Es bleibt also festzuhalten, dass dieses unbequeme Thema einigen Menschen unter den Nägeln brennt. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile ein paar Youtube Kanäle mit deutscher Sprachausgabe. Zwar kannte ich u.a. von Hans-Joachim Maaz das Buch über „Die narzisstische Gesellschaft“ und einen Vortrag von Reinhard Haller über die „Narzissmusfalle„. Doch befasste ich mich in den letzten drei Jahren mit dem Thema bezüglich Missbrauch noch sehr viel näher. Und vor kurzem erst wurde über Facebook mir eine Dame aus Deutschland empfohlen, die auch dazu Videos macht und als Coachin arbeitet. Susanne Lohrey, gibt erstmal zu ihrer Person an, dass ihr Vater als Jugendlicher im Krieg war, und als Heimgekehrter davon wohl beeinflußt war. Bezüglich dem Thema gibt es von Sabine Bode Bücher, wie „Kriegskinder – Die vergessene Generation„, oder „Kriegsenkel –  Die Erben der vergessenen Generation„.

Was so thematisch einen eigenen Kommentar einnehmen kann. Kurzum können Menschen in Friedenszeiten und ohne Krieg erlebt zu haben, via transgenerationaler Weitergabe kriegsbedingter Traumata, die Erinnerungen vererbt bekommen. Weshalb die damals in der Schule schüchternde Susanne Lohrey ohne Krieg erlebt zu haben auch Bilder darüber gemalt haben mag, zumal die Kreativität meines Erachtens stark mit dem Unbewussten verbunden ist. Bei mir wurde das Interesse am Thema Krieg u.a. auch durch meinen leiblichen Vater geweckt, der nunmal einen großen Altersunterschied in die Ehe meiner Eltern brachte. Und als 1930er Jahrgang – dank eigenverantwortlichen Handeln des Bürgermeisters von der Stadt Allenstein – als Kind an der Ostfront samt Mutter und Schwester vor den herannahenden sowjetischen Truppen rechtzeitig floh. Wenn er nicht über das unaufgearbeitete traumatische Thema schwieg, sagte er z.B.: „Der Krieg hat alles kaputt gemacht!

Bevor es an die Übersetzungen dran geht von den zwei ausländischen Youtube-Damen, seien sie somit also an dieser Stelle auf die Arbeit von Susanne Lohrey eindringlich verwiesen. Ebenso wie Delaney Jessica Kay oder Richard Grannon, arbeitet sie als Coachin und klärt über das Thema Narzissmus ebenso richtig auf. Somit verwundert es nicht, dass man dabei gewisse Gemeinsamkeiten erkennen kann. Wobei jede Person auch via der Körpersprache nicht unbedingt die gleichen Leute, sondern auch andere Leute anspricht, die so vielleicht nicht auf das Thema kämen. Susanne Lohrey ihre ersten Videos drehen sich vorwiegend um die nonverbale Kommunikation und wie man sich verhalten können sollte, um ein gutes Bild zu hinterlassen, da der Ersteindruck eben zählt und Kleider Leute machen.

Dabei findet man auch das Expertenwissen wieder, jenes der ehemalige FBI-Profiler Joe Navarro in seinen Büchern der normalen Bevölkerung näher bringt, damit man lernen kann wie Lügen leicht zu enttarnen sind. Navarro schreibt inetwa, dass viele Menschen heutzutage gar nicht mehr aufmerksam ihre Umwelt beobachten. Sondern u.a. von dem Blick auf dem Smartphone angelenkt, leichte Opfer von Verbrechen werden können. Wie auch, dass halt – um zum Thema zu gelangen –  die eigene Körpersprache kaum bewusst wahrgenommen wird. Ein schlechtes Gefühl, das eine toxische Person auslöst, die man ohne Wissen darüber als solche nicht erkennen kann, kann schnell wieder wegrationalisiert werden. Das heißt, dass Navarro nicht nur die nahezu unkontrollierbare Körpersprache als jemand übersetzt, der darüber als Ausländer in Amerika z.B. zu verstehen begann was die Leute wollten. Sondern auch verständlich aufklärt, wie wichtig das Konzept von Behagen und Unbehagen ist, bezüglich dem Ersteindruck einer Person in der intuitiven Gefühlswelt.

Susanne Lohrey ist als Persönlichkeit- und Buisness Coachin auch auf ihrer Webseite Lohrey Training zu finden. Und in ihren Videos über Narzissmus liefert sie – mit einem Einblick in Wirtschaft und Politik – ein akkurates Bild zu dem Themenkomplex, der wenn man den roten Faden dabei erkennt, auch leicht zu verstehen ist. Kurz zusammengefasst beschriebt sie was Narzissmus ist und was er trotz der großen Leistungsfähigkeit auf der psychosozialen Ebene in der Gesellschaft für Schaden anrichten kann. Beim Thema toxische Arbeitsplätze, kann es dazu kommen, wie ich das übrigens ebenfalls erlebte, dass z.B. aus der eigenen Erfahrungen sprechend, narzisstische Chefs an ihren Erfolg denkend, nach einem Zeitplan Dinge umgesetzt haben wollen. Und falls dabei was nicht nach Plan verläuft, läuft jeder untergebene Mitarbeiter einfach Gefahr als Buhmann hingestellt zu werden. Weil das falsche Selbstbild keine Zweifel an der narzisstischen Grandiosität dulden kann, weshalb der untergebene Mitarbeiter alle Schuld auf sich nehmen muss, wie wenn die Maschinen nicht funktionieren oder der Chef einen nicht einstehbaren Fehler gemacht hat. Hauptsache das Ego bleibt über andere erhaben!

Eine persönliche Sache, die ich dabei lernte, ist, dass auf die nonverbale Körpersprache bezogen, einige Mitarbeiter nach einer gewissen Zeit am dysfunktionalen bzw. vom Narzissmus verseuchten Arbeitsplatz, an Kopf- und/oder Bauchschmerzen litten, was auf solch einer narzisstischen Dynamik im Betrieb zurückzuführen ist. Und bei mir in einer Migräne samt Burnout mündete. Als letztes sei diesbezüglich auch auf sog. fliegende Affen aufmerksam gemacht, die sich daraus auszeichnen lassen, einen narzisstischen Chef nahezustehen und als bewusste oder unbewusste Erfüllungsgehilfen, andere ihnen unliebsame Mitarbeiter, mobbend aus der Firma ekeln können. Flying Monkeys sind im Kontext narzisstischen oder psychopathischen Missbrauchs eine Phrase in der populären Psychologie, die aus dem Kinderbuch „Der Zauberer von Oz“ stammt, in dem eine böse Hexe die Affen für ihre Attacken aussendet. Ebenfalls kann es solche fliegende Affen aber auch im eigenen Freundes- und Familienkreis geben, wenn ein Narzisst sich bei anderen mit seinem manipulativen Charme so beliebt macht, dass davon geblendet niemand glauben will, dass dieses falsche Selbstbild vielleicht doch zu perfekt ist. Lassen Sie sich nicht von diesen fliegenden Affen im Denken beeinflußen. Und denken sich stattdessen, wie ein polnisches Sprichwort sagt: „Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen!“

Shannon Thomas von South Lake Counseling, die auch Menschen bezüglich ihren Erfahrungen mit toxischen Personen hilft, postet im Netz z.B. Bilder die der Aufklärung wegen einen amerikanischen Text enthalten. Bisher ist mir das neben der Psychopath Free Community, die einzige Seite, wo solche Bilder von aus geteilt werden auf der sozialen Medienplattform Facebook. Auf einem solchen Bild heißt es:

„Eine Gruppe von toxischen Menschen tritt in verschiedenen Formen und Größen in Erscheinung. Es können Kirchenmitglieder sein, eine Familie, oder sogar ein Schwarm von Mitarbeitern. Eines der gemeinsamen Themen für eine toxische Gruppe, ist, dass sie nicht will, dass man weiß wer das tatsächliche Opfer ist. Sie wollen ein falsches Bild von dem Opfer konstruieren, damit dies somit die missbräuchlichen Verhaltensweisen rechtfertigt. Es ist die klassische Begründung um einen Sündenbock zu erschaffen und dem Überlebenden die Hauptlast der kollektiven Dysfunktionalität aufzubürden.“

Gemeint ist mit diesem Gruppendenken der Gruppennarzissmus, der von einer Person sich auf andere ausbreiten kann. Das führt nicht nur zu übergeneralisierenden Vorurteilen, die schwerer zu spalten sind als ein Atom. Sondern wegen der pathologischen Gruppendynamik zu kleinen bis großen Lügen, die nur dazu dienen dem eigenen Ansehen zu schaden, z.B. wegen Neid. Gruppendenken kann so schon dazu führen, dass eher an alte Dogmen festgehalten wird, falsche Entscheidungen getroffen werden und z.B: neue Ideen einer einzelnen Person kaum bis kein Gehör finden. Susan Cain hat in ihrem Buch „Still – Die Kraft der Introvertierten“ mit Studien erklärlich nachgewiesen, warum es ein Umdenken auf amerikanischen Universtitäten gibt, da Gruppenarbeit nicht so sehr zum Erfolg führt, wie viele davon ausgehen.

Die westlichen Gesellschaften sind demnach im Gegensatz zu asiatischen viel eher extrovertiert geprägt, doch ist das ein Thema für sich. Auf Narzissmus nun bezogen, kann das Gruppendenken zum Gruppennarzissmus ausarten. Gruppennarzissmus ist nach dem deutschen Psychoanalytiker, Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm die Übertragung des eigenen Narzissmus einer Person auf eine soziale Gruppe, auf die Nation, auf eine Kirche oder eine Gruppierung, die eine bestimmte Anschauung vertritt u. ä. Die betroffenen Personen behaupten z. B., ihre Nation sei die Beste unter allen Nationen. Um die Unzufriedenheit einer Gesellschaft, in der ein großer Teil nur unzureichend versorgt ist, zu kompensieren, müsse ihr zu einer bösartigen narzisstischen Befriedigung verholfen werden. Durch Appelle an narzisstische Vorurteile wird die Solidarität und der innere Zusammenhalt der Gruppe gefördert und gleichzeitig ihre Manipulation erleichtert.

Hören Sie in den Videos hier was Susanne Lohrey zum Narzissmus zu sagen hat:

 

Kontinentale „Flucht vor Narzissmus“

Die Youtuberin Rachel Arieff, die den Kanal „Escape from Narcissism“ betreibt, veröffentliche ein Video zum Muttertag. Darin sprach sie seit ihrem letzten Video ein halbes Jahr später wieder über ihren verstorbenen Bruder. Ihrer Auffassung nach, hat ihre narzisstische Mutter ihn auf dem Gewissen. Sie erzählte davon, dass ihr älterer Bruder einen anderen Vater hatte. Und weil er ihm wie aus dem Gesicht geschnitten sah, musste er in seiner Kindheit verschwinden! Als er mit anderen Freunden in eine Schule als Jugendlicher einbrach, war er der einzige der bis zur Volljährigkeit weggesperrt wurde. Er wählte als schwarzes Schaf der dysfunktionalen Familie bzw. Buhmann oder  Sündenbock der Mutter eher den Stiefvater, anstatt den biologischen kennenzulernen. Was er bereute, da letzterer zu früh starb und der manipulative Stiefvater ihm nicht die Liebe geben konnte, die er sich somit von ihm erhoffte.

Letztendlich landete Rachel ihr Bruder auf der schiefen Bahn und seine Abhängigkeit nach diversen Substanzen verkürzten sein Leben, zu denen er nur griff, weil er so Scheiße behandelt wurde. Bzw. von der narzisstischen Mutter keine Liebe bekam, die die zwei Töchter vorzog. Rachel, die das narzisstische Spiel von „Goldenchild“ und „Scapegoat“ sehr gut kennt, sagte am Sterbebett zu ihm, dass er der beste Teil der Familie war. Denn wie sie auch in einem anderen Video darüber redet, musste ihre Mutter innerhalb der dysfunktionalen Familie über andere Kinder und deren Mütter schlechtes Zeug reden, sofern sie sich aus den eigenen Vier Wänden, die demnach wie ein Bunker vor der Außenwelt die Familie abschirmte, nach draußen begaben.

Wobei ihr Vater abwertend lauthals z.B. über dicke Menschen sprach, wie fett diese doch seien. Es geht also nicht darum die toxischen Personen nur als die Bösen zu kennzeichnen. Sondern die Wahrheit unzensiert wiederzugeben, über die geschwiegen werden musste, da sonst ein Tabu andererseits gebrochen worden wäre. Es geht darum durch schlechte Verhaltensweisen auf Persönlichkeitseigenschaften eines Menschen schließen zu können. Und dazu braucht man meines Erachtens auch gelinde gesagt kein Raketenwissenschaftler sein, um sich und andere vor ggf. gefährlichen Personen im Vorfeld zu immunisieren. Wissen ist doch eben Macht!

Was ist das aber für ein Tabu? Es lässt uns als Menschen über das Böse in Menschen um uns herum nicht nachdenken. Es bedeutet, dass jene die von toxischen Personen verletzt wurden in ihren Leben damit irgendwie zurecht kommen müssen, ohne dass es in der unseren gestressten und mit sich selbst beschäftigten Wegwerfgesellschaft (bei der Mitgefühl stetig abnimmt), es gerne gesehen wird, dass also solche düsteren Themen, über Menschen, der noch nicht unter der Erde liegen, angesprochen werden. Da es sich bei Missbrauch und Trauma um eine stille unbekannte Epidemie handelt, ist es halt nicht nur eine individuelle Schattenarbeit, bei der das erlebte aufgearbeitet wird. Sondern handelt es sich um eine kollektive Schattenarbeit aus der Not des Schweigens heraus, weil es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Wir haben nicht gelernt, andere Menschen wie einschätzen zu können. Weshalb die allermeisten Normalbürger nur psychologische Begriffe wie Burnout, Borderline, Depression, ADHS und nicht so viel mehr kennen, ohne aber auch das zu verstehen.

Narzisstischer oder auch Emotionaler Missbrauch führt bei Menschen, die solche traumatischen Erlebnisse innerhalb einer dysfunktionalen Familie gemacht haben schlußendlich zu K-PTBS (Komplexen-Posttraumatischen-Belastungsstress). Der von der Therapeutin (HP) Dami Charf als PTBS wegen dem Organismus störenden Stress auch als Regulationsstörung betrachtet wird. Bei Kindern, die in einer solchen dysfunktionalen Familie aufzuwachsen, wie Rachel es bildhaft erzählt, bedeutet dies, dass ein Kind nicht mit einer K-PTBS diagnostiziert werden kann, weil bei traumatisierten Kindern es sich nicht nur um ein Schocktrauma handelt, sondern wegen der Bindung eher um ein Beziehungstrauma, bzw. Entwicklungstrauma, was laut Dami Charf in Deutschland zu wenig Erwähnung findet.

Wenn jemand jedenfalls mal einen Fehler macht und sich dafür entschuldigt, kann man damit leichter umgehen und verzeihen. Aber wenn jemand sich nicht entschuldigt und glaubt, dass die sich häufenden Fehlverhalten richtig waren, hat die Person es verdient kein Geheimnis mehr zu bleiben und das aussprechen der Wahrheit besser tut, als es für sich zu behalten. Narzissten oder auch Psychopathen sind eben wir normale Menschen egal, zumindest solange das keinen „narzisstische Nahrungsentzug“ bedeutet. Aber wenn sie jemand verletzten tut ihnen das nicht leid! Sie suhlen sich geradezu in der Zerstörung von normalen empathischen Menschen, die das haben was sie nicht in sich haben, diverse Qualitäten und Fähigkeiten. Und dabei ist es ihnen egal, wie viele Scherbenhaufen sie in jenen Leben hinterlassen.

Rachel Arieff, die von den weiten Amerika aus wo noch ihre narzisstischen Eltern leben, nach Spanien ausgewandert ist, wozu sie in anderen Videos ihre gesamte Geschichte erzählt, geht es wie oben beschrieben, z.B. in dem Video „Narcissism: Telling Our Stories, Hurting Other People“, darum, dass es toxische Menschen zwar verletzen wird, dass man die eigene Geschichte bei der sie einem verletzt haben die Öffentlichkeit wissen lässt. Weil das Schweigen die falsche Selbstdarstellung bis dahin schützte. Und meiner Meinung dazu beiträgt, dass andere Menschen, die in so einer Lebenssituation sind, sich ohne die von anderen vollkommen erkannte Realität nicht in ihnen wiederfinden und geholfen werden kann. In dem oben genannten Video sagt Rachel, die übrigens als Comedian arbeitet und eine lange Geschichte hinter sich hat, u.a.:

„Es gibt da diese Sache, die wirklich wichtig ist, welche mit sprachlos sein zu tun hat. Wir zeigen durch das eigentliche sprechen auf was unsere Erfahrung ist und war. Reden über die Vergangenheit und geben der Wahrheit eine Stimme. Was wirklich wichtig ist, wenn man weiß, das Ziel narzisstischen Missbrauches geworden zu sein, durch den man zum schweigen gebracht und das alte Ego [bzw. wahre Selbst] verflüchtigt wurde.
Und ein Weg um wieder standhaft zu werden, ist es zu reden und es zu bezeichnen. Sogar die Wörter „Mutter“ und „Vater“ in Anführungsstrichen zu setzen. Oder sie Samenspender, Eispender und andere ungebetenen Etiketten zu geben. Bei denen andere Leute sich vielleicht aufregen, weil es über ihre Erfahrungen solch eine Reaktion triggert. Aber das ist deren Problem. Das schwierige am Thema [kommt zum Vorschein], wenn Sie ihre Geschichte erzählen, weil sie dann die Geschichten anderer miterzählen.
Notwendigerweise reden Sie darüber ein Teil der Familie zu sein. Denn können Sie ihre Situation nicht in Isolation vom Rest erklären. Sie geben Informationen über andere Familienmitglieder preis, über Probleme anderer Leute. Und das ist wirklich niemandes Business. Außer der Notwendigkeit wegen ihre Geschichte zu erzählen. Da können Sie diese Dinge nicht einfach zensieren, andernfalls macht ihre Geschichte keinen Sinn.
Wie erzählen Sie aber ihre Geschichte ohne andere Leute durch den Dreck zu ziehen? Das ist hart. Da gibt es keine leichte Antwort, denn reden Wir hierbei über eine aufrichtige Absicht echt zu sein. Wir reden nicht darüber ein paar Leute als etwas zu bezeichnen oder sie zu verleumden, wissen Sie? Um solchjenigen schlecht aussehen zulassen und Rache zu bekommen. Wir reden darüber, dass Sie ihre Geschichte erzählen. Wie stellen Sie das also einwandfrei an?“

In einem weiteren Video, das den Titel „What Happend When I Publicliy Told My Narc Abuse Experience“ trägt, redet Rachel Arieff über das was passierte als sie zwei mal vor Publikum eine ihrer Kurzgeschichten vortrug die ihren Onkel beinhaltet. Es ist trotz den schlimmen Dingen, die sie erlebte, dennoch schön anzuhören was sie sagt, weil es auf die durchaus positiven Reaktionen ankommt, die sie erhalten hatte.

Da ich selber eine Kurzgeschichte bezüglich dem Albtraumabend der traumatischen Kindheit schrieb, kann ich mich mit Rachel nur verbunden fühlen, wenn sie sagt, dass das was in ihr alles seelischen Schmerz auslöste so halt einfach ausgedrückt zu Papier gebracht werden wollte, zumal ich diese Realität auch erlebt habe. Das war aber eine Dekade bevor ich fähig war die Kurzgeschichte zu schreiben. In ihrem Video erzählt Rachel nun aber u.a. folgendes:

„Letzten Monat fing ich damit an meine autobiographischen Kurzgeschichten laut in einem Buchhandel vorzulesen. In einem kleinen Theater das der Besitzer kreierte und die generelle Bevölkerung dazu eingeladen hat. Und das waren jene Geschichten, die ich über narzisstischen Missbrauch schrieb und dem generellen Verrückt machen, bevor ich überhaupt wusste, wie das genannt wird. Darüber zu schreiben fing ich in meinen 20er Jahren an. Ich wusste nicht wie das genannt wird und fand es heraus, aber das schreiben darüber identifizierte die Fakten. Es war wie eine forensische Übung. Ich fand es wichtig, über solche Sachen zu schreiben, weil sie für mich wirklich Qualvoll waren und keinen Sinn ergaben, die Quellen nicht endenden wollenden Schmerzes [durch] die Begegnung mit der narzisstischen Mutter und dem narzisstischen Vater.

Ich musste darüber schreiben und irgendwas das Schmerzen verursacht auf irgendeine weise ausdrücken. Also, traf ich die Entscheidung diese Geschichten vorzulesen. Es stellt eine zu-sammenstellung von Geschichten über verschiedene Familien-mitglieder dar, verschiedene Vorfälle. Ich entschloß mich dazu sie öffentlich vorzulesen und öffentlich dafür zu werben. Und nicht zu viele Informationen vorweg zu geben. Sondern nur die Leute zu warnen, dass es kein Spaß sein wird, weil ich hier als Comedian [in Barcelona] bekannt bin. Damit die Leute sich nicht erschrecken, wenn sie sich das anhören. Ich wollte nur die Leute da haben, die sich dafür auch interessierten. Also sagte ich, dass es ein Abend sei, bei dem ein schreckliches familiäres Mysterium gelüftet wird. Somit laß ich so für das allererste mal mein Zeug vor. Darüber was meinem Onkel passierte, der sich wegen dem narzisstischen Missbrauch letztendlich das Leben nahm. Das ist eine einstündige Ge-schichte für einen Abend. [Danach] stieg ich die Leiter runter, verließ alle mit dem zuletzt gezeigten Video. [Nachdem das Video zu ende war] war da eine lange Stille und ich konnte niemand sich bewegen hören. Sie standen nicht auf, also sagte ich inetwa: „Ok, danke allen dafür, dass ihr gekommen seid, ihr könnt jetzt gehen.“ Es war also so wie ein „Ok, danke und tschüß“, da ich danach nicht raus kommen konnte. Ich befürchtete zu weinen. Jemand sagte: „Komm wieder nach oben!“

Es ist sogar geringer möglich, dass die [in Spanien] überhaupt wissen was narzisstischer Missbrauch ist. Somit wird vielleicht die Geschichte für sie wie totale Science-Fiction gewesen sein oder totale Lügen. Das weiß ich nicht. Also ging ich wieder nach oben und sie fingen damit an zu applaudieren. Ich befürchtete, dass es zu sehr die Leute herunterziehen würde, weil ich dachte, dass die Leute vielleicht nur unterhalten werden wollten. Ich befürchtete, dass die Leute aufstehen und verschwinden würden. Wie auch, dass sie es unerträglich gefunden hätten. Aber niemand stand auf und ging. Und sie wollten nicht gehen, [nachdem] ich sagte, „es zu würdigen, dass sie gekommen sind und jetzt zurück zu ihren normalen Leben gehen und Spaß haben können.“ Sie hörten auf zu applaudieren, aber wollten nicht gehen. Also sagte ich: „Äh, hat irgendjemand irgendwelche Fragen?“ Und die erste Frage war, wieviel sei davon wahr? Natürlich, und ich sagte: „Es ist eine wahre Geschichte.“ Und sie sagte: „das ist so unglaublich, kann ich dir eine Umarmung geben?“ Ich wollte es als Literatur präsentieren, aber wenn das wahr ist, ist es von besonderen Wert.

Diese Leute saßen da, stellten Fragen und wir redeten für eine halbe Stunde. Sie wollten darüber reden. Das Ergebnis war so unerwartet. In der nächsten Woche habe ich den Abend wied-erholt, aber auf Englisch. Diesmal fügte ich in dem Video ein „The End“ ein und sie fingen an zu klatschen. Und ich sagte: „Danke dass ihr vorbeigekommen seid, ihr könnt nun nach hause gehen.“ Und sie sagten: „Nein, komm du wieder nach oben!“ Sie wollten nicht gehen. Wieder, aber diesmal war das [anstatt auf Spanisch auf Englisch]. Eine weitere halbe Stunde fragen von Leuten und Geschichten, die sie mitzuteilen gehabt haben. Und Leute sagten das zuhören war entspannend. Das war für mich das am meisten ermutigende, was ich je gehört habe, dass andere Leute sich dadurch besser fühlen. Weil, die gesellschaftliche Konditionierung, ist „ziehe andere Leute mit deiner lüftenden Schmutzwäsche nicht runter“, „erzähle keine deprimierenden Geschichten, mache es nicht so schwer, lächle weiter mit einem fröhlichen Gesicht. Blätter einfach die Seite um, komm einfach darüber hinweg, keiner will das hören.“

Das ist Unterdrückung. Das ist Ungerechtigkeit. Menschen ist es nicht erlaubt ihre Wahrheit kundzutun, zu fühlen was sie gefühlt haben und ihrer Wahrheit eine Gestalt zu verleihen. Die Resultate davon gegenüber der allgemeinen Bevölkerung diese Geschichten zu teilen waren einfach erstaunlich und ermutigend für mich. Wie auch darin bestätigend, wie wichtig es doch ist der Wahrheit eine Stimme zu geben. Nicht nur für mich, sondern für mehr Menschen. Indem nur ich das sagte, traf es mindestens 10 Menschen auf einer tiefen persönlichen Ebene. Stellen Sie sich vor, wenn 10 Menschen das tun. Wenn es 100 Menschen tun. Und stellen Sie sich vor, wie dieser Effekt auf die Kultur im großen und ganzen sein kann. Wie sich das zu etwas mehr empathischen und verstehenden entwickeln kann, auf dem Weg diese wahrgenommenen schmerzhaften Erfahrungen, über dem Opfer sich diesen Ungerechtigkeiten annäherten.“

Jeder Mensch hat wie Rachel eine eigene Lebensgeschichte und wird daher auch ggf. woanders für sich etwas lernen können. Aber hier möchte ich nun noch auf ein Video eingehen, in dem nun Rachel noch davon erzählt, dass sie durch ihr äußeres Umfeld unbewusst fast zu einem Menschen wurde mit vielen vor sich hin reifenden narzisstischen Zügen, die sie später als solche erkannte und ihr Verhalten änderte. In ihrem Video vom mit dem Titel „I Was On My Way to Becoming a Narcissist“, also „Ich war auf meinem Weg ein Narzisst zu werden“ sagt sie:

„So wie ich das schon in früheren Videos gesagt habe, wurde ich als „Golden Child“ erzogen. Ich war eins von den zwei Golden Children. Der ältere Bruder aus einer anderen Ehe wurde entfernt von der Familie und ins Gefängnis gebracht. Und die zwei jüngeren Kinder wurden trainiert Golden Children zu sein. Ich schaue zurück auf mein Verhalten, meine Einstellung, der Weg wie mein Verstand funktionierte. Und ich sehe, dass ich auf den Weg war selbst ein Narzisst zu werden. Es ist einfach unumgänglich, wenn man ein Kind ist und Kinder in bestimmten Arten von Umgebungen aufwachsen. Sie übernehmen davon die Charakteristiken und verbringen den Rest des Lebens damit sie zu verstärken, wenn es gute Charakteristiken sind, oder durch Therapie rückgängig zu machen. Seit wir die Golden Children waren, wurde die Wut an uns ausgelassen. Doch keiner meiner Eltern war physisch missbräuchlich. Aber die Wut ist das Benzin der Negativität. Als ich aufwuchs und das Haus verließ, hatte ich Probleme damit extrem aggressiv auf Menschen zu werden. Und nicht in der Lage zu sein, meine Wut zügelnd zu beherrschen.

Und seit ich People Pleaser war, schluckte ich solche Gefühle runter. Ich wusste nie wie ich mich gegenüber Menschen gebe, wenn mich was aufregte. Ich lernte das nie, weil in unserem Haus war es mir nicht erlaubt meine Eltern zu konfrontieren. Es war mir nicht erlaubt meine Mutter zu konfrontieren über irgendwas was mich ärgerte, weil sie würde einen Wutanfall bekommen und komplett den Punkt ignorieren, den ich aufzei-gte, alles umdrehen und mich stattdessen beschuldigen. Denn Narzissten können keine Verantwortung für etwas übernehmen was sie getan haben und sind auch niemals im Unrecht. Wie kann man es also nur wagen, sie einem gegenüber als unempfänglich zu beschuldigen? Oder irgendwelche Fehler begangen zu haben? Wenn ich wegen irgendwas mich aufregte, und meinen Vater versuchte damit zu konfrontieren, wie ich mich deswegen fühlte, würde er mich einfach verspotten. Über mich lachen und mit seinen anstarrenden Blick versuchen mich zum grinsen zu kriegen, bis ich es tat und lachte. Wodurch es so wäre als ob ich über mich selber lache. Und keinen validen Punkt gehabt hätte, weil ich ja lachte, als ich eigentlich wütend war.

Somit habe ich zu der Zeit als ich das Haus verließ, gelernt, dass meine Gefühle nicht gelten. Dass ich kein Recht habe sie auszudrücken. Dass ich nicht ein Recht darauf habe, andere Leute zu fragen, ob sie mir zuhören können, wenn mich was ärgert. Ich hatte keine Erfahrungen, um zu kommunizieren wie ich mich fühlte, wenn ich mich wegen etwas nicht wohl fühlte. All die Frustration, wandelte sich in eine hässlicheren, verdorbeneren und giftigeren Version von sich selbst und schmorte in mir. Ich hatte soviel Wut zu der Zeit als ich meine 20 Jahre erreichte. Auch habe ich von meiner Mutter ein paar schlechte Verhaltensweisen übernommen. Sie war passiv Aggressiv und unausdrücklich über eigene Gefühle. Wenn sie sich aufregte wegen ein Familienthema, wie wenn ich oder wer anders in der Familie sich falsch verhielt, würde sie anstelle es einfach anzusprechen, darauf sitzen bleiben und in sich garen lassen.

Und wir wussten, dass etwas nicht stimmte, weil wir konnten hören wie der Kühlschrank zu knallte, Teller runtergeschmissen wurden, und gestampfe durch das Haus. Und dann würde sie auf einen warten, um zu fragen ob etwas nicht stimmt? Und dann explodierte sie mit so Sachen wie: „Du bist ein solches selbstbezogenes und verzogenes Gör!“ Sie reflektierte alles was sie ärgerte, projizierte es auf einen und machte ein wertendes Urteil. Und sagte was für eine schlechte Person man doch wäre. Ich habe dieses Verhalten übernommen, ja, und lernte wie ich andere Leute für meine Gefühle verantwortlich mache. Und andere Leute dafür verantwortlich zu machen, die Dinge in Ordnung zu bringen. Ich bin sicher, dass eine menge Leute, dieses Verhalten kennen. Es wird erwartet, Dinge in Ordnung zu bringen, wobei man nicht etwas falsches getan hat.“

 

Erhofftes „Tageslicht aus der Dunkelheit“

Der jungen Youtuberin Delaney Jessica Kay, die den Kanal „Daylight out of Darkness“ betreibt, geht es ebenfalls wie so vielen anderen in dieser „Survivor Community“, darum, anderen Menschen, die durch narzisstischen, anti-sozialen, soziopatischen und psychopatischen Missbrauch leiden, zu helfen, wie sie es auf Facebook beschreibt. Mittlerweile hat sie auch eine eigene Webseite und arbeitet als Coachin und arbeitet als Coachin bezüglich dem Thema. Auf ihrer Webseite heißt es, dass sie in Afrika in eine narzisstische Familie hineingeboren wurde, für die sie wegen einer Lese- und Rechtschreibschwäche eine Enttäuschung war und zum Sündenbock wurde. Während sie zu verstehen versuchte warum ihr Leben so ein Chaos war, verbrachte sie vergeblich Jahre damit von der Familie die Liebe und Bestätigung zu erhalten. Unfähig die Situation zu begreifen und voll von Selbstschuld und Scham, sank ihr Selbstbewusstsein auf ein extrem niedriges Level. Und die Dinge verschlimmertens sich als sie unwissentlich einen Covert Narcissist heiratete, der ihr gegenüber sich sogar missbräuchlicher verhielt als ihr eigener Vater es jemals tat. Aus diesem schwarzen Loch hat Delaney es unglaublicherweise geschafft sich zu befreien.

Somit ist sie ein lebender Beweis dafür, dass in der dunkelsten Stunde im Leben dennoch ein Wandel machbar ist. Sie begann nicht nur die narzisstischen Züge und Verhaltensweisen solcher Familien und Individuen im Detail zu verstehen, sondern fand sie Wege um das Gehirn und die Psyche von oft versteckten und lähmenden Formen von emotionalen Missbrauch zu heilen. Sie widmet ihr Zeit für Recherche, und tausenden von Menschen dabei zu helfen, emotionale Schäden als ein Ergebnis von dysfunktionalen Familien und narzisstischen Missbrauch zu verstehen und zu heilen. Sie hat es sich somit zur Aufgabe gemacht, so viele Menschen wie nur möglich dabei behilflich zu sein, dass sie u.a. zu ihrem echten Selbst wiederfinden.

Delaney hat recht viele Videos veröffentlicht, die alle in die Tiefe zu gehen vermögen, doch auch wenn man ihr richtig zuhört, eine leicht verständliche Bildsprache bieten, aus der man viel für sich holen kann. So gilt es hier von ihr nun das Video „Narcissism, farmed like cattle for your emotions“ übersetzt zu zitieren. Mit „Narzissmus, wie Vieh für deine Emotionen gezüchtet“ meint sie:

„Ich möchte auf Narzissmus einen besseren Blick werfen, um eine klarere Einsicht davon zu kriegen. In diesem Video rede ich über jemand der eine ausgereifte narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Ich rede nicht über Menschen, die narzisstische Züge haben. Wir alle haben bis zu einem gewissen Grad narzisstische Züge an uns. Manche von uns mehr als andere, aber ich spreche über die voll ausgereifte narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wenn Sie sich nicht schon darüber im klaren sind, möchte ich Sie darüber bewusst machen, dass – selbst wenn sich das möglicherweise sehr dramatisch anhört, aber es ist die Wahrheit – unter uns versteckte Kreaturen und Monster sich befinden, die nicht wie normale Menschen sind. Sie sehen aus wie normale Menschen, allerdings ist ihre Wesensart pathologisch. Der ausgewachsene Narzisst, ist eine Person, die absolut süchtig nach narzisstischer Nahrung ist. Sodass ihr gesamtes Leben dysfunktional und verdreht ist. [Sobald Sie alles verstehen, worum es sich bei Narzissten handelt], werden Sie durch ihre Erfahrungen, die Sie gehabt haben, in der Lage sein, um für sich einschätzen zu können, ob Sie es mit einer voll ausgewachsenen narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu tun haben, oder jemanden, der nur ein paar narzisstische Züge an sich hat, weil es dabei einen großen Unterschied gibt.

Also, die narzisstische Persönlichkeitsstörung ähnelt einem Vampir. Und warum ich das sage, liegt daran, weil ein Vampir das Blut anderer Menschen benötigt „um zu überleben“. Der Vampir saugt das Blut anderer Menschen aus, sonst würde er sterben. Und ich weiß, es handelt sich um eine mythologische Kreatur, womit ich nicht sage, dass Vampire echt wären. Aber was ich Ihnen versuche zu erklären, sind die Ernährungsverhältnisse eines Narzissten, indem ich sie mit Vampiren vergleiche. [Der Narzisst gleicht einem Vampir in einer ähnlichen Weise, weil] er die Emotionen anderer Menschen braucht, um zu überleben. Das ist was man narzisstische Nahrung nennt. Und wenn ich das sage, ja, er wird auch weiter atmen, falls er keine narzisstische Nahrung hat. Aber seine ganze Persönlichkeit fällt auseinander und es gibt kein echtes Selbst was dann übernehmen könnte. Das ist was ich mit „überleben“ meine. Was der Narzisst tun muss, um also „zu überleben“, ist die Saat zu legen, sie zu ernten und emotionale Reaktionen von anderen Menschen zu melken. Deshalb sage ich so oft, dass der Narzisst ein Süchtiger ist, weil sie gieren nach so viel, sodass sie egal wie weit gehen, um diese „Droge“, die sie brauchen, zu bekommen. Jeden Tag vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Alles andere hängt damit zusammen. [Er oder Sie] „gedeiht“ durch die spiegelnden Emotionen, die andere Menschen zu ihm zurück reflektieren. Was er braucht ist also eine emotionale Reaktion in anderen Menschen zu bewirken. Alles was er ist, ist diese falsche Persönlichkeit.

Der Narzisst ernährt sich von den Emotionen anderer Menschen um sich herum. Und das ist warum der Narzisst sich oft einen Partner auswählen wird, der sehr sensibel und empathisch ist. Jemanden der viele Emotionen hat. Und können sie auch jemand aufspüren, der aus der Vergangenheit eine Art Verletzung hat. Sie mögen es, wenn sich andere um sie kümmern, die Emotionen und Empathie haben, denn davon können sie sich ernähren. Die narzisstische Nahrung, wovon sie am meisten was von haben, sind negative Emotionen anderen Personen. [So wie bei] Tränen, die jemand das Gesicht herunterlaufen, während Sie für das was sie getan haben angeschrien werden. Und selbst wenn sie verflucht werden und für die Schandtat, benannt werden, werden Narzissten auch wissen, dass wenn jemand Schmerz in sich fühlt, es für sie so ist, als ob sie den Jackpot geknackt haben, weil sie dafür der Auslöser waren.“

Des Weiteren redet die YouTuberin Delaney Jessica Kay des Youtube Kanals ‚Daylight out of Darkness‘ im Video „How to deal with a narcissist at Christmas“ – auf gut deutsch „Wie man mit einen Narzissten zu Weihnachten umgeht“ – nun über eine Thematik die das Verhalten betrifft und mir durch meine Erfahrungen mit dem toxischen Ex-Stiefvater wohl bekannt ist. Was mich also sehr an ihn erinnerte, weil er uns wirklich vor der Jahrtausendwende regelrecht mit Geschenken überhäufte.

In dem leider vergriffenen Buch „Rotkäppchens Schweigen – Die Tricks der Kindesmissbraucher und deren Helfer“, sowie auch dem Elternratgeber „Keine Angst vorm Kinderschänder“, habe ich durch der autodidaktischen Expertin Martha Schalleck im Jahr 2007 zwar schon gelernt, dass jene Personen, die man zu jenen zählen kann, die Kinder sexuell missbrauchen und/oder misshandeln, sich mit Geschenken bei ihren potentiellen Opfern manipulativ beliebt machen. Und verstand damals ab 2010 durch fundiertes Wissen über Psychopathen, aus dem ein halbem Jahrhundert unterdrückten Buch „Politische Ponerologie“ von Andreas Lobazweski, dass es auch bei meiner Mutter und mir mit den ganzen Geschenken eine Taktik des toxischen Ex-Stiefvaters ohne echte Gefühle war, um sich beliebt zu machen. Über genauere psychologische Hintergründe, lernte ich in den darauf folgenden Jahren immer etwas mehr dazu, um die dysfuktionalen Zusammenhänge der Gesellschaft prägenden psychosozialen Vorgänge auch als Laie nachvollziehend verstehen zu können. Aber den richtigen durchblick bekam ich erst in den letzten drei Jahren durch das Buch „Psychopath Free“ und durch die Videos von Delaney Jessica Kay. Als Laie will ich daher innerhalb der kurzen „Überlebensgeschichte vom Weihnachtsschrecken“ auch nicht nur meine Geschichte erzählen, sondern so gut es geht, die Dinge aufzeigend kund tun, wonach Menschen bewusst oder unbewusst suchen.

Folgende Worte einzudeutschen sind mir aus ihrem Video „How to deal with a nacrissist at Christmas„, wichtig, um normale Menschen verstehen zu lassen, wie Narzissten so noch anhand den Warnzeichen erkennbar sind:

„Ein Narzisst will nicht, dass er für Sie oder Sie für ihn das perfekte Geschenk finden, weil sie nicht so wie normale Menschen verstehen können, dass Sie eine Befriedigung fühlen, wenn Sie bei anderen die Freude sehen, die Sie ihnen damit machen. Ein Narzisst wird Ihnen niemals erlauben wirklich glücklich zu sein. Es wird immer etwas geben was Ihnen fehlt. Der Narzisst wird absolut charmant sein, wenn Sie Besucher bei sich zur Weihnachtszeit haben, jene für den Narzissten als Gegenstand narzisstische Nahrung sind. Das sind Leute auf denen der Narzisst zählt, dass sie ihm die Bewunderung und die Aufmerksamkeit geben. Wenn der Narzisst in der Feierlich-keit nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, wird er sie verärgern. Überall wird ihnen er Ihnen einen Dämpfer verpassen. Entweder durch seine Stimmung oder indem er andere Menschen sich auch unbehaglich fühlen lassen wird.

Wie die Teilnahme zu verweigern, jemanden den Spaß zu verderben oder jeden sich schuldig fühlen zu lassen, wenn jemand Spaß hat, während er inmitten der Feierlichkeit darauf besteht, dass das Geschirr gespült wird. Wenn der Narzisst sieht, dass Sie sehr glücklich sind und Spaß haben, wird er auf jeden ihm erdenklichen Weg ihre gute Laune zerstören. Er wird Sie auseinander nehmen, sodass Sie vielleicht in Tränen ausbrechen. Und dann wird er Sie eventuell dazu bringen, dass Sie sich irgendwie wieder besser fühlen. Das ist dann mal OK, weil „er“ derjenige war, der es schaffte, dass Sie sich wieder gut fühlen. Davon abhängig, ob es sich weniger oder mehr, um einen Narzissten handelt, wird er sich Weihnachten anders verhalten. Der weniger narzisstische wird wohl zufrieden sein, faul sich gehen zu lassen, während er seine dicke Haut trägt. Mehr narzisstische werden ihre Agenda mit verdeckten Taktiken verfolgen, um beängstigendes und niederschlagendes auszulösen.“

Und um diese wichtige Thematik wegen der scheinheilig vorgespielten Mitmenschlichkeit noch etwas mehr anschaulich zu vertiefen, gibt es von Delaney Jessica Kay ebenfalls u.a. noch das Video „Narcissists and gift giving“ – auf gut deutsch „Narzissten und Geschenke machen“ -, worin sie folgendes sagt:

„Der Narzisst mag es nicht Geschenke so zu verschenken, wie es normale Menschen tun. Er mag es in der Weise, durch die er andere manipulieren und kontrollieren kann. Wenn er von den Beschenkten die Bewunderung und Aufmerksamkeit bekommt, von denen er sich narzisstische Nahrung erhofft. Er gibt einem Kind nicht ein Geschenk, um ein gutes Gefühl zu hinterlassen. Sie wähnen sich über alle anderen erhaben, wodurch sie auf jene, die von ihnen beschenkt werden, genussvoll herabblicken und glauben was besseres zu sein. Wenn der Narzisst nun Geld hat und andere von ihm abhängig sind, ist ihm die Kontrolle ein großer Genuss, die das Geld ihm gibt. Und er nutzt das auf den grässlichsten und schmerzhaftesten Wegen. Wege, die jene, die sich bei ihm befinden, möglicherweise absolut zerstören. Selbst dann wenn sie den Wald voller lauter Bäume nicht sehen können und die psychologische Natur sie vom Narzisst fast abhängig bleiben lässt. Der Narzisst wird auch genießen ein Geschenk zu machen, indem er zwar bestimmten Individuen ein Geschenk gibt, doch ein Publikum hat das zu ihm aufblickend sagen kann: „Wow, was für eine wundervolle Person“.

Eine andere Sache, die der Narzisst oft nutzt und bietet sind Luxus im Leben und Geschenke. Und das anstelle von Hingabe, weil der Narzisst nicht sehr vertraut mit jemand sein kann. Stattdessen schiebt er all die Geschenke in den Weg und blendet Menschen über das was wirklich vor sich geht. Und hält Menschen im Leben davon ab, weiterzugehen und gesündere Beziehungen zu haben. [Er wird] vielleicht auch deren Selbst-bewusstsein untergraben. Und Teil narzisstischen Missbrauches ist es, andere Menschen es für sie so anfühlen zu lassen, als ob sie nicht ohne ihn leben könnten. Also wird er Geschenke ebenso auf diese Art und Weise nutzen. Eine weitere Sache ist, – und das erzähle ich aus persönlicher Erfahrung – sogar eine Menge von dem Missbrauch, den der Narzisst in meinem Leben beging finanzieller Missbrauch war. Bei dem er so tat, als ob er die Beste um mit Geld umgehen zu können die gewissenhafteste Person sei. Selbst wenn sie sparsam sind, scheren sie sich nicht darauf zu achten. Die einzige Zeit in der sie es tun, ist für ihr äußeres Auftreten, um von ihnen dieses falsche Selbst Bild zu haben, laut dem sie so verantwortungsvoll seien.“

Nun aber mal weg von den Narzissten und zu den Menschen selbst, die wie auch immer mit ihnen zu tun gehabt haben! In dem weiteren Video „An ultimate secret to healing from a lifetime of emotional or narcissitic abuse“, sagte sie zu „einem ultimativen Geheimnis um sich zu heilen von einer Lebenszeit emotionalen oder narzisstischen Missbrauchs“, womit also die revolutionäre Neuroplastizität gemeint ist:

„Ich glaube das ist unglaublich wichtig. Darauf bin ich gestoßen und glaube, dass das Verständnis dafür und der Wille es in die Tat umzusetzen, außerordentliche, wohltuende Effekte auf Menschen haben kann, die mit solchen Situation zu tun gehabt haben. Die Sache ist, dass es der Gesellschaft nicht wohlbekannt ist, und ich denke es ist phänomenal. Also während meiner Recherche konnte ich nicht festmachen, warum da eine menge von anderen Dingen in meinem Leben waren, die einfach nicht gut zu funktionieren schienen. Und durch’s lesen über Themen, die mit diesem Thema verbunden sind, wie Psychologie, realisierte ich, dass es genau genommen eigentlich ein Schaltpult zur Systemsteuerung im Gehirn gibt.

Als Analogie vergleiche ich es mit einer Sprinkleranlage mit Schaltpult für das System. Ich glaube, dass das Gehirn ein ähnliches Systemschaltpult besitzt. Was passiert wenn die Bedürfnisse eines Kindes in der frühen Kindheit zu einem gewissen Grad nicht erfüllt werden, ist, dass das Systemschaltpult betätigt wird. Und so wie bei einer Sprinkleranlage es verschiedene Programme gibt, wie das vorgegebene, voreingestellte Programm (das die meisten Menschen auswählen, wobei es noch zig andere sogar obskure Programme gibt, dass man sich nur wundern kann, warum jemand diese überhaupt benutzen könne). Aber was tatsächlich wegen dem Überlebensmechanismus im Säugling aufgrund des Instinktes durch Generationen und Generationenpassierte, [wenn] die Säuglinge die Eltern nicht beeindrucken? Wenn die Eltern nicht gut waren, starben solche Säuglinge. Also sind es nur die Gene der Säuglinge, die die Persönlichkeit änderten um zu überleben, sodass sie lebten um die Gene weiterzutragen.

Also passiert es instinktiv in uns, wenn wir vernachlässigt werden oder wir von den Bezugspersonen nicht genug Input bekommen. Dass was immer wir tun was für sie akzeptabel ist, es plötzlich vom voreingestellten normalen Programm mit dem der Säugling geboren wurde, zu einem alternativen Programm umschaltet, um das überleben dieses Kindes sicherzustellen. Also schlatet das Kind dahingehend um, die Eltern zu beeindrucken zu versuchen. Und stellt die Eltern oder die Bezugspersonen an erster Stelle, weil das Kind weiß, um zu überleben muss es die Bezugspersonen glücklich machen, sodass sie auf es aufpassen, denn ist es schutzlos. Keine Eltern sind perfekt, es ist eine gut genuge Mutter, ein gut genuger Vater. Aber in bestimmten Situationen wurden die Bedürfnisse des Kindes nicht erfüllt. Es schlatet zu einem Programm um. Und dieses Programm setzt sich genau durch das Leben des Kindes danach auch fort. Solange bis das Kind älter wird und realisiert, dass da ein Problem ist und es physisch ändert. Das ist das Muster, das ist der Bauplan, den das Gehirn nutzen wird damit fortzufahren, anstelle des normalen und natürlichen Programmes.

Und wissen Sie was sogar noch bizarrer ist? Dass sie es in ihrem Leben nicht sehen können und niemand sagt es ihnen. Vielleicht sagt es wer in bestimmten Situationen, dass sie sich nicht richtig verhalten. Aber keiner sagt, dass dies so passiert, dies so warum ist und sie so nicht interagieren sollten. Eine der Messages, die da rein gebracht wird, ist, in der Gesellschaft sich um andere zu kümmern, und dass dies als eine Wohltat angesehen wird, was geradezu das alternative, obskure Programm verstärkt. Ich meine, es ist als ob man die Sprinkleanlage auf einer weise an hat, wie diese in normalen Situationen niemand je nutzen würde. Und das ist das gleiche mit einem Kind, denn wenn es ein Säugling ist, muss es andere vor sich selbst an erster Stelle stellen. Oft, wenn es eine Art narzisstischer Familie ist, ist es sehr schwer solche Dinge ausfinding zu machen.

Die Kinder, die in solch einer Situation aufgezogen werden, verstehen nicht was vor sich geht. Und wissen nur, dass deren Leben durcheinander sind, sowie dass sie sich unglücklich fühlen. Und es braucht lange das zu ändern, wie einen Umwerfschalter, weil es so lange an ist. Wenn sie wissen wonach sie suchen müssen, können sie es ausmachen. Denn sie erkennen, dass sie nicht zu dem anderen Programm zurückkehren werden (speziell wenn sie durch eine stressvolle Situation gehen oder was auch immer), und dann ist es ein Umwerfschalter. Sie haben ihn weiter nach oben zu drücken, und gegebenenfalls bleibt der Schalter länger und länger oben. Und sie werden bemerken wie sich ihr Leben anfängt zu verändern, sodass sie wirklich das Leben anfangen können zu leben, zu dem sie bestimmt sind es zu leben.“

Fazit: Unbewussten bewusster werden

In dem Welt Online Artikel „Die heimliche Macht des Unbewussten“ heißt es von Heike Stüvel im Jahr 2009 verfasst, dass „das Bewusstsein 80 Prozent der Energie im Gehirn“ verschlinge und daher demnach „nur 20 Prozent dem Unterbewusstsein zur Verfügung“ stehen. Es gilt sich also dem Unbewussten mehr bewusst zu werden, was laut meiner eigenen Erfahrung mit einem Traumtagebuch erreicht werden kann. Immerhin sind Träume mit der  Intuition verbunden, die nicht nur zum echten Selbst den Weg weißt, sondern sogar wegen Überlebensnotwendigen Entschei-dungen, vom US-Militär erforscht wird, damit diese schnell getroffen werden.

Einige Menschen werden sich hier vielleicht denken, dass sie sich an ihre Träume nicht erinnern und es da nichts aufzuschreiben gäbe. Wie man das aber in Büchern wie z.B. dem Praxishandbuch zum erlernen von luziden Träumen, also „Oneironaut“ von Simon Rausch schnell erlesen kann ohne sich durch zuviel Text lesen zu müssen, wie in dem Buch „Träume was du träumen willst“ u.a. von Stephen LaBerge, reicht es schon, wenn man nach dem wach werden ruhig liegen bleibt ohne sich zu bewegen und versucht sich an das geträumte zu erinnern. Es reicht dabei völlig aus, wenn nur ein Wort dabei in den Sinn kommt, welches einer Traumszene zuzuordnen ist.

In der ersten Zeit wird man vielleicht nur Stichworte aufschreiben, aber kann sich das bis auf mehrere Seiten steigern, die viel Zeit in Anspruch nehmen können. Aus persönlicher Erfahrung sprechend, habe ich vor über drei Jahren diese Bücher gelesen. Zuvor führte ich zwei Jahre Traumtagebuch. Das Traumerinnerungs-vermögen, konnte man auf ein ziemlich gutes Maß steigern. Sodass es mit der Zeit auch irgendwie zusätzlich dazu kam, dass man sogar im Traum andere Trauminhalte versuchte in Erinnerung zu behalten, damit diese nicht vergessen werden. Ich träumte so z.B. bei einem falschen Erwachen meine Träume nochmal mental durchzugehen und zu notieren. Wenn man dann wirklich wach wurde, war man zwar verblüfft die Dinge zu dokumentieren nur geträumt zu haben. Aber erinnerte sich noch sehr gut an das was einem im Traum wichtig war in Erinnerung zu behalten.

Der nächste Schritt wäre im Traumzustand analysierend die Traumsymbole und Figuren zu verstehen, sodass man im Unbewussten die Veränderungen vornehmen kann, die einem im Wachzustand vorschweben. Wie wenn man Traumfiguren Fragen stellt, damit aus dem Unbewussten eine verborgene Erkenntniss, von der Traumwelt in die Wachwelt transportiert werden kann. Möglich ist das allemale, erfordert beim erforschen des Unbewussten jedoch Erfahrung. Nachdem ich also Traumtagebuch führte und vor dem Schlafen Bücher über das Klarträumen gelesen wurden, war es direkt in der ersten Nacht, dass es zu einem Klartraum gekommen war. Genaugenommen wegen einen Satz über einen antiken Griechen, der mal sagte, dass einem manchmal im Traum etwas sagt, dass das ein Traum ist. Und so geschah es dann als Heidenspaß. In den letzten drei Jahren konnte ich für mich persönlich viel aus meinen Träumen lernen, um sich selbst und andere mehr zu verstehen und an mir selbst zu arbeiten. Und das auch wenn es weniger zu luziden Träumen kam.

Doch was hat das jetzt noch mit Narzissmus zu tun? Jeder Mensch, wird wie verschiedene Lebensgeschichten erzählen können. Und vielleicht will man nur Albträume beseitigen oder seiner kreativen Ader nachgehen, wie auch im Traum eine sportliche Übung trainieren, damit man diese besser im Wachzustand beherrscht? Im Falle narzisstischen Missbrauches durch eine dysfunktionale Familie aber, vermute ich mal, dass es hilfreich sein kann (auch wenn man auf Widerstände trifft, die einen hindern weiter zu gehen), zu versuchen in die eigene Kindheit eine Zeitreise zu bewergstelligen, wie Paul Tholey das in dem Buch „Schöpferisch Träumen – Der Klartraum als Lebenshilfe“ schreibt. Damit man sich klarer darüber werden kann, was aus reinem Eigenschutz für Erinnerungen beiseite geschoben wurden. Denn kann man nicht nur traumatischen Ereignisse so aufarbeiten, wenn man sich diesen in der Traumwelt wo einem nichts passieren kann und man sicher ist, stellt. Sondern wie es auf Traeumen.org zu „Luzide Träume in der Psychotherapie“ heißt, kann man ggf. „seelische Störungen, wie Angststörungen oder starke Phobien vollständig beseitigen.“

Eine schlimme Kombination, die man sich vorstellen kann, ist, wenn ein Mensch innerhalb einer dysfunktionalen Familie in jungen Jahren falsche Konditionierungen durchlebte und deshalb nicht nur eine Sozialphobie entwickelte, sondern auch wegen dem im Zitat von Delaney beschriebenen unbewussten falschen Schaltplan somit wegen der erlernten Hilfelosigkeit auch noch an einen Narzissten gerät. Der dann dies als „Schwäche“ auszunutzen weiß, indem er mittels Kontrolle durch betätigen der emotionalen Knöpfe, das sog. Opfer in die absolute erlernte Hilfelosigkeit drängt. Bei so einem Fall, kann es wegen einer alten Trennungsangst (z.B. wegen Ehescheid-ung der Eltern) und der Angst vor dem Alleinsein (z.B. wegen Vernachlässigung durch die Eltern), dazu vermutlich führen, dass wie beschrieben, alles beim alten gelassen wird, falls mal der Entschluß im Raum stand, sich trennen zu wollen.

Warum genau ist das aber so? Nun, wie ebenso zu Anfang dieses Kommentars beschrieben, wird ein sog. Opfer einer toxischen Beziehung in der dem Übeltäter idealisierenden Anfangsphase mit dem „Love Bombing“ süchtig nach ihm gemacht, was er mit dem Kuschel- und Sexhormon Oxcytocin manipulativ über die Hirnchemie erreicht. Das Kuschelhormom führt im normalen Fall, zu der Mutter-Kind-Bindung, wodurch mit der erbrachten Liebe das Kind ein Band zwischen der Mutter und sich selbst fühlt. Christa Meves schreibt diesbezüglich in ihrem Buch „Geheimnis Gehirn„, dass ohne solch einem Band es keine Vernunft und ohne Vernunft kein Gewissen geben kann. Diese normale Bindung in den ersten wichtigen drei Lebensjahren nicht erlebt zu haben, bedeutet für das menschliche Gehirn nichts gutes, weil sich so kein Gewissen prägen lassen konnte. Stattdessen ist dies ein Faktor um mit geminderter oder gar ohne Empathie eine toxische Person zu werden.

Ebenfalls wird Oxcytocin im Normalfall im Menschen ausgeschüttet, wenn sich Menschen ganz einfach begrüßend die Handreiche oder auch umarmen. Es schweißt somit Menschen mit der bindenden Kraft zusammen und stärkt den Gruppenzusammenhalt. Aber wenn es manipulativ für die eigenen Zwecke innerhalb einer toxischen Beziehung missbraucht wird, wird z.B. eine Frau sich nicht trennen können, weil es auch die Variante der traumatischen Bindung gibt, auf die mit dem Stockholm-Syndrom bisher verwiesen wurde. Bei dem Traumatic Bonding, handelt es sich um „eine starke emotionale Bindung zwischen der missbrauchten Person und ihrem oder seinem Peiniger, die das Ergebnis eines Kreislaufes der Gewalt darstellt. Ungesundes, oder traumatisches binden zwischen Menschen tritt in missbräuchlichen Beziehungen auf. Die Bindung ist für Menschen die in missbräuchlichen Haushalten aufgewachsen sind stärker, weil es scheint ihnen ein normaler Teil innerhalb von Beziehungen zu sein. Je länger eine solche Beziehung besteht, umso schwerer wird es für Menschen sein den Peiniger zu verlassen.

Sehen Sie hier ein Video von SoulGPS zum „Traumabinden“ u.a. auch in Medien:

Erst im Psychologieunterricht einer Abendschule, lernte ich jedenfalls etwas über Vorurteile und Konditionierung, was wegen meiner Vergangenheit mir die Augen weit öffnete. Um ein Beispiel zu liefern. Damals habe ich eigentlich gerne Fischstäbchen und Backfisch gegessen, aber als meine Mutter mit mir und dem toxischen Ex-Stiefvater im Urlaub war, wollte ich den Fisch nicht essen, weil so unverarbeitet wie gerade erst gefangen aussehend, mochte ich diesen Anblick einfach nicht. Er zwang mich dann aber diesen Fisch zu essen. Und seitdem habe ich bis zur Abendschule zehn Jahren nicht verstanden warum ich mal Fisch essen konnte und es dann regelrecht hasste, weil ich es als etwas total widerliches empfand. Es hat mit der Konditionierung zu tun gehabt, die wegen dem schlechten Gefühl als Schlüsselreiz in der Zukunft mich immer wieder wenn ich Fisch roch oder sah, daran denken ließ, wie traumatisch u.a. dieses Ereigniss des toxischen Kontrollfreaks gewesen war.

Es bleibt daher die Frage zu stellen: Warum heißt es, die Schule bereite uns alle Menschen auf das Leben vor, wenn aber Psychologie und eine sog. Menschenkunde nicht auf den Lernplan stehen? Oder erst in der Oberstufe? Immerhin ist es ja schon blöd genug, wenn Lehrer nur von einem Fach genausten Bescheid wissen und sonst mit Scheuklappen durchs Leben gehen, aber die Schüler alles unnütze Wissen auswendig lernen sollen. Vondem sie aber nichts haben, da es ohne im Leben gebraucht zu werden, vergessen werden kann. Es wird somit gelehrt was Philosophie mal war, aber wirkliches philosophieren wird einem nicht beigebracht. Und überhaupt ist das Bewerten von Menschen mit Schulnoten nicht gerade was gutes, zumal dadurch Konkurenzdenken entsteht und Gruppennarzissmus. Das Milgram-Experiment zeigte denke ich genug auf, wegen der Vorbildfunktion und unmoral-ischen Handeln. Gerade Fehler chronisch zu bestrafen ist nicht förderlich für die Neugier, die daran einzugehend droht, was menschliches Potenzial verschwendet.

Wie Delaney Jessica Kay das in ihren Videos anschaulich erläutert, kreiert man sich – ohne esoterisch klingen zu wollen – eine eigene Realität aufgrund den altbekannten konditionierten Gewohnheiten, die es zu ändern gilt. Als Beispiel kann man das Traumbewusstsein nehmen, dass ja das Unbewusste ist. Ein Traum ist wie ein Film der in einem abläuft, ohne aber, dass man das Drehbuch kennt. Man ist in der Regel ständig in Bewegung und hat nicht viel Zeit, um darüber nachzudenken, wie man in dieser Situation am besten reagieren sollte. Als Extrembeispiel kann es sein, dass man des Nachts einem wiederkehrenden Albtraum ausgesetzt ist. Trainiert man durch Traumarbeit aber das Traumerinnerungsvermögen, kann man in der Lage kommen mit dem erkennen des Traumes als Traum, den man gerade träumt, dass es eigentlich nichts bedrohliches gibt, wodurch man wie auch immer den Traum bewusst ändern kann. Das Drehbuch schreibt im Unterbewusstsein das Unbewusste, das wiederum aus unverarbeiteten und nicht integierten Emotionen bestehen kann, je nach dem wie man z.B. als Kind aufgewachsen ist. Das ist eine ganz individuelle Sache, die aufgrund des Menschsein mit Bildsprache ggf. universell verstanden werden kann.

Sehen Sie hier Paul Tholey über Klarträume und Psychotherapie reden:

Im Traum trifft man also auf diverse Traumfiguren, die Topdogs oder Underdogs sein können. Topdogs halten einen meistens davon ab, weiter ins Unterbewusstsein vorzudringen. Mit Übung und einen festen Willen, kann man diese zensierenden Hindernisse aber umgehen. Indem man wie ich es u.a. z.B. gemacht habe, des Traumzustandes bewusst mit einer Rutsche durch das Gehirn an der Zensur vorbei rutscht. Auf was man dann allerdings für Erinnerungen treffen kann, ist eine ganz individuelle Frage, die einen überraschen kann, wie ein vergessener Name einer Person. So wie Paul Tholey es in seinem Buch „Schöpferisch Träumen“ schreibt, kann man durch einen bewussteren Umgang mit den eigenen Träumen auch die heilenden Kräfte der Klarträume nutzen. Im Traumdrehbuch kann man also mit etwas Training bewusst eingreifen und den gewohnten Verlauf des Unbewussten beeinflußen.

Nicht nur, indem man z.B. in einem Albtraum einen gefährlichen Bären, der einen verfolgt in eine harmlose Schildkröte verwandelt. Sondern auch, indem wir als weiter fortgeschrittene Klarträumer den gefährlichen Bären oder eine menschliche Traumfigur, die einen Teil unserer Persönlichkeit samt Emotionen widerspiegelt auch Fragen stellt. Was im Fall eines Bären auch dazu führen kann, dass dieser nicht mehr bedrohlich wirkt und eine Antwort liefert, die uns etwas ganz persönliches verstehend bewusst werden lässt. Wir haben als Menschen also in unserer Evolutionsgeschichte gelernt, vor Gefahren zu fliehen, anstatt uns damit auseinander zu setzen. Gemeint ist damit, was Delaney Jessica Kay auch beschreibt. Nämlich, so wie wenn wir einmal lernen keine heiße Herdplatte anzufassen, so lernen wir auch den seelischen Schmerzen lieber aus dem Weg zu gehen. Oder anders gesagt seelisch-schmerzhafte Erlebnisse verdrängend runterzuschlucken.

Auf das Nachkriegsdeutschland bezogen gab es, wie man das dem Buch „Kriegskinder – Die vergessene Generation“ von der Autorin Sabine Bode entnehmen kann, keine psychologischen Verarbeitungsphasen für traumatisierte Kriegskinder, die in ihren späteren Leben, wie auch ihre Eltern, ihren seelischen Schmerz z.B. in Alkohol ertranken und so das Leid ihrer seelischen Not nur vergrößerten. Verdrängung seelischen Schmerzes schafft ein konstantes leiden, mit dem man sich selbst solange quält, bis man dem Schmerz begegnet und die Emotionen, die damit zusammenhängen, zulassend integiert. Ohne von Kriegstraumata hier nun weiter auszugehen – auch wenn es eine transgenerationale weitergabe kriegsbedingter Traumata gibt – kann es ja auch frühkindliche Beziehungstraumata geben, von denen wir nichts mehr wissen, weil wir zu klein waren, um uns zu erinnern.

Auf Deutschland bezogen, gab es einige Jahrzehnte nach dem Untergang des Dritten Reiches noch in einer entschärften (bzw. entnazifierten) Fassung den kaltherzigen Erziehungsratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von Johanna Haarer in fast jedem Haushalt der Bundesrepublik. Gemäß diesem grausamen Buch zur Kindeserziehung über Schwarze Pädagogik, wurde somit jedes Kind als Feind betrachtet, das seinen bösen Kinderwillen durchsetzen will und wie ein Tier gezüchtigt gehöre. Sogar vor der natürlichen Welteroberungsphase (Siehe: „Geheimnis Gehirn“ von Christa Meves) forderte Haarer, wenn das Kind schreit und auch der Schnuller als „Beruhigungsmittel“ versagt, „dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen.“

Bezüglich einer, wie ich es meines Erachtens nennen kann, „innermassenseelischen Bevölkerungskernforschung“, um das Leben unserer Vorfahren auf einer psychologischen Ebene zu verstehen, kann man hier wegen frühkindlichen Traumata festhalten, dass dieses grausame „Lehrbuch“ nach 1945 für einen erheblichen Anteil deutscher Mütter bei den von ihnen besuchten Mütterschulungskursen benutzt wurde. In den 1960er Jahren wurde damit als Lehrbuch in Berufs- und Fachschulen gelehrt, z.B. bei der Ausbildung von Hauswirtschaftslehrerinnen, die dieses Wissen an ihre Schülerinnen weitergaben. Zumal dieses Buch bis in die 1970er Jahre hinein in fast jeden deutschen Haushalt sich befand, wird es zig millionen Menschen aus dieser Zeit geben, die als Säuglinge so falsch von ihrer Mutter gehalten wurden, dass der eigentlich instinktive Blickkontakt nicht ermöglicht werden konnte.

Somit kam es zu keiner ausreichenden Mutterkindbindung (was das Gehirn aber braucht!) und konnten unzählig viele millionen Säuglinge auch nicht über die nonverbale Kommunikation in der Mimik die Emotionen der Mutter zu erkennen lernen, was schlußendlich eine gesellschaftliche Fehlentwicklung einleitete. Haarer hatte fünf Kinder. Ihre Tochter Anna Hutzel erklärte im Jahr 2000, im Gespräch mit der Wissenschaftlerin Susanne Blumesberger, dass Haarer ihre nationalsozialistische Einstellung nie geändert habe. Bis zu ihrem Tod habe man nicht mit ihr über das Dritte Reich sprechen können, Probleme innerhalb der Familie seien mit Gewalt gelöst worden, unter der Gefühlskälte der Mutter hätten alle Kinder leiden müssen. Gertrud Haarer, ihre jüngste Tochter, veröffentlichte 2012 ihre Biografie, in der sie sich erstmals auch öffentlich mit ihrer Mutter auseinandersetzt und die Darstellung ihrer Schwester bestätigt. Sie schildert, wie sie als Kind und Jugendliche ihre Mutter erlebt und unter deren Erziehungsidealen noch als Erwachsene gelitten habe.

Träume sind Vehikel zum erforschen des Unbewussten

Und liest man sich richtig in die ganze Thematik ein, stellt man schnell fest, dass z.B. die meisten widerlichen Täter von vergewaltigten Kindern in der eigenen mehr oder weniger gutbürgerlichen Familie oder dem Bekanntenkreis zufinden sind. Nach überlebter häuslicher Gewalt habe ich als herangehender Jugendlicher jedenfalls die Texte der sich im Leben aus Fehlern gelernten deutschen Rockband Böhse Onkelz schon damals als solche Abartigkeiten verurteilend verstanden. Was für mich durch Tom Araya von der amerikanischen Metalband Slayer bestätigt wurde, indem er mal sagte, dass in der Musik die dunklen Gesellschaftsaspekte widergespiegelt werden.

Doch die Presse gab den Bürgern leider das Bild mit, dass die Musik böse und an allem übel Schuld sei, was wiederum ein Thema für sich ist, z.B. bezüglich der unreflektierten satanischen Panik. Exemplarisch sehen kann man das an dem in den 80er Jahren allerersten beschlagnahmten Musikalbum in Deutschland der Rockband Böhse Onkelz, der untergeschoben wurde, die scheuslichste Gewalt gegen Kinder und Tiere gut zu heißen. In dem Lied des gleichnamigen Debütalbums „Der Nette Mann„, springt der Sänger in die Rolle eines Kindermörders, der quasi hinter der Maske der Vernunft gut versteckt, jeder Nachbar von nebenan sein könnte.

Der Schock-Rocker Alice Cooper führt jedenfalls ein sog. klassisches Morality Play auf der Bühen auf. Bei dem, wie sein Pastor zu Alice Cooper sagte, er eine Figur zwischen Gut und Böse erlebt habe, wobei am Ende das Gute die Oberhand behielt. Solch klassische Moralitäten entwickelten sich im 15. und 16. Jahrhundert aus den Mysterienspielen, die im 14. Jahrhundert entstanden waren. Vor allem in England und in Frankreich waren sie äußerst populär, doch auch in Deutschland waren sie verbreitet. Es waren allegorische Stücke, in denen die einzelnen Figuren Laster oder Tugenden repräsentierten, zum Beispiel Wollust, Geiz, aber auch Nächstenliebe oder Barmherzigkeit. Dabei waren diese Schauspiele aber keineswegs trockene Lehrstücke, sondern durchaus unterhaltsame, teils recht deftige Darstellungen.

Über die soziale Medienplattform Facebook hat mich nach einer Freundschafts- anfrage im Jahr 2016 die Filmdarstellerin und Sängerin Leazlie Deane angeschrieben. Leazlie schrieb ich daraufhin, dass ich sie aus dem sechsten Freddy Krueger Film, also Freddy’s Dead kenne. Und ihre Rolle als Tracy wegen der Erfahrung mit einer dysfunktionalen Familie und Häuslicher Gewalt mich mit ihr eine Verbindung fühlen ließ und mir ihre Rolle wegen der gefühlten Emotionalität gefiel. Als jemand der nie eine toxische Person überlebte, kann man jedenfalls nicht wissen, wie man sich danach fühlt. Aber durch den Ex-FBI-Profiler Joe Navarro, der das Buch „Die Psychopathen unter uns“ schrieb, kann man erlesen, dass durch den Missbrauch durch menschliche Raubtiere, wie er jene Personen mit einer bestimmten gefährlichen Persönlichkeitsstörung nennt, als Mensch es völlig normal ist, dass man eine enorme Wut, die sich bis zu Hass steigern kann, auf diese Person verspürt. Und das auch wenn man eigentlich keiner Fliege was zu Leibe tun kann, wie man so sagt. Leazlie schrieb erkennend zurück, dass ich wie sie ein Überlebender bin. Und es ihr leid tut, dass ich durch diese Scheiße durch musste. Die verbindende Magie der Filmkunst.

Nun. Sie spielte in dem Film zwar eine Jugendliche, die in einem Alptraum von der fiktiven Filmfigur Freddy Krueger als perversen Fettsack sexuell belästigt wurde, was auf frühen Missbrauchserinnerungen hindeuten ließ im Film, als er sie anfasste und sie Angst vor dem hatte, was dann wieder passieren könnte. Doch nahm sie im Traum einen Wasserkocher und erschlug ihren Freddy-Daddy damit, wobei sie realisierte, dass er eigentlich schon zuvor verstroben war. Bei CracyTrain Radio wurde sie 2013 interviewt und äußerte bezüglich der Filmfigur Tracy, dass sie selber nicht durch ihre Familie, sondern durch Pflegekräfte missbrauch erlebte. Durch die Rolle half es ihr mit dieser Realität umzugehen. Also konnte sie somit ihren Ängsten ins Auge sehen und sie mit der Zeit überkommen. Und wenn man die Filmserie insgesamt betrachtet, ist Tracy übrigens die einizige Filmfigur, die Freddy überlebte.

Der Traum von der Filmfigur lässt jedenfalls darauf schließen, dass sie von ihrem Vater damals als Kind vergewaltigt wurde, es also ihr Alltag war, und er starb vor oder nachdem sie vor ihm sich in Sicherheit befand. Kurzum erkannte sie im Traum, dass eigentlich ihr Vater doch Tod ist, wie ich das auch schon in ein paar preluziden Träumen bei meinem an Krebs verstorbenen getan haben, die jedoch nicht so negativ waren. Es soll zwar der schlechteste Film der Nightmare on Elmstreet Filmreihe sein, aber wegen dem Inhalt, ist das nach Dream Warriors mein allerliebster, da ich es auch u.a. gut finde, was Doc für einen Filmfigur verkörpert wegen seiner Arbeit als Traumtherapeut und der Tatsache, dass er ein luzider Träumer ist, der in dem Film sich seinem Traumbewusstsein bewusst ist, wie man es auch sein kann.

Was mir an dem Film auch sehr gefiel, war die Szene bei der die Tochter von Freddy, also Maggy, sich in seinem Unterbewusstsein aufhält und u.a. auf kindliche Erinnerungen von ihm stößt, wie jene bei der er in einer Schulklasse mit dem Hammer einen Hamster tötete. Diese Grausamkeit gegenüber Tieren ist bei menschlichen Raubtieren, also Empathielosen Psychopathen nur typisch, zumal ohne Empathie es ohne Gewissen keine Vernunft geben kann. Als aber Maggy in seinem Unterbewusstsein sich aufhielt, bzw. Gehirn, waren da auch diverse Türen, die zu seinen Erinnerungen führten. Die Türen wurden jedoch durch Strom gesichert, sodass wenn man sie versuchte zu öffnen, einen Stromschlag bekam.

Es passt wunderbar zur Traumforschung, weil es hierbei Widerstände gibt, die uns daran hindern, dass wenn wir als Menschen über uns und u.a. das frühe Leben durch das Klarträumen mehr in Erfahrung bringen wollen, indem wir über das uns bewusste Träumen direkt in das Unterbewusstsein gelagen, was uns im Wachleben meisten verschlossen ist. Denn wird das Unterbewusst alles unternehmen und die Erinnerungen vor uns schützen, auch wenn wir so eigentlich damit umgehen können und solche Sachen aussortiert gehören. Es ging mir also schlußendlich darum mit den Protaginisten den Film mit zu überstehen, wobei ich dadurch verstand, dass das Böse nur Macht haben kann über einen, wenn man daran glaubt, dass es diese Macht auch tatsächlich besitzt. Bedeutet übersetzt, dass wenn man eine toxische Person durchschaut, ihre Lügen nicht glaubt, und Manipulationen ebenso wenig taugen.

Im Gegensatz zu Freddy, war für mich Leazlie Deane in der Rolle von Tracy eine vorbildhafte Heldin, da sie Kampfsport für sich trainierte, um sich im akuten Notfall wehren zu können. Kurz gesagt, wurde im Film von Doc geschildert, dass es uralte Traumdämonen gäbe die Freedy ebenso als einen Traumdämon erschuffen, nachdem er als Kindermörder verbrannt wurde. Die Mutter von Freddy war eine Nonne die von tausend Psychopathen laut Drehbuch vergewaltigt wurde, weshalb rein wissenschaftlich betrachtet, es sich um einen genetischen Psychopathen handelt. Wobei die Idee zu den Traumdämonen in mehreren Kulturen anzutreffen ist. In dem Artikel „Sudden and Unexplained: The Sleep Deaths that Inspired Freddy Krueger„, kann man in die Tiefe gehend nachlesen, dass es nur Menschen asiatischer Herkunft waren, die im Schlaf starben, obwohl diese als Flüchtlinge kerngesund waren.

Die philipinische Folklore nennt solch einen bösartigen Geist „Batibat“, der hinter dem sog. „Bangungut“ stecke, wobei die Schlafenden erstickt werden. Das ist ähnlich die Dämonen Incubus und Sukubus, die ihr Opfer jedoch nur im schlaf beklücken, wenn sie wissen was ich meine. Dabei kommt es zur wachen Schlaflähmung mit Halluzinationen oder wie in meinem Fall einer nur geträumten. Näheres dazu beleuchtet der amerikanische Dokumentarfilm „The Nightmare“ aus dem Jahr 2015. Damals von Ende der 1970 bis mitte der 80er Jahren starben dennoch über 100 Männer asiatischer Herkunft in ihren Träumen und der Drehbuchauto und Regisseur Wes Craven laß darüber Artikel. Dabei handelte es sich um das sog. Sudden arrhythmic deathsyndrome, was in der amerikanischen Doku nicht erwähnt wird.

Jedenfalls filterte der im Jahr 2015 verstorbene Wes Craven als ehemaliger Psychologiestudent, die Storys über das im Schlaf zu sterben raus, durch den Psychoanalytikern Carl Gustav Jung und Sigmund Freud, um daraus ein Monster zu erschaffen, das im Unterbewusstsein lauert. Und ich verstehe diese Traumdämonen in der Filmserie nicht aus einer religiösen Sichtweise, sondern aus einer psycho-logischen, ähnlich wie es in dem Buch „Schöpferisch Träumen – Der Klartraum als Lebenshilfe“ geschildert wird bezüglich einem heilenden Klartraum. Alles im allen ist die Nightmare On Elmstreet Filmreihe ein eher psychologischer anstelle von religiös insperierter Film, weshalb das eine der wenigen ist, die durchaus bis zu einem gewissen grad Sinn macht, universal verstanden werden kann und unterhaltsam ist.

Wikipedia-Text-Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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