Wenn pathokratische Megamassenmörder den Totentanz tanzen

Kommentar

Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2018

„Das größte Denkmal ist das Gedächtnis.“ -Perikles

Was ist in der unseren Menschheitsgeschichte die unnatürliche Todesursache Nummer 1? Regierungen, die von Psychopathen befehligend geleitet wurden, wie z.B. von Wladimir Iljitsch Lenin, Josef Stalin, Mao Tse-tung, Yahya Khan und Pol Pot. Und somit eine Pathokratie bildeten. Im 20. Jahrhundert ermordeten bösartige Regierungen laut dem Politikwissenschaftler R. J. Rummel sechs mal mehr Menschen als in den internationalen Kriegen desselben Jahrhunderts gefallen sind! Höchste Zeit für einen „Welt-Demozid-Gedenktag.“ Warum gibt’s den nur nicht?

Rummel studierte Politikwissenschaften an der Universität von Hawaii, wo er 1959 den BA (Bachelor of Arts), 1961 den MA (Master of Arts) erwarb. 1963 erlangte er an der Northwestern University in Evanston (Illinois) seinen Ph. D. (Doctor of Philosophy). Danach lehrte er an verschiedenen Universitäten: 1963 an der Indiana University, von 1964 bis 1966 an der Yale University und seit 1966 an der University of Hawaii. Er war bis zu seinem Tod Professor Emeritus der Politikwissenschaft in Hawaii. Neben der akademischen Tätigkeit war Rummel engagiert als Berater des US-Militärs. So von 1965 bis 1966 im Special Operations Research Office. Rummel konzentrierte sich in seiner Forschungsarbeit hauptsächlich auf die geschichtlichen Bedingungen die zu kollektiver Gewalt und Krieg führen, mit dem Gedanken, die Vorgänge verstehen zu helfen und jene Konflikte vielleicht zu lösen oder gar zu verhindern. Die meisten seiner Bücher und Artikel beschäftigen sich vor allem mit diesem Thema. Für seine Arbeit im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie z.B. den Susan Strange Award der International Studies Association 1999 oder den Lifetime Achievement Award der Conflict Processes Section der American Political Science Association 2003. Rummel wurde seit 1996 wiederholt für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Seine Arbeit wurde durch Forschungsgelder von der National Science Foundation (1969-1974) oder der Advanced Research Projects Agency des Department of Defense (1967-1975) und anderen unterstützt. Die Auseinandersetzung mit den zivilen Katastrophen des 20. Jahrhunderts veranlassten den Forscher, eine fiktive alternative Geschichte zu schreiben. In seiner Roman-Serie Never Again (Nie wieder) unternimmt ein junges Paar eine Zeitreise in das Jahr 1906 mit dem Auftrag, alle Kriege, Völker- und Massenmorde des 20. Jahrhunderts zu verhindern. Begleitend gibt es das Sachbuch Never Again, dass die den Romanen zugrundeliegenden realen Ereignisse erläutert.

Aufgrund unserer fürchterlichen Vergangenheit, ist es mir wichtig anzumerken, dass nicht halt eben nur in Deutschland das Böse grassierte und wir hier vom Holocaust sprechen. Schaut man sich ohne im Denken künstlich gesetzte Grenzen die Welt an – als säße man wie ein Astronaut auf dem Mond – , wird es alles so klein einem erscheinen, was auf der Welt in einem Land passierte. Aber wird man auch erkennen, dass mit historischen Fakten im Gepäck es nicht nur in Nazi-Deutschland zum sog. Megamassenmord kam. Sondern wird man so dann nicht darum herum kommen, dass in fast jedem Land weite Teile der Bevölkerung durch psychopathisch geführte Regierungen niedergemetzelt eines unnatürlichen Todes starben. So schrieb R. J. Rummel bezüglich dieser Thematik in dem Buch „Demozid – Der befohlene Tod“:

„In dem kleinem Universum von Forschern, die sich auf der Untersuchung der willkürlichen Vernichtung menschlichen Lebens spezialisiert haben, scheinen sich nationale Grenze und sprachliche Barrieren zwischen den Sozialwissenschaftlern in Luft aufzulösen.“

Jahrtausendwende und Geschichtsbewusstsein

In der Schule lernte ich nach der Jahrtausendwende wie andere Schüler etwas über den Holocaust. Aber weder etwas über die Flucht und Vertreibung der Vorfahren aus den ehemaligen Ostdeutschen Gebieten noch  etwas anderes über andere Länder und deren erlittenen Gräultaten durch totalitäre Schreckensregime, wie z.B. Kambodscha. Ich wusste zu der Zeit zwar, dass die Inquisition mit der Hexenverfolgung es im mittelalterlichen Europa auf Menschen absah, die z.B. wegen naturheilkundlichen Wissen gefoltert und ermordet wurden. Wobei es hier angemerkt sogar im 21. Jahrhundert noch eine Hexenverfolgung gibt, z. B. in Lateinamerika, Südostasien und vor allem in Afrika. Seit 1960 sind vermutlich mehr Menschen wegen Hexerei hingerichtet oder umgebracht worden, als während der gesamten europäischen Verfolgungsperiode. Nach der Schulzeit erst recherchierte ich wissenshungrig mit offenen Fragen gründlicher, um die Wahrheit zu finden und das Böse zu verstehen.

Ein weiter schon über zehn Jahre langer Weg. Durch das Buch „Hagen unterm Hakenkreuz“ verstand ich jedenfalls als erstes, dass die Nazis sich einer eigenen Sprache bedienten. Im Buch wird anhand von „dokumentierten Aufrufen, Berichten und Redetexten der Nationasozialisten“ als Beispiele „nahegelegt, von einer „NS-Sprache“ oder von der „Sprache des Dritten Reiches““ zu sprechen. Wobei jedoch auch die politischen Wirkungen der Einzelwörter bei aller pathologisch wirkenden Massenpropaganda überschätzt werden können. Dennoch ist wie George Orwell es mit Doppelsprech in seinem Roman 1984 bezüglich dem sprachlichen Totalitarismus getan richtig, so die Zeit vorsichtig beurteilen zu können. Wehrkraftsersetzung war ein solcher Begriff, der mit dem Tode bestraft wurde, wie im bekannten Fall von der „Weißen Rose“.

Also Sophie und Hans Scholl, sowie Christoph Probst. Wer die kollektive Sprache vorgibt, kontrolliert die Massenpsyche, zumal über das manipulierte Gruppendenken sich Menschen dem Naziwahnsinn angepasst haben. Jene die gegen das NS-Regime aufbegehrten wurden wie der Journalist Fritz Gerlich der Zeitung „Der Gerade Weg“, zu Demozidopfern. So kann man daher in dem „Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944“ als Anweisungen der Soldaten zu entnehmen, dass „einige Zivilisten Sie bei ihrer Ankunft als Befreier von der Tyrannei Hitlers ansehen.“ Aber werden es u.a. jene sein können, die sich als Unterdrückte selber treu blieben und passiv Widerstand leisteten, denn wenn sie öffentliche Reden gehalten oder Sabotage Akte ausgeführt hätten, wären sie demnach wahrscheinlich somit auch nicht mehr am Leben.

Aus der Schulzeit kannte ich zwar auch so Nazi-Eugenik-Begriffe wie Halbjude oder Vierteljude, hätte es aber einfacher gefunden mit dem Thema umzugehen, wenn man erst die Ideen der Ideologen analysiert hätte, anstatt nur über die Vernichtung des jüdischen Volkes zu reden. Es ist zwar ein Bestandteil der Geschichte, doch haben selbst Holocaust-überlebende nicht verstanden warum es dazu kam! Das warum kann man nur beantworten, wenn man sich die Psyche der Nazis näher anschaut, was hier aber nicht heißt sie als Verrückte von jeglicher Schuld zu befreien. Ganz im Gegenteil, sie wussten was sie gewissenlos taten. Heinrich Himmler war als Reichsführer SS doch vollkommen unempathisch, wie man das z.B. an den Posener Geheimreden hören kann, wenn er von der Judenevakuierung bzw. Ausrottung des jüdischen Volkes als eine zu erfüllende Pflicht redet. Und über das deutsche Volk quasi sagt, dass die meisten Bürger ausreden suchen, um nicht beteiligt zu sein. Für mich ließ sich daraus ableiten, dass die Nazis wussten, dass das was sie planten unbeliebt war, aber auch, dass einige Bürger Angst hatten selbst abgeholt zu werden.

„Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – „Das jüdische Volk wird ausgerottet“, sagt ein jeder Parteigenosse, „ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.“ Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Jude.“

-Heinrich Himmler, Posener Rede am 04. Oktober 1943

Und Filme können durchaus ein Einstieg zur Orientierung sein, aber im Gegensatz zu Büchern sind sie doch ohne tiefgang recht oberflächlich und appellieren mehr an die Emotionen anstatt an Bildung. Es sollte beides kombiniert genutzt werden, aber das was die Schulbücher so zu bieten hatten, war mir zu begrenzt und führte zu offenen Fragen, die es mit der Zeit eigenständig zu beantworten galt. Den Spielfilm „Schindlers Liste“ werden viele Schüler so zwar gesehen haben, aber für meinen persönlichen Geschmack wäre „Aus einem deutschen Leben“ als Psychogramm über den SS-Offizier und Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Rudolf Höß, wesentlich interessanter gewesen. Der Film zeigt, wie ein Mann dazu kommt, auf Befehl ein Konzentrationslager zu bauen und darin eine Tötungsanlage zu installieren, die so rationell arbeitet wie das Fließband einer Fabrik.

Völkermorde in der Ukraine und Türkei

So war mir lange nicht bekannt, dass u.a. das Naziregime weit aus mehr Menschen in Europa auf dem Gewissen hat, als es in der Schule gelehrt wurde. Nämlich nicht „nur“ 6 Millionen, sondern laut der Demozidforschung von R. J. Rummel möglicherweise geschätzte 21 Millionen Menschenleben! Da mir das sonst zu oberflächlich ist, möchte ich das Thema so gut wie möglich in der Kürze anschneiden, siehe dazu weiter unten. Ebenso wenig war mir lange nicht bekannt was kurz vor Hitler beim Holodomor (wörtliche Übersetzung: Tötung durch Hunger), durch die Sowjetunion von 1932 bis 1933 in der Ukraine an rund 5 bis 7 Millionen ukrainischen Bauern mit einem gezielt herbeigeführten Hungertod passierte. Die Bewertung der historischen Ereignisse ist wie so oft umstritten. Im Kern der Debatte steht die Frage, ob die Hungersnot durch die Politik Stalins vorsätzlich verursacht wurde, um den Widerstand der Ukrainer zu brechen, oder ob die Ursachen in erster Linie in wetterbedingten Missernten und der Zwangskollektivierung zu finden sind, wie sie es auch in anderen Sowjetrepubliken zu jener Zeit gab. Die Ukraine bemüht sich seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991, vor allem aber unter dem ehemaligen Präsidenten Wiktor Juschtschenko, um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord. Die Regierung Russlands versucht, dies zu verhindern.

Im Jahre 1929 war Paul Scheffer der erste westliche Journalist, der über die Hungersnöte als Folge der Zwangskollektivierung im Berliner Tageblatt berichtete. 1930 veröffentlichte er das Buch „Sieben Jahre Sowjetunion“. Darin ging Scheffer sachlich, aber erstmals ausführlich auf Stalins Methoden und Vertuschungsversuche zum „millionenfachen Hungertod“ ein. Das Buch erschien in mehreren Ländern. Beweise für den systematischen Massenmord konnte Scheffer nicht erbringen, da ihm Ende 1929 die Wiedereinreise in die Sowjetunion verwehrt worden war. Die sowjetische Regierung versuchte aktiv, das Geschehen vor der Weltgemeinschaft zu verbergen. Jedoch setzten die Journalisten Gareth Jones, Malcolm Muggeridge und William Henry Chamberlin die Recherchen fort. Am 29. März 1933 informierten sie auf einer von Scheffer in Berlin organisierten internationalen Pressekonferenz die Weltöffentlichkeit über die Ausmaße der sowjetischen Hungerkatastrophe. Anwesend waren neben deutschen Korrespondenten unter anderem Pressevertreter der The Sun, Chicago Daily News, The Yorkshire Post, Manchester Guardian, Time Magazine, The New York Times, La Liberté. Sie alle veröffentlichten noch am gleichen Abend oder in den nächsten Tagen auf den Titelseiten nahezu identisch lautende Leitartikel über die Hungerkatastrophe. Im Jahr 1935 wurde Gareth Jones auf einer weiteren Recherche-Reise unter mysteriösen Umständen in der Mongolei ermordet.

Oder war mir genauso wenig bekannt was in der in der Türkei geschah, nachdem die Armenier (wie u.a. die deutschen Juden durch Gesetze in Nazi-Deutschland) entwaffnet wurden, um gemäß einem Telegramm des Innenministers Talaant, ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder oder Alte, wortwörtlich ausgerottet zu werden.

„Die Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges war die größte und folgenschwerste Katastrophe in der mehrtausend- jährigen Geschichte des armenischen Volkes. Den Deportationen und Massenmorden fielen nach unab- hängigen Berechnungen über eine Million Armenier zum Opfer. Zahlreiche unabhängige Historiker, Parla- mente und internationale Organisationen bezeichnen die Vertreibung und Vernichtung der Armenier als Völkermord. Das Deutsche Reich war militärischer Hauptverbündeter des Osmanischen Reiches. Die dama- lige deutsche Reichsregierung, die über die Verfolgung und Ermordung der Armenier informiert war, blieb dennoch untätig. Das Deutsche Reich war als militärischer Hauptverbündeter des Osmanischen Reiches ebenfalls tief in diese Vorgänge involviert. So- wohl die politische als auch die militärische Führ- ung des Deutschen Reiches war von Anfang an über die Verfolgung und Ermordung der Armenier informiert.“
-Deutscher Bundestag, Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916

Wie es in diesem Kommentar noch weiter unten aufgezeigt wird, für einen objek- tiven Blickwinkel, wusste die deutsche Reichsregierung damit nicht zum ersten mal von einem Völkermord, denn war es zehn Jahre zuvor zumindest Kaiser Wilhelm II. bewusst, dass mit der Kriegsführung Trothas die vollständige Vernichtung der Herero in Afrika bezweckt werden sollte und wollte sogar, dass jene, die sich nicht an Krieg beteiltigten Gande zuteil wird. Nach den Jahren von 1904 bis 1908 wurden ab dem Jahre 1915 in der Jungtürken-Türkei erst jedenfalls 200.000 oder mehr armenische Armeeangehörige vernichtet. Doch waren danach noch genügend armenische Männer übrig die kämpfen konnten. Und nach dem Politikwissenschaftler Rudolf Josef Rummel seinem Buch „Demozid – Der befohlene Tod“ auch wohlmöglich über die dazu benötigen Waffen verfügten. Es gab in der Türkei drei Stufen nach denen von der Regierung u.a. gegen die Armenier verfahren wurde. Darunter gehörte, dass jene Armenier, die trotz der Androhung drakonischer Strafen ihre Waffen nicht abgaben und unter Waffenbesitzverdacht standen, gefoltert oder erschossen worden sind.

Ernst Jäckh, den Türken wohlgesinnter Leiter der „Zentralstelle für Auslandsdienste“ im Auswärtigen Amt des Deutschen Reiches, erklärte im Oktober 1915 zur Rolle Talâts: „Talaat freilich machte keinen Hehl daraus, dass er die Vernichtung des armenischen Volkes als eine politische Erleichterung begrüße.“ Abdulahad Nuri bekräftigte laut Gerichtsakten als hoher Deportationsoffizier, Talât habe ihm erklärt, die Deportationen verfolgten den Zweck der Vernichtung. Die Deportationen wiesen überall dasselbe Grundmuster auf: Entwaffnung, Ausschaltung der wehrfähigen Männer, Liquidierung der lokalen Führung, Enteignung, Todesmärsche und Massaker. Damat Ferid Pascha, der Großwesir des Osmanischen Reiches in der Zeit der Besetzung von Istanbul durch Truppen der Siegermächte, gestandam 11. Juni 1919 die Verbrechen öffentlich ein. Dennoch ist die Leugnung des Völkermords an den Armeniern bis heute offizielle Politik aller türkischen Regierungen. In türkischen Schulbüchern aus dem Jahr 2015 wird der Völkermord nach wie vor geleugnet.

Am 2. Juni 2016 beschloss der Deutsche Bundestag die Resolution „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“. Merkel, Gabriel und Steinmeier hatten nicht an der Debatte teilgenommen. Erdoğan drohte, die Resolution werde „ernste“ Folgen für die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben. Mevlüt Çavuşoğlu warf Deutschland vor, dunkle Kapitel der eigenen Geschichte überdecken zu wollen, indem „die Geschichte anderer Länder angeschwärzt wird“, und kritisierte die Resolution als „unverantwortlich und haltlos“. Bekir Bozdağ äußerte, die enthaltenen Genozid-Vorwürfe seien eine „Verleumdung“ des Volkes, des Staates, der Geschichte und der Vorfahren der Türken und sagte mit Bezug auf den Holocaust: „Erst verbrennst Du die Juden im Ofen, dann stehst Du auf und klagst das türkische Volk mit Genozidverleumdungen an“. Die Bundesregierung plante sich von der Resolution (die kein rechtlich bindendes Dokument sei) des Bundestags zu distanzeren. Geplant war eine politische Geste an die türkische Regierung, damit deutsche Abgeordnete auf dem Luftwaffen- stützpunkt Incirlik stationierte Bundeswehrsoldaten wieder besuchen dürfen.

Der Holocaust und die Supermächte

Ich denke, dass mit solch einer Äußerung von Bozdağ jeden Menschen klar werden können wird, wie dumm diese eigentlich ist, sofern man erkannt hat, dass überall auf dem Globus Menschen mit Regierungsbefehlen niedergemetzelt wurden. Die Schwierigkeit ist nur dass es in der Regel lange dauert bis sowas anerkannt wird. Es braucht viel Aufklärungsarbeit, und wenn eine Regierung sich wehement mit Händen und Füßen dagegen wehrt ohne sachlich zu bleiben, wird man erkennen können dass sich mit den Fakten nicht auseinandergesetzt werden will. Was passierte also in Nazi-Deutschland und danach, wenn man aus der Vergangenheit was lernen will? Mit der Entwaffnung der deutschen Juden wurde ab 1933 lokal begrenzt begonnen. Im November 1938 wurde Juden durch die „Verordnung gegen den Waffenbesitz der Juden“ der Besitz von Schuss-, Hieb- und Stoßwaffen verboten. Am 31. Dezember 1941 rief Abba Kovner die Juden in aller Welt mit einem Flugblatt zum Widerstand auf und kritisierte, die Opfer ließen sich „wie Schafe zur Schlachtbank“ führen. Damit entstand das hartnäckige Klischee vom widerstandslosen Verhalten aller Opfer. Erst seit den 1980er Jahren hat die Forschung dieses Bild differenziert und korrigiert.

Seit 1941 wurde den Alliierten die systematische Ausrottungspolitik des NS-Regimes durch Entschlüsselung der Codes für die regelmäßigen Polizeiberichte nach Berlin bekannt. Mitte Dezember 1942 warnten die USA, Großbritannien und weitere zehn Regierungen die deutsche Regierung, dass „die Verantwortlichen einer Vergeltung nicht entgehen“ würden (Interalliierte Erklärung zur Vernichtung der Juden vom 17. Dezember 1942). Gezielte Maßnahmen, um den Holocaust zu beenden oder aufzuhalten, ergriffen sie aber nicht. Ihre Kriegsführung richtete sich seit Kriegs- eintritt der USA auf die vollständige Kapitulation des NS-Regimes. Als die ersten Nachrichten über die Massenvernichtung, wie etwa ein von Szmul Zygielbojm verfasster Artikel im Daily Telegraph über Vergasungen von Juden veröffentlicht wurden, versuchte das US-Außenministerium deren Publikation zu unterdrück- en. Die britische Regierung behinderte und unterließ in einzelnen Fällen mögliche Hilfeleistungen. Als im Dezember 1942 einige britische Abgeordnete verlangten, jüdischen Flüchtlingen müsse sichere Zuflucht versprochen werden, lehnte der britische Außenminister dies mit der Begründung ab, es gebe „Sicherheitsbedenken“ und „geografische Probleme“. Die sowjetischen Behörden lieferten deutsche Juden – darunter viele Kommunisten, die in der Sowjetunion Zuflucht gesucht hatten – nach Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes im August 1939 den Nationalsozialisten aus. Nach dem Überfall der Wehrmacht im Juni 1941 blieb die besondere Gefährdung der sowjetischen Juden unberücksichtigt. Die sowjetische Berichterstattung verschwieg die deutsche Ausrottungspolitik. Das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Ver- brechen kam erst ans Licht der Weltöffentlichkeit, als alliierte Truppen die Gebiete befreiten, in denen sich die Konzentrations- und Vernichtungslager befanden.

Die Bestrafung nationalsozialistischer Verbrechen begann mit den von den Alliierten Mächten eröffneten Nürnberger Prozessen und den Folgeprozessen zwischen 1945 und 1948. In der DDR fanden einige Schauprozesse gegen untergeordnete Funktionsträger des NS-Regimes statt, in denen es weniger um deren individuelle Verantwortung als um Schuldzuweisungen an die westdeutsche Seite ging. Ehemalige NSDAP-Mitglieder konnten in der DDR Karriere machen, solange sie die alleinige SED-Herrschaft anerkannten. In der Bundesrepublik Deutschland wird die wenig nachdrückliche Strafverfolgung oft erklärt mit mangelndem Interesse in der Bevölkerung bzw. dem Einfluss ehemaliger NSDAP-Mitglieder in Staat und Verwaltung. Die Initiative zur Aufspürung von Holocausttätern wurde überwiegend Privatleuten wie Simon Wiesenthal und Beate Klarsfeld überlassen. Erst im Gefolge des Ulmer Einsatzgruppenprozess und durch die Gründung der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen begann die westdeutsche Justiz ab 1958 in größerem Umfang, NS-Verbrechen zu verfolgen.

Nach langjährigen Ermittlungen Bauers wurde 1963 das Hauptverfahren der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt am Main eröffnet. Die Zeugenberichte und das große Medienecho auf diese Prozesse machten die NS-Verbrechen vielen Deutschen bewusst, verstärkten aber auch öffentliche Forderungen nach einem „Schlussstrich“. In den folgenden Prozessen wurden meist (wie bei vielen Großverbrechen) nur die unmittelbar ausführenden Täter der unteren Ränge in der Befehlskette belangt. Die letzten größeren Verfahren gegen NS-Täter waren die Majdanek-Prozesse von 1975 bis 1981 vor dem Landgericht Düsseldorf. In Deutschland ist seit 1996 der 27. Januar Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. „Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch russische Soldaten befreit. Auschwitz steht symbolhaft für millionenfachen Mord – vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Es steht für Brutalität und Unmenschlichkeit, für Verfolgung und Unterdrückung, für die in perverser Perfektion organisierte ‚Vernichtung‘ von Menschen.“ Am 1. November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar durch eine Resolution zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Seit 2006 wird er weltweit begangen.

80 Jahre Nanking Massaker

Die Massaker von Nanking waren Kriegsverbrechen der japanischen Besatzer in der chinesischen Hauptstadt Nanking bzw. Nanjing während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Den Protokollen der Kriegsverbrecherprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg zufolge wurden mindestens 200.000 Zivilisten und Kriegsgefangene ermordet sowie rund 20.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt. Die Massaker begannen am 13. Dezember 1937 nach der Besetzung der Stadt durch Truppen der Kaiserlich Japanischen Armee und dauerten sechs bis sieben Wochen. Der Umfang des Massakers ist bis heute umstritten. In den japanischen Kriegsverbrecher-Prozessen wurde von „mehr als 200.000 Opfern“ gesprochen. Diese Opferzahl wurde im Urteil durch Aussagen von Überlebenden und unter Berücksichtigung der Bevölkerungsstatistik Nanjings begründet. Die chinesische Regierung geht von über 300.000 Todesopfern aus; John Rabe hatte in seinem Bericht über das Massaker an Adolf Hitler allerdings geschrieben, dass nach chinesischen Berichten 100.000 chinesische Zivilisten ermordet worden seien, die in Nanking verbliebenen Europäer jedoch nur von 50.000 bis 60.000 Todesopfern ausgingen. Die westliche Welt zeigte lange Zeit kaum Interesse. Dies änderte sich 1997 mit der Veröffentlichung des Buchs The Rape of Nanking – The Forgotten Holocaust of World War II (deutsch: Die Vergewaltigung von Nanking.) durch die chinesischstämmige US-Amerikanerin Iris Chang. Im Buch wird auch die Geschichte von John Rabe erzählt; Chang vergleicht ihn mit Oskar Schindler.

Der Politikwissenschaftler Rudolf Rummel schrieb in seinem Buch „Demozid – Der befohlene Tod“ im 8. Kapitel „5.964.000 Ermordete: Japans mörderisches Militär“:

„Die Deutschen verfolgten eine zutiefst rassistische Politik und ermordeten im Namen dieser Politik kaltblütig Millionen unbewaffneter Zivilisten. Die Sowjets gehorchten gnadenlos ideologischen Imperativen und brachten ebenfalls Millionen von hilflosen Menschen um. Wie sie löschten auch die Japaner während des Zweiten Weltkriegs Millionen von Menschen aus, jedoch nicht in erster Linie aus rassistischen oder ideologischen Motiven. Japanische Truppen und Angehörige der Geheimpolizei töteten wehrlose Menschen offenbar vielmehr aus taktischen Erwägungen, aus Berechnung, Bequemlichkeit, Rache, Zeitvertreib und einer höchst verwerflichen Mißachtung von menschlichem Leben und Leiden.“

 

Offene Fragen und ponerologische Antworten

Nach der eigentlichen Schulzeit hatte ich offene Fragen bezüglich den Nazis, die mir neben diversen Dokumentationen grundlegend in Büchern beantwortet worden sind. Nennenswert ist „War Against The Weak – America’s Campaign to create a Masterrace“ von Edwin Black, der als Nachfahre von Holocaustüberlebenden zuvor den New York Times Bestseller „IBM und der Holocaust“ schrieb. Als ich aber damals u.a. was von der Reichskristallnacht und vom Holocaust lernte, fragte ich mich wegen der Rassenlehre, wo denn überhaupt die Nazis diese Ideen her hatten? Weshalb ich kurz nach der Jahrtausendwende bei der Recherche noch nur die „SS-Rassenkunde“ fand und etwas in „Mein Kampf“ gelesen habe. Im großen und ganzen kann man sagen, dass die Nazis ihre Ideen von amerikanischen Eugenikern hatten und neben ausländischen Parteispenden ebenso Gelder an die Nazis für den Eugenikwahnsinn gefloßen sind, über die Rockefeller Foundation u.a. ans Kaiser Wilhelm Institut. Vom anglo-amerikanischen Establishment das via dem Geheimbund Skull&Bones andere Schreckensregime auf die Beine verhalf,  wie Prof. Antony Sutton das aufdeckte, wurden die Nazis nicht nur finanziell, sondern auch pseudowissenschaftlich unterstützt. Anglo-amerikanische Eugenik endete als Nazi-Eugenik im Holocaust.

Wenn man also von einer dysfunktionalen Gruppendynamik ausgeht die die gesamte Bevölkerung darstellt, wurde diese von Nazis befeuert denn waren sie wahrlich die Meister der Lügen und Massenmanipulation. Es geht mir in diesem Artikel mit all den historischen Tatsachen nicht darum eine Horrorgalarie der Regimeschrecken, zu betreiben, sondern nach dem warum zu fragen! Warum und wie kann es sein, dass eine Gesellschaft, die eigentlich gute Eigenschaften hat, zu einer psychopathischen gewandelt wird?  Diesen Mechanismus zu verstehen ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Das Buch Propaganda von Edward Bernays wurde seitens der Nazis bezüglich der Manipulation der Massenpsyche missbraucht, wie auch andere Werke.

Laut dem Buch können Menschen über manipulierte Emotionen dazu gebracht werden, jene Dinge zu wollen, die sie nicht brauchen. So gilt das auch für Ideologien. Und Eric Hoffer hat in seinem Buch „The True Believer“ kurz nach Kriegsende den Nagel auf den Kopf getroffen als er darin Massenbewegungen erkärte. Demnach schließen sich quasi die Verlierer eines Systems, jenen an, die am lautesten schreien und verlieren in der Masse ihre eigene gutgläubige Individualität. Dem liegt die sog. Social Conformity zugrunde, die aber auch zum guten genutzt werden kann, siehe Gandhi. Vermutlich wussten die Leute einfach nicht was oder wer gut für sie ist, und wegen der Bildungslücke über die Unterschiede vom Naturrecht und dem gemeinsamen Nutzen, haben sie einfach denen vertrauend zugehört die absolut selbstsicher wirkten und sehr gute Überredungskünstler sind. Mit der manipulierten Macht des Gruppendenkens verfestigte sich der Gruppennarzissmus immer mehr.

Wie sie sehen gibt logische Antworten, die auf der einen Seite u.a. mit dem großen Schweigen der Kriegskindergeneration zu tun haben, bzw. dass ohne psychologische Hilfe sehr viele Deutschen im Nachkriegsdeutschland einfach gesagt aufgrund ihrer individuellen Prägung durch ihre Vorfahren, die den Nazis dienen mussten und wie es bei missbrauchten Menschen sich verhält zum sog. Stockholm Syndrom und kognitiver Dissonanz, neigten. Mehr dazu weiter unten. Und auf der anderen Seite bei den heutigen jungen Generationen aufgrund der Reaktanz, ebenfalls wie die kognitive Dissonanz einem Abwehrmechanismus. Der im Menschen einsetzt, wenn man durch äußere Einflüsse sich zuviel mit etwas schlimmen beschäftigt hat oder soll, wird es aufgrund einer anhaltenden Vergangenheitsbewältigung dazu gekommen sein, dass es für manche einfacher wurde vor dieser fürchterlichen Vergangenheit, die wir haben, einfach die Augen zu schließen, wegzuschauen und sie letztends im Extremfall zu leugnen. Daher würde ich nicht nur von einer Vergangen- heitsbewältigung sprechen, die wichtig ist, sondern von einer Erinnerungskultur.

„Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen.“ – I. Flugblatt der Weißen Rose

Neuordnung Europas und der Widerstand

Mit den 6 Millionen Juden einberechnet zählten zu den insgesamt mindestens 15 Millionen bzw. höchstwahrscheinlich 21 Millionen Todesopfern der Nazis: Männer, Frauen, Behinderte, Alte, Kranke, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Lagerinsassen, Kritiker, Homosexuelle, Slawen, Serben, Tschechen, Italiener. Polen, Franzosen, Ukrainer, Dänen, Norweger, Luxemburger, Belgier, Österreicher, Russen, Weißrussen, Griechen und Holländer. Oppositionelle, tatsächliche oder potenzielle Gegner des Nazi-Regimes, Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, widerständige Studenten, Dissidenten und andere. Laut dem Politikwissenschaftler  Rudolph J. Rummel sind beinahe 290.000 Deutsche durch den nationalsozialistischen Genozidstaat wahrscheinlich umgekommen bzw. mit den Euthanasieopfern mindestens 500.000. Somit jeder Hunderte Deutsche. Betroffen waren neben den Juden z.B. 260.000 Sinti und Roma und 10,5 Millionen östliche Slawen. Kurzum strebte Hitler laut Roosevelt eine Neue Weltordnung an neben der großen europäischen Neuordnung. Es sei bezüglich „Lebensraum im Osten“ folgendes nicht unerwähnt: „Im Osten Europas wurde der SS freie Hand gelassen. Himmlers Siedlungskonzept für den Ostraum gründete sich auf die „Blut-und-Boden-Ideologie“ und auf „germanisches Bauerntum“. Das Ziel im Osten war die Etablierung eines deutschen Herrenvolks und versklavter „Untermenschen“.“ Was war also in Europa passiert? Zumal mein Vater als polnisches Kind, die Schule im Dritten Reich sehr wahrscheinlich aufgrund solcher Propaganda nicht um sonst schwänzte und lieber der Mutter bei der Arbeit auf einem Bauernhof half, heißt es darüber hinaus nun auch auf der Internet-Enzyklopädie Wikipedia folgendes zu „Anti-Polish sentiment“:

„Vorurteile [gegen Polen] führten zu Massenmorden und Völkermord oder Rechtfertigung von Gräuel- taten während des Zweiten Weltkrieges, vor allem durch die deutschen Nazis, ukrainische Aufständische Armee und sowjetischen Kommunisten.“

Im Jahrhundert der Demozide ging Witold Pilecki freiwillig in Gefangenschaft – mit dem IBM Tattoo 4859 – als einziger bekannter Mensch im KZ Auschwitz. Dort organisierte er den Widerstand der Insassen und informierte bereits 1940 die westlichen Alliierten über die Gräueltaten der Nationalsozialisten im Lager. Er floh 1943 und nahm ein Jahr später am Warschauer Aufstand teil. 1948 verurteilte ihn ein Gericht der Volksrepublik Polen jedoch im Zuge des polnischen Bürgerkrieges wegen Spionage zum Tod und ließ ihn kurz darauf hinrichten. Zuvor aber begann er im April 1947, auch Beweise für sowjetische Gräueltaten sowie die Verfolgung von Polen (vor allem Mitglieder der Heimatarmee und die aus dem Exil zurückgekehrten Soldaten der Polnischen Streitkräfte im Westen) und ihre Hinrichtung oder Inhaftierung im sowjetischen Gulag zu sammeln. Massenverhaftungen ereigneten sich weiter während den frühen 1950er Jahre. Im zweiten Halbjahr des Jahres 1952 waren laut offiziellen Daten 49.500 politische Gefangene in Haft. Widerstand gegenüber den Sowjets und heimischen Stalinisten war nicht nur weit verbreitet in der allgemeinen Bevölkerung, sondern auch in den Rängen der PZPR, welche in Polen im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern unter kommunistischer Herrschaft, den Schaden durch das unterdrückerrische System, einschränkte.

Allerdings wollten nach dem Krieg viele Polen eine kommunistische Herrschaft akzeptieren für den Wiederaufbau und einem relativ normalen Leben; hundert- tausende traten kommunistischen Parteien bei und unterstützten aktiv das Regime. Viele Polen eigneten sich auch die Einstellung einer „resignierte Kooperation“ an. Und andere, als Reste der Heimatarmee, der Untergrundorganisation „Freiheit und Unabhängigkeit“, die von „Nationale Streikräfte“ stammte, setzten in der Hoffnung auf einen dritten Weltkrieg, um Polen zu befreien, sich aktiv den Kommunisten entgegen. Als sog. „verfluchte bzw. verdammte Soldaten“ werden diese Menschen aus den Bewegungen des anti-kommunistischen polnischen Widerstands bezeichnet. Diese heimlichen Untergrundorganisationen führten nach ihren NS-Widerstand ihren bewaffneten Kampf gegen die stalinistische Regierung in Polen bis in die 1950er Jahre fort. Gejagt von Agenten des Ministerium für öffentliche Sicherheit und sowjetischen NKWD Todesschwadronen, hörten in den späten 1940er oder 1950er Jahren die meisten polnischen anti-kommunistischen Gruppen auf zu existieren.

Als im Sommer 1944 die rote Armee gegen Nazi-Deutschland in Polen kämpfte, schuff die Sowjetunion eine provisorische Marionettenregierung, die sich darüber bewusst war, dass bevor die vollständige Macht erlangt werden könne, der gegenüber der Exilregierung treue polnische Widerstand zerstört werden müsste. Laut dem zukünftigen Generalsekretär der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, Wladsyslaw Gomulka, verdeutlichte dieser, dass „Soldaten der Armia Krajowa (Heimatarmee) ein feindliches Element sind, welches ohne Gnade entfernt werden muss“. Und auch der prominente Kommunist Roman Zambrowski äußerte, die Heimatarmee müsse „ausgerottet“ werden. Als der Krieg vorbei war, waren 60.000 Soldaten der Heimatarmee verhaftet. 50.000 von ihnen wurden zu Gefängnissen und Gefangenenlagern in die Sowjetunion deportiert. Die meisten Soldaten wurden gefangen genommen während oder nach der Operation Tempest, als viele Einheiten der Heimatarmee versuchten mit der roten Armee zu kooperien, da sie sich gegen die Deutschen im ganzen Land erhoben. Andere Veteranen wurden jedoch auch in Haft genommen, als sie den Autoritäten glaubten die versprochene Amnestie zu erhalten, wie das 1947 für die meisten Widerstandskämpfer der Kriegszeit verkündet worden war. Anstatt 12.000 erwartete Partisanen, kamen aus den Wäldern jedoch 53.000 um ihre Waffen abzugeben. Viele von ihnen wurden trotz diesem Freiheitstsversprechen verhaftet. Nach wiederholten gebrochenen Versprechen während der ersten paar Jahre unter kommunistischer Herrschaft, weigerten sich ehemaliger Heimatarmee Mitglieder schlussendlich der Regierung zu trauen.

Im Nachkriegspolen war die Verfolgung von Heimatarmee-Mitgliedern lediglich ein Aspekt des stalinistischen Terrors. In der Zeit von 1944 bis 1956 wurden mindestens 300.000 polnische Zivilisten verhaftet, wobei manche Quellen von bis zu zwei Millionen ausgehen. 6.000 Todesurteile wurden verhängt. Die Mehrheit ausgeführt. Es endete die Grausamkeit also nicht mit dem Untergang des Dritten Reiches. Laut Jakub Basista vom Institut für Geschichte, der Jagiellonian Universität, wurden in der Zeit des Stalinismus und dessen Terrorherrschaft im Jahr 1954 in Polen mindestens 5 Millionen Menschen in den Akten der Sicherheitsorgane als „Kriminelle und Verdächtige“ aufgeführt. Von 1945 bis 1953 befanden sich 756.000 Menschen in Gefangenschaft. Wahrscheinlich 20.439 Menschen wurden von 1944 bis 1956 hingerichtet oder starben in Gefängnissen. Manche Historiker schätzen, dass 71.336 Menschen in Verbindung mit militärischen Aktivitäten von 1945 bis 1948 gefangen genommen wurden. Es ist klar ein Thema, das heiß zum anfassen ist, aber ohne Demozide relativieren zu wollen, kann man an den Muster in aller Welt feststellen, dass die Menschen im 20. Jahrhundert das Böse einfach eben nicht verstanden. Im geheimen wurde im kommunistischen Polen und anderen besetzten Ländern das Böse erstmals wissenschaftlich erfroscht. Obwohl das erste Manuskript der Politischen Ponerologie kurz bevor die Geheimpolizei eintraf im Feuer landete und das zweite beim Vatikan nicht ankam, schrieb der Psychiater Lobaczewski – der zuvor im zweiten Weltkrieg für die Heimatarmee arbeitete – aus der Erinnerung viel später in Amerika nun als bloßer Hilfsarbeiter nochmal alles auf. Allerdings war für manchen Verlag das Buch zu historisch und für andere zu psychologisch. Wie will man aber sonst durch Menschen entstandende Geschichte verstehen? Es dauerte ein halbes Jahrhundert bis zur Veröffentlichung, die nicht weiter zu unterdrücken war.

Reflektiertes Erinnerungsprotokoll

Am 12.07.2014 schrieb ich folgendes Gespräch auf, dass ich mit einer aus Polen stammenden Arbeitskollegin auf einer vertraulichen Basis führte. Ich erzählte ihr davon, dass mein Opa aus Königshütte in Oberschlesien kam, meine Oma aus Memel in Ostpreußen, wie auch dass mein Vater aus dem ostpreußischen Allenstein vor die Russen als vierzehnjähriges Kind zum Westen floh. Und erwähnte, dass es etwa 40.000 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten in Hagen gab. Wie auch, dass wie es mein Onkel erzählte, meine Oma in den Baracken in Haspe wohnte, weil ja die Bomber die Stadt zerbombten und wie es auf einem über die Luft abgeschmissenen Zettel hieß: „Hagen im Loch. Wir finden Dich doch“, letztenends gefunden wurde. Sie bestätigte und bestärkte mich darin, dass es richtig war, bislang das was ich als Kind von alten Leuten zuhörend in Erinnerung behalten habe aufgeschrieben zu haben. Selbst wenn es nur wenig ist, aber wenn Tote schweigen spricht die Geschichte. Als hoch reaktiven Introvertierten berührte mich was die Arbeitskollegin aus Polen sagte so sehr, wie z.b., dass sie mir sagte, dass die Moskautreuen kommunistischen Russen in Polen, mehrere Menschen in verschiedenen Zeitabschnitten aus ihrer Familie auf dem Gewissen haben, schreib ich in meinen Worten. Wie die Arbeitskollegin es meinte, taten die kommunistischen Russen (die nichts mit der allgemeinen normalen russischen Bevölkerung am Hut haben), auf Freunde und haben aus dem Hinterhalt ihr wahres Gesicht gezeigt, wie ich das ebenso mit meinem Worten so formuliere.

Sie meinte jedenfalls dass die Russen schlimmer als die Deutschen in Polen – sogesehen gewütet haben, indem sie über das Volk als angebliche Brüder solch ein großes Unheil herbrachten, das ich derweilen nicht mit Worten beschreiben kann. Was mir jedenfalls gesagt wurde, war, dass die Russen viele Häuser einfach so zerstörten und Polen genau wie Deutschland total zerbombt bzw. zerstört ausgesehen habe. Auch erzählte sie davon, dass wenn nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen gegenüber den Sowjets gesagt wurde, dass das sogesehen nicht menschlich bzw. normal sei was die enrichteten, solche Dissidenten bzw. eher Kritiker von hinten eine Kugel in den Kopf bekamen. Sie wollte jedenfalls nicht über den Zweiten Weltkrieg reden, weil ihr als Kind von ihren Großeltern sehr schlimme Sachen gezeigt wurden, die die Nazis getan haben, wodurch durch das erschreckende und entsetzende, sie tief in der Seele verletzt wurde und es sie traumatisierte. Wir Menschen leben jedenfalls, weil unsere Vorfahren nicht nur in der Wildnis überlebten, indem sie Raubtiere entkamen oder bekämpften, um sich und ihren Nachfahren ein besseres Leben in Frieden und Freiheit gewähren zu können. Sondern auch weil sie als Flüchtlinge den Grauen des Krieges entronnen sind, sonst würde ich das hier ohne den Zweiten Weltkrieg nicht schreiben, weil meine Vorfahren sich in der neuen ihnen fremden Heimat – in der sie nicht willkommen waren -, erst kennenlernten und Familien gründeten. Es ist jedenfalls für mich frappierend zu lesen, dass der Lehrerverband sich darüber beklagt, dass Schüler den Unterschied von Demokratie und Diktatur nicht mehr kennen. Und ist es auch für mich ein Unding, dass es heute noch u.a. in der Bundesrepublik Deutschland sogar Menschen gibt, die den Holocaust leugnen.

Bei dem Fall der im Jahr 1928 geborenen Ursula Haverbeck, deren in den 1970 geheirateten Ehemann Werner Georg Haverbeck (rechtsextremer deutscher Publizist, Nationalsozialist, Historiker, Volkskundler und Pfarrer der Christen- gemeinschaft) im Jahr 1909 geboren wurde und somit in ihrer Kindheit u.a. von 1933 bis 1934 in der Reichsleitung der NSDAP mitarbeitete, wird meines erachtens im Unterbewusstsein mit der Bindung ein prägender Vorgang sich vollzogen haben. Vermutlich bestärkte ihr Mann als „idealisierter Historiker“ sie darin den Holocaust zu leugnen. Mit dem psychologischen Abwehrmechanismus „kognitive Dissonanz“, wird es unmöglich sein solchen Leugnern mit Beweisen nachzuweisen, dass u.a. Auschwitz ein Vernichtungslager war. Selbst wenn Heinrich Himmler im Oktober 1943 bei der ersten Posener Rede unmissverständlich von der Ausrottung des jüdischen Volkes sprach, wie es die Tonbandaufnahme belegt. Die systematische Vernichtung ermöglichte IBM-Technologie laut Investigativjournalist Edwin Black.

Demozidforschung – Puzzelteil einer Wissenschaft

Da nun der Völkermord an den Armeniern „anerkannt“ ist in Deutschland, verweise ich an dieser Stelle auf die vergessenen europäischen Völkermorde in Afrika. Dem wirklich ersten Völkermord im 20. Jahrhundert der sogar von Kaiser Wilhelm II. unterstützt wurde. Im Jahr 2013 erwarb ich das Buch ‚Demozid‘ – der befohlene Tod von dem in einem Jahr später im März verstorbenen Politikwissenschaftler R. J. Rummel. Es ist das einzige Werk von ihm das es in einer deutschen Sprachausgabe gibt.  Demozid behandelt von der Begrifflichkeit her nur wehrlose Opfer, die nicht mit den bewaffneten Kriegstoten verwechselt werden sollen. Darunter berechnet Rummel entwaffnete Soldaten und zivile Opfer eines Konfliktes oder geplannten und von der Elite eines Landes befehligten Völkermord. Nachdem ich das zwar leicht verständliche Buch vom amerikanischen Politikwissenschaftler Rummel dennoch mit Mühe laß, ist mir klarer als zuvor geworden, zu was für Abscheulichkeiten es vorallem im 20. Jahrhundert kam. Es heißt laut mündlichen Überlieferungen, dass in den 1950er Jahren mein Uropa im kommunistischen Polen in einem Massengrab verscharrt wurde, was die ganze Sache noch emotionaler für mich werden ließ als es das so schon ist. Wenige Jahre zuvor war mir jedenfalls u.a. durch der Politischen Ponerologie als Wissenschaft über das Wesen des Bösen eben schon klar, dass man durch eine ganze Bibliothek mit zigtausend Büchern (die die schlimmen Gräueltaten aus der Menschheitsgeschichte beschreibend enthalten), nur beschrieben bekommt wie fürchterlich diese war. Sodass jene Bücher vor unschuldig vergossenen Blut nur so triefen. Aber die Frage nach dem warum und was das Böse ist wurde nie in in der Zeit davor z.B. in Dokumentationen beantwortet, was heute anders gehandelt wird.

Bei Pathokraten mit gravierenden Persönlichkeitsstörungen ist es eine Tatsache, dass solche Redekünstler die normalen Menschenmassen geradezu durch ihr Geschwafel bezaubern aufgrund des Nimbus, der auf uns wie ein Magnet wirkt, wenn die Zeiten mies sind und uns das blaue vom Himmel versprochen wird. Was allerdings im 20. Jahrhundert durch dem Sozialismus u.a. in Nazi-Deutschland, Russland und China, deutlich wird, ist, dass unseren Vorfahren, die den Himmel auf Erden versprochen bekamen, die Hölle auf Erden geschaffen worden ist. Die Sowjets waren sicherlich nicht besser als die Nazis, die wie es in der Dokumentation The Soviet Story dargelegt wird, zusammen gemeinsame Sache machten und sich sehr ähnelten.

Die Kommis wollten durch eine falschen Wirtschaft den neuen Menschen schaffen und die Nazis durch einer falschen Biologie. Und in China kam es zur größten Hungerskatastrophe in der Menschheitsgeschichte bei dem großen Sprung nach vorne, als auf anzubauender Nahrung in der Landwirtschaft die kommunistische Ideologie angewendet wurde. Was zu Maos großen Hunger mit wahnsinnig vielen Millionen verhungerten Menschen führte. Der Schweizer Psychiater und Psycho- analytiker Carl Gustave Jung, äußerte bereits im Jahr 1959 im BBC Interview:

„Eine Sache ist gewiss, ein großer Wandel von unserer psychologischen Einstellung steht unmittelbar bevor, das ist sicher. Weil wir brauchen mehr. Wir brauchen mehr Psychologie. Wir brauchen mehr ein Verständnis über die menschliche Natur. Denn die einzig real existierende Gefahr, ist der Mensch selbst. Er ist die große Gefahr und das ist uns kläglich unbewusst. Wir wissen nichts über den Mensch, viel zu wenig. Seine Psyche sollte studiert werden, weil wir sind der Ursprung allen aufkommenden Bösen.“

Laut Rummel wurden – wegen einer pseudowissenschaftlichen Ideologie – in Europa durch den nationalsozialistischen Genozidstaat bis zu 21 Millionen Menschen über den Jordan geschickt. Und im sowjetischen Gulagstaat fanden fast 62 Millionen Menschen den Tod durch den Kommunismus. Ebenso forderte neben den beiden Psychopathen Adolf Hitler und Josef Stalin auch der Psychopath Mao Tsetung im kommunistischen Ameisenstaat China – wie durchforstete Archive dies aufzuzeigen – 45 Millionen unschuldige Menschenleben. Durch diese drei Tyranneien wurden im 20. Jahrhundert mindestens 128.000.000 (!) Menschen umgebracht. Was aufzeigt wie brandgefährlich totalitäre Regierungen sind. Es sind ohne Empathie funktionierende Gehirne sehr paranoider Anführer, die dazu gar imstande sind ein ganzes Land gewissenlos zu befehligen und ohne mit einer Wimper zu zucken Millionenfach eigene und andere Bürger töten zu lassen. Wobei auch erwähnt sei, dass ohne anglo-amerikanischer Unterstützung via Skull&Bones weder nationale noch internationale Sozialisten je Macht bekommen hätten und die Geschichte anders verlaufen wäre.

Es geht mir also nicht darum diverse Gräueltaten aufzuzählen, sondern viel eher nach dem warum zu fragen und aus der Vergangenheit einen Blick auf die Gegenwart und Zukunft zu werfen. Und viel mehr das wie machen Menschen da mit? In jedem Land leben mehr normalere als gestörte Menschen. Weiter unten wird anhand dem Milgram-Experiment deutlich, dass es zu Gräultaten kommen kann, weil an das Gute irgendwie dabei geglaubt wird. So hat bei der Erschießung von Juden damals ein Soldat mit einem anderen Soldat nur Kinder abgeschossen, weil der andere die Mütter tötete, weshalb sie erlöst werden konnten. Es war jedenfalls der libertäre Freiheitsfreund Roland Baader, der in seinem Buch „Kreide für den Wolf“ wissenschaftlich begründet schrieb, warum der Sozialismus eine ansteckende Geisteskrankheit ist. Die Tiefenpsychologin und Kinder- und Jugendpsychiaterin Christa Meves, sprach von einem Gleichheitswahn und selbst der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud vertrat den Standpunkt, dass „kollektive Illusionen Denkhemmungen setzen und das Bewusstsein von sich selber verzerren.” Christa Meves formulierte laut Roland Baader „als gescheitestes Weib unter der Sonne ohne Umschweife“:

„Der Gleichheitswahn ist eine Erkrankung der menschlichen Seele, die […] nicht allein in den kommunistischen Staaten virulent ist, sondern die in der Geschichte schon häufig epidemisch in Erscheinung trat und bei uns im Westen heute in großer Formfülle existiert.”

Der Sozialismus ist wie auch der damit verwandte Kommunismus und Maoismus eine politische Ideologie, die von fragwürdigen Menschen stammt, wie Karl Marx, der wie es nun durch einen neuen Buch aufgrund seiner Briefwechsel mit Friedrich Engels dargelegt, eine sehr bösartige Person war, für die das Geld mehr Wert war als das Wohl und Leben der eigenen Familie. Im Gegensatz zu den vielen Denkmälern, die den Tyrannen errichtet wurden, schrieb R. J. Rummel in seinem Buch über Massenmorde im 20. Jahrhundert, das in Deutschland recht unbekannt ist:

„Das monströse Blutvergießen, dass diese neun Männer zu verantworten haben, sollte für immer als mahnendes Monument des Grauens in Stein gemeißelt werden. Ihre Namen sollten uns für alle Zeit vor dem tödlichen Potenzial warnen, dass der Macht innewohnt: Josef Stalin, Mao Tse-Tung, Adolf Hitler, Chiang Kai-shek, Wladimir Iljitsch Lenin, Tojo Hideki, Pol Pot, Yahya Khan, Josip Broz Tito.“

Sicherlich ist es so, dass Macht korrumpiert und absolute Macht absolut korrumpiert. Oder wie Rummel es ausdrückt Macht tötet und absolute Macht absolut tötet. Aber liegt das meiner Ansicht eher daran, weil bösartige Menschen wie die Motten zum Licht fliegen. Und so wie Johann Wolfang von Goethe es auch erkannte, diese unmoralischen Menschen mit der Maske der Vernunft durch ihre Redekunst wie ein Magnet auf normale Menschen wirken. Indem er im letzten Kapitel seiner innerhalb von über zwanzig Jahren – zwischen 1808 und 1831 – entstandenen Autobiographie „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit“, folgende Worte schrieb:

„Es sind nicht immer die vorzüglichsten Menschen, weder an Geist noch an Talenten, selten durch Herzensgüte sich empfehlend; aber eine ungeheure Kraft geht von ihnen aus, … die Masse wird von ihnen angezogen.“

Und so wie vor etwa 2500 Jahren der chinesische Philosoph Konfuzius als Lehrmeister es zu seiner Zeit erkannte, sind „geschickte Reden und ein zurecht-gemachtes Äußeres selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.“ Erst wollte Mao noch die chinesische Tradition mit dem Kommunismus verbinden, was eine Umerziehung in Straflagern zur Folge hatte, wonach mit der Bodenreform Großgrundbesitzer auch mit Gewalt enteignet wurden und dabei 5 Millionen Menschen umgebracht wurden. Wie bei den Nazis, war laut seiner Ideologie der einzige ohne die Gemeinschaft nichts. 1966 rief Mao nach dem großen Sprung nach Vorne, der etwa 30 bis 40 Millionen Todesopfer forderte zur großen Kulturrevolution auf, wobei nach Mao die vier alten bekämpft werden musste: Die alten Sitten und Gewohnheiten, sowie alte Tradition und Kultur.

Nach der Umerziehung und Millionen Todesopfern trat Mao Tsetung die Jahrtausend alte chinesiche Kultur mit Füßen, wie das auch in dem Buch „Neun Kommentare“  geschildert wird. So ist seit der Ersten Veröffentlichung in chinesischer Sprache im Jahr 2004, laut der Epoch Times, eine politische Lawine losgetreten worden, mit der in einem Jahrzehnt 200 Millionen Chinesen aus der Partei (die wie die SED immer recht haben will), ausgetreten sind. Im Ersten der Neun Kommentare, wird der Frage nachgegangen was denn die Kommunistische Partei ist? Darin geht es um die Machtergreifung und Machterhalt durch Gewalt und Terror, Lügen als Schmiermittel für die Gewalt, ständig wechselnde Prinzipien, sowie u.a. dass das Parteibewusstsein die Menschlichkeit ersetzt. Im Vorwort zum Ersten Kommentar heißt es darin:

„In den vergangenen fünftausend Jahren hat das chinesische Volk in dem Gebiet zwischen Gelbem Fluss und Yangtze eine herrliche Kultur geschaffen. In diesem langen Zeitraum sind Dynastien gekommen und gegangen und die chinesische Kultur durchlief Höhen und Tiefen. Großartige und bewegende Geschichte hat sich auf der historischen Bühne Chinas ereignet. Das Jahr 1840, von Historikern als Beginn von Chinas neuer Ära betrachtet, markiert seinen Aufbruch von der Tradition zur Moderne. Eine Analyse der vergangenen 160 Jahre, in denen fast 100 Millionen Menschen eines unnatürlichen Todes starben und fast die gesamte traditionelle chinesische Kultur zerstört wurde, wird zeigen, welche Konsequenz China gewählt hat oder besser gesagt, ihm aufgezwungen wurde.“

Massenbewegungen und Gehorsam

Es ist für Sie vermutlich neu darüber zu lesen, dass u.a. in China insgesamt in 160 Jahre fast 100 Millionen Menschen eines unnatürlichen Todes durch die Regierung starben. Aber je mehr Sie sich mit den Wissensquellen beschäftigen, die ich ihnen aus der Recherche nenne, wird ihnen klar werden, dass es nicht auf die Hautfarbe ankommt, ob es zu psychopathischen Regierungen kommt, weil jeder Mensch auf dieser Erde ein Gehirn hat durch das das gleiche rote Blut gepumpt wird. Und wenn es nicht richtig funktioniert, es halt zu solchen desaströsen Elend und Leid kommen kann. So mangelt es recht wenigen an einem Gewissen, weil wie in der Politischen Ponerologie das aufgezeigt wird, es sich so verhält, dass jene die absolut Machtsüchtig sind – und andere Menschen wie Karl Marx es tat als „Menschenabfall“ bezeichnen -, nicht bloß Psychopathen sind. Sondern diese sich auch direkt untereinander erkennen. Im Gegensatz zur Normalbevölkerung. Und mit ihren unterdrückerischen System künstlich gemachte Psychopathen dressierend kreieren. Sie wissen, dass sie anders als vernunftbegabte Menschen sind. Und sind wie es moderne Wissenschaftler über Psychopathie zeigen, darin seit ihrer Kindheit und Jugend geübt, normales menschliches Verhalten so zu imitieren, dass auf die emotionalen Knöpfe gedrückt, somit manipulativ gewollte Verhaltensweisen z.B. “heraufpropagiert“ werden.

Man muss aber nicht auf den höllichsten Abwegen seiner eigenen Psyche sich befinden. Denn wie auch der ehemalige amerikanische Polizist und FBI Profiler Joe Navarro es in seinem in der Huffington Post veröffentlichten Artikel „ISIL Reminds Us Who Joins Terrorist Organizations and Why“ erwähnt, warnte uns Eric Hoffer „in seinem Buch von 1951 „The True Believer: Thoughts on the Nature of Mass Movements“, das kurz nach dem Horror des Zweiten Weltkrieges geschrieben wurde“, davor, dass „marginalisierte, verzweifelte, arbeitslose, sozial verletzte, und Traumatisierte naturgegeben von Massenbewegungen angezogen werden, weil die kollektive Zugehörigkeit den Verwundeten ihren Leben wieder eine Bedeutung gibt und Hoffnung bringt.“ In der Sendung „Pushed to the Edge“ des Briten Derren Brown (die für meinen Geschmack als soziales Experiment etwas zuweit ging), wird aufgezeigt, wie sehr wir Menschen von dem Standpunkt der Evolution aus gesehen durch Gruppendynamische Prozesse z.B. via der vereinenden Ideologie gezielt in den Emotionen manipuliert und instrumentalisiert werden können, wie das oft in der Menschheitsgeschichte passierte, weil quasi das psychologische Böse nur von wenigen verstanden wurde.

Nun daher auch zum Gehorsam der Erwachsenen bzw. mündiger Bürger. Interessanterweise hat man mit dem Milgram-Experiment in den 1960er Jahren nachgewiesen haben wollen, dass in einem Gefängnis blinder Gehorsam aus normalen Menschen in Uniformen Tyrannen mache, die die Insassen quälen. Anfang der 1970er Jahre ist das Experiment wiederholt worden mit ähnlichen Ergebnis. Ebenfalls wurde es wiederholt in der britischen Darren Brown Show in der Episode „The Heist“, bei der es in einem Raum einen Schüler und in einem weiteren Raum einen Lehrer gab. Der Lehrer wurde von einer autoritären Person mit Kittel beaufsichtigt. Bei einer falschen Antwort musste der Lehrer den Schüler einen immer heftigeren Elektroschock verpassen. Es ging darum, ab wann der Lehrer „nein“ sagt und das Experiment aus moralischen Gründen abbricht, wie auch wie weit Menschen überhaupt gebracht werden können anderen Schmerzen zuzufügen. In einem Essay aus dem Jahr 2012 sind die Ergebnisse neu interpretiert worden.

Kolonialer Demozid

In den 1990er Jahren ging Rummel zusammenfassend im 20. Jahrhundert von 174 Millionen Demozidopfern aus, die als ermordete Zivilisten die Kriegstoten der Internationalen Konflikte so schon vier mal mehr überstiegen haben. Und neun Jahre bevor er als Politikwissenschaftler starb, korrigierte Rummel die Zahl der Demozidtoten auf 262 Millionen. Für den kolonialen Demozid in Afrika und Asien schätzte Rummel diesen insgesamt auf 50 Millionen Todesopfer. Nach einer Schätzung Rummels, die er zum kolonialen Demozid neun Jahre vor seinem Tod vornahm, beläuft sich der Demozid durch die Deutsche Kolonialmacht auf 55.000 Todesopfer, was im Vergleich anderer Mächte relativ wenige sind. Seinen Angaben zufolge enthielten jedoch die Systeme verschiedene Arten von Brutalität. Dabei soll hier keines relativiert werden. Die Briten waren jedenfalls am wenigsten Brutal. König Leopold im Belgisch-Kongo, sowie Frankreich, Deutschland und Portugal am brutalsten. Ähnlich wie man es über Kambodscha unter Pol Pot zu sagen pflegt, wurde Afrika in der Kolonialzeit in ein landesweites Gulag verwandelt. Genaueres können Sie u.a. zur Kongogräuel auf dieser archivierten Seite nachlesen. Ein Demozid, der aus den 19. Jahrhundert bekannt ist und auf afrikanischen Boden stattfand, ereignete sich während dem Zweiten Burenkrieg durch das britische Empire, als zum ersten mal systematisch Konzentrationslager genutzt wurden. Gemeint sind mit Buren europäisch sprechenden Weißafrikaner, welche Mitte des 17. Jahrhunderts als Siedler aus Niederlande, Deutschland und Frankreich stammten.

Der Völkermord an den Herero und Nama geschah während und nach der Niederschlagung von Aufständen der Herero und Nama gegen die deutsche Kolonialmacht in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika während der Jahre 1904 bis 1908. Die Kriegsführung Trothas zielte auf die vollständige Vernichtung der Herero ab („Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden muß“); sein Vorgehen gilt in der Wissenschaft als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts. Trotha wurde darin vom Chef des Generalstabs Alfred Graf von Schlieffen („Der entbrannte Rassenkampf ist nur durch die Vernichtung einer Partei abzuschließen“) und Kaiser Wilhelm II. unterstützt. Angesichts der Vorfälle erhoben sich im Oktober 1904 die Nama unter ihren Kapitänen Hendrik Witbooi und Jakob Morenga. Von der Kriegsführung gegen die Herero lernend, vermieden die Nama eine offene Schlacht gegen die deutsche Besatzung und begannen einen Guerillakrieg. Durch den Tod Witboois, Morengas und weiterer Anführer demoralisiert, fügten sich schließlich fast alle Nama-Gruppen den deutschen Unterwerfungsverträgen, so dass der Krieg am 31. März 1908 für beendet erklärt wurde. Doch damit war die koloniale Vernichtungspolitik nicht beendet. Im Anschluss an die Kampfhandlungen wurden die Herero und Nama in Konzentrationslagern interniert, in denen annähernd jeder zweite Insasse starb. Von dem um 1904 auf rund 60.000 bis 80.000 Personen geschätzten Hererovolk lebten 1911 geschätzt nur noch 20.000 Personen.

Modernes Afrika

Am 15. Juli 2017 veröffentlichte TheWeek den Artikel „Congo’s forgotten war“ in dem es heißt, dass „eine politische Krise, die seit Jahrzehnten vor sich her brodelte in einem neuen brutalen Bürgerkrieg explodierte, der mit Massentötungen Süd-Kongo übersät“. Seit Oktober 2016 seien mindestens 3.400 Menschen getötet worden und 1.3 Millionen verließen verängstigt auf der Flucht ihre Häuser. Beginnend mit dem Genozid in Ruanda sind in dem sog. Weltkrieg Afrikas von 1994 bis 2003 insgesamt 5 Millionen Menschen bei den Konflikten umgekommen. Und auch wenn soweit die 20.000 Blauhelme der UN in Ost-Kongo sich befindent nicht eingegriffen haben, ergab sich der Rebellenführer Ntabo Ntaberi Sheka den UN-Streitkräften laut einer Meldung von Al Jazerra vom 27. Juli 2017. Gesucht wurde Sheka seit 2011 aufgrund von Massenvergewaltigungen und Massentötungen wegen Verbrechen gegen die Menschheit und erwartet nun einen fairen Gerichtsprozess. Damit endet der Konflikt jedoch nicht und geht noch weiter. So heißt es in dem Stern-Artikel „Weiße Farmer im Feindesland“ vom 16. September 2017 zu der Kiminalität in Südafrika, dass pro Woche quasi ein Farmer getötet wird und „populistische schwarze Politiker wie Julius Malema keine Scheu [haben], alte Kampflieder wie „Erschießt den Buren“ auf politischen Veranstaltungen zu singen.“ Wie in in dem folgenden Interview hörbar, gelten die rechtsradikalen Suidlanders demnach als „größte Selbstschutzorganisation der Welt“ und glauben sogar an eine „Prophezeihung“.

Auf GenocideWatch kann man anhand den “10 Stages of Genocide“ jedenfalls auch sehen, dass u.a. in Südafrika eine ethnische Säuberung vorbereitet wird. Man sagt, dass diese innerhalb von fünf Jahren stattfinden wird. Die Nachrichtenseite The Citizien brachte am 7. Oktober 2016 die Story „We won’t slaughter whites … for now – Malema„. Wonach Julis Malema als Anführer der Economic Freedom Fighters (EFF), den Weißafrikanern ihre Rechte absprechend äußerte: „Wir rufen nicht dazu auf weiße Menschen abzuschlachten, zumindest nicht zum jetztigen Zeitpunkt.“ Im heutigen Afrika singen u.a. kommunistisch denkende Menschen wieder, dass man weiße Bauern umbringen muss. Es wurden bislang im ‚modernen‘ Afrika 70.000 europäisch aussehende Menschen ermordet. So heißt es auch in dem Artikel „‘Bury them alive!’: White South Africans fear for their future as horrific farm attacks escalate„, dass offizielle Statistiken über Angriffe und Morde gegen weißafrikanische Bauern nicht existieren, was Menschenrechtsgruppen als eine Vertuschung der korrupten südafrikanischen Regierung bezeichnen, die möglicherwese auch in diesen Verbrechen involviert sei. So wie bei der Bodenreform in Mao’s China, bei der quasi die Großgrundbesitzer zum Abschuss freigegeben wurden, rufte auch nun der südafrikanische Politiker des African National Congress (ANC), Jacob Zuma, dazu auf Bauernhöfe von Weißafrikanern zu beschlagnahmen. Genozid und Kommunismus gefährdet mit einem dabei enthaltenden Rachegedanken u.a. aufgrund kolonialer Sklaverei seitens der Schwarzafrikaner vorallem Weißafrikaner. Rassismus gibt es auf jedem Kontinent und nützt den Eliten beim Teile und Herrsche. Im heutigen Afrika besteht das brandgefährliche Gemisch aus Rassismus, Kommunismus und einer anhaltenden Hexenverfolgung. Weißafrikaner sind wie Schwarzafrikaner gefährdet.

Kurzes Fazit

Folgt man den Forschungergebnissen von Rummel und bedient sich weiterer Forschungsergebnisse, sind von den kolonialen Demoziden an bis aktuell in über 100 Jahren nicht 262 Millionen Demozidopfer wahrscheinlich, sondern mit weiteren 20 Millionen, die nach dem Zweiten Weltkrieg durch Kriege der USA starben, beläuft sich die Zahl, die unvorstellbares Leid und Trauer enthält, auf über 280 Millionen wehrlose Demozidopfer oder noch mehr. Das ist alles Geschichte aus dem Ende des 19. und gesamten 20. Jahrhunderts bis in das uns neue 21. Jahrhundert hinein. Kurzum geht es mir nicht darum wegen einem schlimmeren Schreckensregime ein anderes zu relativieren. Als absolutes Gegenteil gesehen, glauben manche New-Ager, dass Massenmorde wie auch Massensterben bei Naturkatastrophen durch die Negavität der Menschen mit dem sog. Gesetz der Anziehung passiert seien, weshalb sich nicht mit dem Bösen in der Welt kritisch auseinandersetzen gesetzt werden will in der positiven Blase. So wie es Menschen fast überall auf Erden gibt, kam es überall in der Geschichte zu unmoralischen Handeln. Das 20. Jahrhundert wurde als das Jahrhundert der Lager bezeichnet, aber sehr viel eher war es das Jahrhundert der Demozide. Es gab Lager für Kriegsgefangene und Internierte, für Flüchtlinge und Vertriebene, sowie für Arbeitsmigranten. Da ist es klar, richtig Unterscheiden zu können. Über die Lager in der USA berichteten deutsche Soldaten fast schon von paradisische Zustände, wenn man die Lager mit denen der Nazis oder der Sowjets vergleicht. Schlußendlich aber fanden in nazistischen und kommunistischen Lagern zig Millionen Menschen den Tod. Und darüber hinaus ließen neben sog. Kollateralschäden in Kriegen diverse Diktatoren wie Pol Pot die eigene wehrlose Bevölkerung ermorden. Mit den Lehrern angefangen. Brillenträger waren verdächtig, zumal ein offener Geist gefährlicher werden kann, als ein Marine mit seinem Gewehr, wie der ehemalige US Marine Corps General James N. Mattis das treffend formulierte. Jedes Land hat als Teil der Menschheit seine Demozidtoten zu gedenken, weshalb es durchaus Sinn macht bösartigkeit von Tyrannei weltweit zu verstehen. Wer sich in andere hineinversetzt, baut bindende Brücken zugunsten der Freiheit.

Wikipedia, Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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